Bombenexplosion in Pakistan: Sprengsatz unterm Sitz
Bei einem Bombenanschlag auf einen Bus sind im Nordwesten Pakistans mindestens 15 Menschen getötet worden. 54 Personen wurden verletzt.
ap | Bei einem Bombenanschlag auf einen mit Regierungsangestellten besetzten Bus sind im Nordwesten Pakistans 15 Menschen getötet worden. Mindestens 54 Personen, darunter Frauen und Kinder, wurden bei der Explosion in Peshawar am Mittwoch verletzt, wie ein Polizeibeamter sagte. Der selbst gebaute Sprengsatz war demnach unter einem Sitz in dem Fahrzeug versteckt worden.
Die Verantwortung übernahm zunächst niemand. Doch dürfte der Verdacht auf die pakistanischen Taliban und ihre Verbündeten fallen. Die radikalen Islamisten führen seit mehr als einem Jahrzehnt einen Krieg gegen den Staat. Dem Konflikt sind bislang Zehntausende Menschen zum Opfer gefallen.
Die Explosion ereignete sich nach Polizeiangaben in einer Gegend von Peshawar, in der militärische Einrichtungen und Wohnungen untergebracht sind. Der Bus habe Regierungsangestellte von mehreren nahegelegenen Städten zur Arbeit im Provinzsekretariat in Peshawar transportiert.
Örtliche Fernsehaufnahmen zeigten das Wrack des Busses, während Verletzte in Krankenhäuser gebracht wurden. Aufzeichnungen einer Überwachungskamera hielten den Moment der Explosion fest. Nach Angaben eines Polizeibeamten mussten Rettungskräfte den Bus aufschneiden, um mehrere der Opfer herauszuziehen. Für die Bombe seien rund acht Kilogramm Sprengstoff benutzt worden.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen
meistkommentiert