: EU steht im Inselkampf Madrid bei
Europäische Union fordert den unverzüglichen Abzug der marokkanischen Truppen von der Perejil-Insel. „Volle Solidarität“ mit Spanien erklärt. Rabat will „rasche Lösung“
BRÜSSEL afp ■ Im Streit zwischen Spanien und Marokko um die winzige Mittelmeerinsel Perejil hat die Europäische Union die marokkanische Regierung in Rabat zum „unverzüglichen“ Abzug ihrer Truppen aufgefordert. In einer gestrigen Verlautbarung aus Brüssel erklärt die dänische EU-Präsidentschaft zudem ihre „volle Solidarität“ mit Spanien. Sie sei „sehr besorgt“ über die durch Marokko heraufbeschworenen Spannungen.
Zuvor hatte schon EU-Kommissionspräsident Prodi dem marokkanischen Ministerpräsidenten Abderrahmane Joussoufi die „europäische Besorgnis“ über den Streit übermittelt. Nach Angaben aus der Kommission sprach sich Marokkos Regierung für eine „sehr rasche Lösung“ aus. Rabat wolle „jede Dramatisierung“ der Angelegenheit vermeiden. Ein kleiner marokkanischer Armeetrupp war am Donnerstag auf der 200 Meter vor Marokkos Küste liegenden, 13,5 Hektar großen Insel gelandet, auf die auch Spanien Anspruch erhebt. Jetzt weht dort die Fahne des nordafrikanischen Landes.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen