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BefragungMenschen sehen Vermüllung als wachsendes Problem

75 Prozent der Befragten sehen Vermüllung als wachsendes Problem. Daher braucht es bessere Bedingungen für Pfandsammler, teilt eine Initiative mit.

epd | Die Vermüllung (englisch: littering) in öffentlichen Räumen wird einer neuen Studie zufolge von den Menschen als wachsendes Problem wahrgenommen. 74 Prozent der Befragten hätten zugestimmt, dass das achtlose Wegwerfen von Müll in der Öffentlichkeit zugenommen hat, teilte die Fritz-Kola GmbH am Dienstag in Hamburg mit. Für die Pfandstudie des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag von Fritz-Kola und der Initiative „Pfand gehört daneben“ waren zwischen dem 16. und 22. April über 2.100 Menschen online befragt worden.

Pfandgut spiele bei der Vermüllung eine große Rolle, hieß es. 62 Prozent der Bevölkerung stimmten zu, dass immer häufiger auch Pfandflaschen und -dosen achtlos weggeworfen würden, anstatt sie an einem Mülleimer abzustellen oder sie zurückzugeben. Besonders Glasflaschen seien ein Problem. 59 Prozent der Befragten fänden, dass besonders Glasflaschen häufig in der Öffentlichkeit zurückgelassen würden. Wenn diese zerbrechen, könne das zu einem erhöhten Verletzungsrisiko führen.

Pfandsammler können helfen

Doch es gebe eine Personengruppe, die sich dem Problem stelle: Pfandsammler. Nach einem Rückgang im vergangenen Jahr sei die Zahl der aktiven Pfandsammler wieder gestiegen, von 1,05 Millionen auf 1,10 Millionen. Laut Pfandstudie sei der häufigste Grund für Pfandsammler, etwas für die Umwelt und/oder Sauberkeit zu tun (40 Prozent).

Um das Pfandsammeln zu erleichtern, könnten an Mülleimern Halterungen zum Abstellen von Flaschen und Dosen angebracht werden. In Mönchengladbach würden derzeit neuartige Pfandbehälter getestet. Zudem könne ein höheres Glasmehrwegpfand von 25 Cent Menschen dazu bewegen, mehr Glasflaschen zu sammeln.

Die Aktion „Pfand gehört daneben“ wirbt dafür, Pfandflaschen neben Abfalleimern abzustellen. Die 2011 gegründete Initiative wurde 2015 von Fritz-Kola übernommen und hat mittlerweile über 150 Partner, darunter viele Getränkehersteller.

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