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Australien zwingt Aktionäre zum Verkauf

Das Land will den Einfluss Chinas auf die Versorgung mit Seltenen Erden mindern

Australien zwingt mehrere mit China verbundene Aktionäre zum Verkauf ihrer Anteile an dem auf Seltene Erden spezialisierten Unternehmen Northern Minerals. Australiens Finanzminister Jim Chalmers erklärte am Montag, sechs Anteilseigner mit Adressen in China, Hongkong und den Britischen Jungferninseln müssten ihre Aktien verkaufen. Chalmers begründete dies mit der Notwendigkeit, den strategisch wichtigen Sektor vor ausländischer Einflussnahme zu schützen.

„Wir betreiben einen robusten und nicht diskriminierenden Rahmen für ausländische Investitionen und werden nötigenfalls weitere Schritte unternehmen, um unser nationales Interesse in dieser Angelegenheit zu schützen“, erklärte Chalmers weiter. Das australische Unternehmen Northern Minerals will Chinas Vormachtstellung bei der Produktion von Dysprosium herausfordern. Das Metall wird für Hochleistungsmagnete verwendet, die unter anderem in Elektroautos zum Einsatz kommen. Nach Angaben des Unternehmens werden derzeit fast 99 Prozent des weltweit produzierten Dysprosiums in China hergestellt.

China kontrolliert große Vorkommen Seltener Erden und hat vor allem bei deren industrieller Verarbeitung enormen Einfluss. Industriestaaten wie die USA, Deutschland und Südkorea suchen deshalb nach alternativen Bezugsquellen. Northern Minerals besitzt Rechte an einem bedeutenden Dysprosium-Vorkommen in Westaustralien.

Im Oktober unterzeichneten die USA mit Australien ein Abkommen über besseren Zugang zu australischen Vorkommen Seltener Erden und kritischer Rohstoffe. Auch die EU hatte im März mit Australien ein Freihandelsabkommen geschlossen, das europäischen Unternehmen besseren Zugang zu australischen Rohstoffen sichern und die Abhängigkeit von China verringern soll. (afp)

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