: Berlin: Amri kein V-Mann
ANTWORT Bundesregierung erklärt, der Berliner Attentäter sei kein Behörden-Informant gewesen
dpa | Der Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri hat nicht als Informant für die Sicherheitsbehörden des Bundes gearbeitet. Das erklärte das Bundesinnenministerium in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag, über die der Spiegel berichtet. Auf Fragen der Grünen, ob die Bundesregierung ausschließen könne, dass Amri als V-Mann für das Bundesamt für Verfassungsschutz, den Bundesnachrichtendienst oder das Bundeskriminalamt tätig gewesen sei, lautete die Antwort: „Ja.“
Die Antwort der Bundesregierung lege aber offen, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz „doch tiefer zum Fall Amri informiert war, als bisher eingeräumt wurde“, kommentierte die Grünen-Innenpolitikerin Irene Mihalic.
Der Tunesier Amri war den Behörden lange bekannt und als sogenannter Gefährder eingestuft. Dass er sich trotzdem frei bewegen und mehrere Identitäten nutzen konnte, hatte den Verdacht laut werden lassen, dass er ein V-Mann der Behörden gewesen sein könnte. Amri fuhr am 19. Dezember mit einem Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz, zwölf Menschen kamen dabei ums Leben.
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