Auszeichnung für Buchläden: Berlin bekommt eigenen Buchhandlungspreis
Ab nächstem Jahr sollen sechs Buchhandlungen für einen neu geschaffenen Buchhandlungspreis nominiert werden. Es geht um Preisgelder in Höhe von 59.000 Euro.
epd | Die Hauptstadt soll 2027 einen eigenen Buchhandlungspreis bekommen. Sechs unabhängige Buchhandlungen aus Berlin, die mit ihrem Sortiment, dem Konzept oder dem Veranstaltungsprogramm überzeugen, sollen jährlich ausgezeichnet werden, kündigte die Berliner Senatswirtschaftsverwaltung am Mittwoch an. Organisatorin ist der Landesverband Berlin-Brandenburg des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
Bewerben könnten sich Buchhandlungen mit maximal fünf Filialen. Außerdem müsse sich der Firmensitz in Berlin befinden und der Jahresumsatz unter einer Million Euro liegen, hieß es. Eine sechsköpfige Fachjury nominiere im Anschluss sechs Buchhandlungen. Unter diesen vergebe sie zum einen den Großen Berliner Buchhandlungspreis, der mit 20.000 Euro dotiert ist, zum anderen zwei Berliner Buchhandlungspreise mit einem Preisgeld von jeweils 12.000 Euro.
Die weiteren drei Nominierten erhalten demnach jeweils 5.000 Euro. Für die Ausrichtung des ersten Jahrgangs sowie die Vorbereitungen stelle die Senatsverwaltung insgesamt 125.000 Euro bereit, hieß es.
Reaktion auf Weimers Zensur
Neben dem neuen Berliner Buchhandlungspreis gibt es auch den Deutschen Buchhandlungspreis. In diesem Jahr sorgte der Ausschluss von drei linken Buchläden vom Buchhandlungspreis für Debatten und Kritik. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) hatte drei Buchhandlungen in Berlin wegen „verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse“ von der Liste der Preisträger genommen. Die Buchbranche reagierte empört.
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