piwik no script img

Ausbau des Londoner Airport HeathrowDicke Luft am Flughafen

Klimaschutzaktivisten haben sich auf dem Rollfeld festgekettet, um gegen eine dritte Landebahn zu protestieren. Sie würde die Luftqualität verschlechtern.

afp | Aus Protest gegen den Ausbau des Flughafens London-Heathrow haben sich mehrere Klimaschutzaktivisten am Montag auf einem Rollfeld aneinandergekettet. Rund ein Dutzend Aktivisten der Gruppe „Plane Stupid“ durchbrachen um 3.30 Uhr morgens einen Absperrzaun und demonstrierten auf die nördliche Rollbahn, sagte eine Flughafensprecherin. Sechs von ihnen wurden festgenommen. Es werde voraussichtlich zu Verspätungen oder Streichungen von Flügen kommen. Die Polizei wurde nach eigenen Angaben am frühen Morgen über die Protestaktion informiert.

Anfang des Monats hatte eine von der Regierung beauftragte Kommission, die sich mit der Zukunft der Londoner Flughäfen befasst, den Bau einer dritten Rollbahn in Heathrow empfohlen. Der Ausbau des größten Airports der britischen Hauptstadt ist jedoch auch innerhalb der konservativen Partei von Premierminister David Cameron umstritten. Die Pläne haben bereits Proteste der Anwohner ausgelöst.

Umweltaktivisten sind über die Ergebnisse der dreijährigen Studie empört. Sie sagen, eine neue Rollbahn werde die Luftqualität verschlechtern und den Klimawandel vorantreiben.

Ein im Internet veröffentlichtes Video zeigte die aneinandergeketteten Demonstranten und die Polizei. Ein Polizist sagt zu den Aktivisten: „Sie verursachen schwere Störungen und der Schaden wird in die Millionen Pfund gehen, weil es eine Weile dauern wird, bis wir Sie weggebracht haben.“ Internationale Flüge müssten umgeleitet werden, fügt der Beamte hinzu.

Die fünf Londoner Flughäfen bilden mit insgesamt 135 Millionen Passagieren pro Jahr das wichtigste Luftfahrtdrehkreuz der Welt. Heathrow ist bezogen auf die Passagierzahl der größte Flughafen Europas. Im vergangenen Jahr zählte er 73,4 Millionen Passagiere.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare