piwik no script img

Athleten sind auch Bürger

Athleten Deutschland e. V. fordern Strategie zum Schutz der Menschenrechte im Sport

Die Interessenvereinigung Athleten Deutschland hat anlässlich einer Anhörung im Sportausschuss des Bundestags eine Gesamtstrategie zum Schutz und für die Verwirklichung der Menschenrechte im Sport in Deutschland gefordert. Es gebe Handlungsbedarf für staatliche Stellen sowie den organisierten Sport nicht nur auf internationaler Ebene. Dazu gehörten nicht nur Menschenrechtsverletzungen von Athleten im Ausland, etwa Repressalien gegen belarussische Sportler. „Auch die Athleten in Deutschland sehen sich tagtäglich mit Strukturen und Regeln konfrontiert, die Risiken für ihre Menschenrechte bedeuten können.“

Neben Gewalt, Missbrauch und Diskriminierung gebe es Eingriffe in die Meinungsfreiheit oder Einschränkungen von wirtschaftlichen Freiheiten sowie Restriktionen bei der Selbstvermarktung, etwa durch die Charta des Internationalen Olympischen Komitees. Außerdem wurden Schwierigkeiten bei der Anerkennung unabhängiger Athletenvereinigungen beklagt. „Athleten sind Bürger dieses Landes. Sie haben wie alle anderen auch Grund- und Menschenrechte, sind im Sport aber vielseitigen Menschenrechtsrisiken ausgesetzt“, sagte Maximilian Klein, der Athleten Deutschland als Sachverständiger bei der Anhörung vertrat. (dpa)

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen