Britische Anti-Terror-Aktion: Elf Rechtsextremisten festgenommen
Nach rassistischen und antisemitischen Äußerungen ist die Gruppe National Action 2013 verboten worden. Jetzt bereitete sie offenbar terroristische Straftaten vor.
dpa | Anti-Terror-Einheiten der britischen Polizei haben am Mittwoch elf Männer wegen Mitgliedschaft in der verbotenen Neonazi-Gruppe National Action (Nationale Aktion) festgenommen. Das teilte die Polizei in Manchester mit. Teilweise werden die Männer auch verdächtigt, eine terroristische Straftat vorbereitet zu haben. Die Verdächtigen sind zwischen 22 und 35 Jahre alt und wurden an verschiedenen Orten in England und Wales festgenommen.
Bereits Anfang September hatte es mehrere Festnahmen im Zusammenhang mit der Neonazi-Gruppe gegeben. Drei Männer müssen sich inzwischen vor Gericht verantworten, zwei von ihnen sollen Medienberichten zufolge britische Soldaten sein. Ihnen wird neben Mitgliedschaft in der Gruppe National Action vorgeworfen, im Besitz von Anleitungen für die Vorbereitung oder Ausführung von Terroranschlägen gewesen zu sein.
Die 2013 gegründete Gruppe war nach wiederholten rassistischen, homophoben und antisemitischen Äußerungen im vergangenen Jahr verboten worden. Auf Demonstrationen waren die Neonazis sehr aggressiv aufgetreten.
National Action fiel auch im Zusammenhang mit dem Mord an der britischen Politikerin Jo Cox auf, die sich für Flüchtlinge eingesetzt hatte. Ein Mann tötete die Labour-Abgeordnete und Brexit-Gegnerin im Jahr 2015 im nordenglischen Birstall. Der Täter wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Er soll in seiner Wohnung Nazi-Andenken gehortet haben. Die Neonazi-Gruppe hatte den Mord gutgeheißen und gefordert, den Täter nicht zu verurteilen.
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