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Die WahrheitYckea

Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die Leserschaft an einem Poem über den fürchterlichen Möbelriesen erfreuen.

Komm, wir fahren nach Yckea!

Los, mach mit! Wir kaufen ein.

Weil ich lange nimmer da war.

Brauch was Neues, aus Design.

Lass uns schöne Dinger pflücken

in den Schwedenmöbel-Halln.

Unser Heim akribisch schmücken.

Und im Dunkeln drüberfalln.

Schwedengott, du geiler Bastler!

Lämpchen, Kästchen und Gestühl.

Les ich Kneeding, Schrulla, Quastler,

schäumt in mir das Wohngefühl.

Brauch ich kein’ Geschmack entwickeln.

Nichts entscheiden, das ist fein.

Mit den scharfen Möbelstückeln

richt ich mir die Aura ein.

Pirscht man auf den Zickzack-Pfaden

durch die Komm-und-wohn-doch-Welt,

möcht man gleich in Möbler baden.

Kranker Tropf, dem nichts gefällt.

Durch Yckea wurd es heller,

stil-geschmückt, dekor-beglückt.

Und auch individueller.

Jeder kriegt sein Einzelstück.

Kommt der Hyngar: Köttbullar.

Dünner Kaffä, kostenlos!

Lapplandbölla macht Durchfallar?

Die Toaletter sind famos.

Will durch Schluchten von Regalen

tigern mit dem Schiebe-Karrn.

Stundenlang. Und vorm Bezahlen

freudig an der Kassan harrn.

Draußen packt mich zwar der Kater,

und ich greif mir an den Kopf,

wenn ich dann, mein lieber Vater,

all das Zeug ins Auto stopf.

Werd es wohl drei Tage späta –

Lust vergeht halt, das ist doof –

gründlich in die Tonner treta.

Schäme mich beim Wertstoffhof.

Die Wahrheit auf taz.de

Die Wahrheit

ist die einzige Satire- und Humorseite einer Tageszeitung weltweit.


Die Wahrheit

hat den einzigartigen Cartoonstreifen: ©Tom Touché.


Die Wahrheit

hat drei Grundsätze:

Warum sachlich, wenn es persönlich geht.

Warum recherchieren, wenn man schreiben kann.

Warum beweisen, wenn man behaupten kann.

Deshalb weiß Die Wahrheit immer, wie weit man zu weit gehen kann.



Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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3 Kommentare

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  • Cynical Inquirer

    Ham wir aus dem Käkå-Laden

    unser Gutvik aufgestellt

    wer’n wir in die Tundra fahren

    wo Ükea Bäume fällt

     

    Wachsen dort die høhen Kiefern

    seit Jarhundet’, groß und grad’

    muss sie an Ükea liefern

    So wird aus Tundra Stalingrad

     

    Idioten Kaufen Einfach Alles

    Kleinteillig und Stück für Stück

    und im Falle eines Falles

    Bleibt ein Schräub allein zurück

     

    Geht dann einmal eine Rolle

    an dem Schreibtischstuhl entzwei

    Schafft der Laden, der ach so tolle

    Leider kein Ersatz herbei

     

    kennst du noch den blöden Namen

    Hrzbrgørgel Stöhlenieten

    denn ansonsten könn die Damen

    leider keine hilfe bieten

     

    Kennst du ihn und hast geübt

    und kømmst erneuet angerennt

    sagt die Info ungetrübt

    „Nich mal mehr im Sortiment!“

     

    Ja, so feiert ‚Design‘-Deutschalnd

    diese tolle Möbelschmiede

    auf das ihr seied nun verbannt

    bis hinein ins siebte Gliede!

  • Rainer B.

    Nach neuesten Katastrophenschutzplänen muss man mit seinen Möbeln notfalls mindestens 10 Tage heizen können. Wer seine Möbel vorher fahrlässig weggeworfen hat, macht sich strafbar und verliert jegliche Ansprüche auf Essensmarken.

    • mowgli

      @Rainer B.:

      :-D