Diskussion um Maskenpflicht in Berlin: Draußen noch ohne Mund-Nasen-Schutz

Berlin will Coronamaßnahmen erst mal nicht verschärfen. Dienstag berät der Senat, ob in bestimmten Situationen auch draußen die Masken Pflicht wird.

Maske Straße

In Berlin muss man die Maske draußen noch nicht aufsetzen Foto: Peter Kneffel/dpa

BERLIN taz | Eine generelle Maskenpflicht auf Berlins Straßen wird es wohl vorerst nicht geben. Das verlautete am Donnerstag aus Senatskreisen, nachdem sich der Senat zu den am Vorabend getroffenen Verabredungen auf Bundesebene ausgetauscht hatte. Beim Treffen von Bundeskanzlerin und Ministerpräsident*innen war zwar am Mittwoch auch eine erweiterte Maskenpflicht im Gespräch gewesen. In Berlin gilt bereits seit Anfang Oktober eine solche für Büroräume und Verwaltungsgebäude. Ein Gebot, Masken auch generell im Freien zu tragen, halte man nicht für sinnvoll und politisch auch nicht konsensfähig, hieß es am Donnerstag.

Berlin will sich demnach aber noch mal genauer anschauen, an welchen Orten und zu welchen Zeiten auch unter freiem Himmel Situationen entstehen, in denen ein Abstandhalten schwer möglich ist – und damit auch draußen Masken geboten wären. Denkbar wären hier etwa stark belebte Einkaufsstraßen am Samstagvormittag oder Wochenmärkte.

Auch Veranstaltungen wie das Festival of Lights im September, bei dem die Menschen teils dicht gedrängt standen, würden inzwischen wohl nur noch mit Maskenpflicht erlaubt. Ob Berlin für spezielle Situationen da nachsteuert, darüber wird der Senat am Dienstag beraten. Dann soll es auch um die Frage gehen, ob und unter welchen Bedingungen Weihnachtmärkte stattfinden können.

Generell wägt sich das Land auf einem guten Weg. So würden in Berlin bereits beschlossene Maßnahmen wie Alkoholverbot oder Sperrstunde nun auch in anderen Bundesländern umgesetzt. Dies wolle man nun auch vermehrt kontrollieren. Und jede*r sei gefragt: „Wenn wir weitergehende, tiefgreifende Maßnahmen vermeiden wollen, kommt es jetzt auf die nächsten Wochen an“, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) nach den Beratungen im Kanzleramt.

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