piwik no script img

„Das Fenster zur Flucht“

Neun Monate fand diese Frau in einem Brandenburger Frauenhaus Zuflucht. Sie möchte daher Namen und Alter nicht öffentlich machen

Das Frauenhaus war für mich der einzig mögliche sichere Ort. Ich hätte auch zu Freunden oder zu meinen Eltern gehen können, aber die Adressen wären dem Peiniger bekannt gewesen. Einige haben ihr Angebot dann auch tatsächlich zurückgezogen, weil es ihnen zu gefährlich schien. Ich bin froh, dass ich sie außen vor lassen konnte.

Ich habe das Frauenhaus auch als einen guten Ort für Kinder erlebt. Und ich habe hier Unterstützung bekommen in gerichtlichen Dingen, bei der Auskunftssperre oder das Umgangsrecht mit den Kindern.

Erst im Frauenhaus konnte ich mich richtig beraten lassen. Vorher wäre das wegen der umfassenden Kontrolle des Ex-Mannes nicht möglich gewesen.

Irgendwann öffnet sich das Fenster zur Flucht. Und es ist unglaublich wichtig, dass die Tür zum Frauenhaus dann auch offen ist.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen