: Einmarsch in Dschenin
Nur Stunden nach einem israelisch-amerikanischen Treffen rücken Truppen in die palästinensische Stadt ein
DSCHENIN rtr ■ Vier Tage nach einem palästinensischen Selbstmordanschlag hat Israel in der Stadt Dschenin im Westjordanland eine Militäraktion gestartet. Begleitet von schweren Militärfahrzeugen und Panzern rückten gestern Morgen hunderte Soldaten in die Stadt ein. Die Aktion gilt als Reaktion auf einen palästinensischen Selbstmordanschlag vom Montag, bei dem 14 Israelis getötet wurden.
Die Militäraktion wurde nur wenige Stunden nach einem Treffen von Israels Ministerpräsident Ariel Scharon mit dem US-Nahostgesandten William Burns gestartet.
Der Einmarsch in die 250.000 Einwohner zählende Stadt Dschenin richte sich gegen etwa 20 militante Palästinenser, sagte ein israelischer Befehlshaber vor Journalisten. Durch den Bombenanschlag vom Montag hätten die Terrorzellen in Dschenin neuen Auftrieb erhalten und würden Nachwuchs in der Stadt rekrutieren.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen