„Bedrohung für öffentliche Sicherheit“: Florida verklagt ChatGPT-Entwickler OpenAI
Nach KI-Beratung zu Morden und gefährlichen Medikamentendosen: Der US-Bundesstaat Florida betritt juristisches Neuland verklagt das KI-Unternehmen ChatGPT.
Foto: Ana Ceballos/imago
dpa | Der US-Bundesstaat Florida wirft der US-amerikanischen KI-Firma OpenAI in einer Klage vor, die Nutzer*innen ihrer Software ChatGPT zu gefährden. Der Chatbot sei eine Bedrohung für die öffentliche Sicherheit, heißt es in der von Floridas Generalstaatsanwalt James Uthmeier eingereichten Klageschrift.
Darin wird auf Fälle verwiesen, in denen ChatGPT eine tödliche Medikamentenkombination empfohlen haben soll. ChatGPT soll auch einen für tödliche Schüsse auf einem Universitätsgelände verantwortlichen Schützen vor dessen Tat beraten haben. Insbesondere für Teenager sei der Chatbot problematisch, kritisierte Uthmeier.
OpenAI verwies in einer Reaktion auf Maßnahmen zum Schutz junger Nutzer. Dazu gehörten Mechanismen zur Alterserkennung sowie Überwachungsmöglichkeiten für Eltern. Die Maßnahmen führte OpenAI zum Teil erst nach Todesfällen und öffentlicher Kritik ein.
ChatGPT ist der Chatbot, der den aktuellen Hype um künstliche Intelligenz ausgelöst hat. Er kommt inzwischen laut OpenAI auf 900 Millionen Nutzer*innen pro Woche. Er ist das wichtigste Produkt der Firma.
Florida hatte bereits im April Ermittlungen zur Rolle von ChatGPT beim Schusswaffenangriff an der Florida State University im April 2025 aufgenommen. Der Schütze habe vor der Tat Ratschläge von dem KI-Chatbot eingeholt, sagte Uthmeier damals. Demnach bekam er nicht nur Empfehlungen, welche Waffe er verwenden solle und welche Munition zu welchen Waffen passe, sondern auch zu der Frage, wo und zu welcher Zeit dort die meisten Menschen anzutreffen sein würden.
OpenAI beharrt darauf, dass ChatGPT nicht für die Tat verantwortlich sei, bei der zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt wurden.
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