ich lebe in dortmund, was die hochburg der neonazis in nrw ist. hier sind in jüngerer vergangenheit schwere übergriffe durch neonzis geschehen. beispiele gefällig?
vor einiger zeit blockierten neonazis nachts auf einer "kneipenstrasse" mit autos die zuwege und filmten mit videokameras die besucher einer als treffpunkt für linke bekannten kneipe. es kam zu auseinandersetzungen. es dauerte ca. 45 minuten, bis die polizei angerückt war und die "versammlung" auflöste.
zum todestag eines in dortmund in der innenstadt von neonazis zu tode geprügelten punkers finden regelmässig aufmärsche mit höhnischen anspielungen auf diesen mord statt. öffentliche gewaltverherrlichung.
die neonazis versuchten auch, ganze strassenzüge in stark von ausländern besiedelten vierteln anzumieten und durch ihre starke präsenz die bevölkerung einzuschüchtern. nur durch das einwirken der stadt konnte dies eingedämmt werden, es waren genug vermieter bereit, ihre immobilien an neonazis zu vermieten.
wer also behauptet, es ginge keine reelle gefahr durch den "braunen rand" aus, dem sei angeraten, die augen aufzumachen. es geht nämlich nicht nur um die aktiven neonazis, sondern auch um die grosse gruppe der latenten unterstützer. die "wegseher" und "jasager" nämlich. und diese sind sehr zahlreich.
ich habe eine nahe angehörige bei der polizei und weiss daher, dass auch von dieser seite die fraktion der (gewaltbereiten) neonazis als ernstes problem angesehen wird und nicht als zu vernachlässigende subkultur.
die wahlergebnisse vor allem in den neuen bundesländern sollten alarmzeichen genug sein, selbst ein ergebnis von "nur" 5% bedeutet, dass jeder 20. der wahlbeteiligten seine stimme den rechtsextremen gegeben hat. in einer normalen schulklasse von 30 schülern wären das sozusagen 1,5 schüler. dies mal nur als gedankenanregung.
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