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Bauernproteste sorgen für Wirbel

Markt Bundesagrarminister Schmidt kritisiert Grenzblockaden der französischen Landwirte

dpa/rtr | Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat die französische Regierung aufgefordert, sich an die Regeln des EU-Binnenmarktes zu halten. Grenzblockaden französischer Bauern gegen Agrarimporte etwa aus Deutschland seien nicht in Ordnung, sagte Schmidt am Mittwoch im Deutschlandfunk. „Wir sind im Binnenmarkt. Und der muss eingehalten werden.“ Frankreich führe mehr Agrarprodukte aus- als ein. „Ich sehe nicht, dass die französischen Bauern Exporte behindern, also soll man auch nicht die Importe behindern“, sagte der CSU-Politiker. Schmidt wies auch den Aufruf des französischen Präsidenten François Hollande zurück, die Franzosen hätten die Pflicht, vor allem die im Land selbst produzierten Lebensmittel zu kaufen. Die Bundesregierung werde keine solchen Empfehlungen aussprechen.

Französische Bauern hatten in den vergangenen Tagen gegen die aus ihrer Sicht zu hohen Einfuhren von Agrarprodukten aus anderen Staaten Autobahnen und Grenzübergänge blockiert. In Protestlaune waren derweil auch deutsche Bauern: Unzufriedene Milchbauern haben am Dienstagabend in Waren (Mecklenburg-Vorpommern) für höhere Milchpreise demonstriert. Etwa 50 Landwirte aus Nordbrandenburg und Mecklenburg seien mit Traktoren vor die Molkerei eines der größten deutschen Milchverarbeiters gezogen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Milchpreise seien mit durchschnittlich 27 Cent pro Liter für Bauern deutlich zu niedrig, erklärte ein Sprecher des Bundes Deutscher Milchviehhalter (BDM). Auf Transparenten forderten die Landwirte etwa 50 Cent pro Liter Milch für die Erzeuger, um kostendeckend produzieren zu können.

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