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Bürgermeister-Kandidat AhlhausDie grünen Daumen

Kommentar von

Sven-Michael Veit

Ahlhaus hält vor der grünen Basis eine Bewerbungsrede - ob er darf oder muss, ist eine Frage des Blickwinkels.

E in Selbstgänger wird das nicht. Ob die GAL-Mitglieder den als konservativen Hardliner verschrienen Innensenator Christoph Ahlhaus im Amt des Ersten Bürgermeisters sehen möchten, ist derzeit nicht vorhersagbar. Nicht zuletzt, weil die meisten mit unbekanntem Gefühlszustand aus den Sommerferien zurückkommen werden. Gewiss ist nur, dass sie sich von der Rücktrittsankündigung von Beusts und der krachenden Niederlage beim Volksentscheid über die Primarschulreform erst mal erholen mussten.

Ungewöhnlich ist der Auftritt von Ahlhaus auf dem GAL-Mitgliederabend. Normalerweise reden Koalitionäre einander bei Personalien nicht rein, jeder benennt seine SenatorInnen in eigener Souveränität. Ahlhaus aber hält vor der grünen Basis eine Bewerbungsrede - ob er darf oder muss, ist eine Frage des Blickwinkels. Aber hätte er sich verweigert, wäre es um ihn bereits geschehen.

Das kann aber immer noch passieren. Senken die Grünen über Ahlhaus die Daumen, platzt die Koalition. Dann anstehende Neuwahlen müsste die CDU derzeit mehr fürchten als SPD und GAL: Rot-Grün liegt in allen Umfragen vor Schwarz-Grün. Und nach einer Wahlniederlage drohte auch Ahlhaus persönlich der Karriereknick.

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Sven-Michael Veit Hamburg-Redakteur

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