Die Wahrheit: Sternenkopf
Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über ein dunkles Zeichen erfreuen.
„Nicht zufällig“, hieß es im Blatt,
„reimt sich der M* auf Tor“.
Das Stern-Tabu, es blinkte matt
und machte es uns schwor.
Ins Auge sprang des Wortes Sinn,
sein Klang ins wehe Ohr
und stellte bang die Frage hin:
Reimt sich denn Stern auf Tor?
Ist es vielleicht ein Morgenstern?
Meint es den Matador?
Zielt es gar auf den Mandelkern?
Steht es für Mädchenchor?
Was verbirgt das dunkle Zeichen,
nebulöser Sternenkopf?
Wage nicht, uns auszuweichen!
Sonst reimt sich der Tor auf Tropf.
Michael Ringel
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen
meistkommentiert