Die Wahrheit: Frühlingslied
Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die Leserschaft an einem Poem über eine coronöse Jahreszeit erfreuen.
Ihr Krokusse und Nelken,
von mir aus könnt ihr welken,
und auch ihr Hyazinthen.
Auf euch, ihr Drecks-Maiglöckchen
hab ich erst recht kein Böckchen,
ja, küsst mich doch von hinten.
Und fickt euch bloß, Magnolien!
Euch soll der Teufel holien.
Und gleich auch euch Narzissen!
Wer braucht schon Staub und Pollen?
Soll euch der Teufel hollen.
Ihr seid doch voll beschissen.
Ich weine keine Träne
in meiner Quarantäne,
da feier ich wie nie.
Ich wohn in Jogginghosen
und züchte Heim-Neurosen –
ganz ohne Allergie.
taz lesen kann jede:r
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Texte, die es nicht allen recht machen und Stimmen, die man woanders nicht hört – immer aus Überzeugung und hier auf taz.de ohne Paywall. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 40.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen
meistkommentiert
Trumps Krieg gegen die Forschung
Byebye Wissenschaftsfreiheit
Autobranche in der Krise
Kaum einer will die E-Autos
Menschenrechtsverletzungen durch Israel
„So kann man Terror nicht bekämpfen“
Bürgergeld-Empfänger:innen erzählen
„Die Selbstzweifel sind gewachsen“
Altvordere sollen Linke retten
Hoffen auf die „Silberlocken“
Ungelöstes Problem der Erneuerbaren
Ein November voller Dunkelflauten