Deutscher Verlagspreis Alles nur ein Missverständnis? Überwachung, Misstrauen, Selbstzensur: In der Debatte über den Deutschen Verlagspreis geht es um mehr als ein verändertes Auswahlverfahren. Von Julia Hubernagel 17.7.2026
Roman „Verlorene Schäfchen“ Gott und der freie Markt Gelungene US-Komödie: In Madeline Cashs Debütroman lauert hinter jedem Witz eine Kränkung. Und hinter jeder Kränkung eine Sehnsucht. Von Sophia Zessnik 14.7.2026
Debütroman von früherem Redenschreiber Eiskalter Wind im Bundeskanzleramt Autor Jean-Philippe Kindler hat einst für Linken-Politikerin Heidi Reichinnek gearbeitet. In seinem Debütroman sieht sich eine Redenschreiberin mit dem drohenden Faschismus konfrontiert. Von David Hinzmann 11.7.2026
Die USA in sechs Romanen Oh, say can you see? Die USA werden 250 Jahre alt: Das literarische Amerika ist mehr als Moby Dick, Walden und Manhattaner Geldadel. Ein kleiner taz-Gegenkanon. Von Tim Caspar Boehme, Hilka Dirks, Ulrich Gutmair, Julia Hubernagel, Dirk Knipphals und Julian Weber 3.7.2026
Elspeth Barker „O Caledonia“ Die Unverstandene Barkers einziger Roman „O Caledonia“ spielt in der romantischen Landschaft der schottischen Highlands. Der Humor ist finster. Von Katharina Granzin 1.7.2026
Robert Seethalers Roman „Die Straße“ Ecken und Kanten des Lebens Robert Seethalers neuer Roman ist ein Wimmelbild für Erwachsene. „Die Straße“ möchte von der Fülle menschlicher Sehnsüchte und Widersprüche erzählen. Von Fokke Joel 27.6.2026
Gespräch zu Geschichte der Frauenkörper „Kein Schönheitsideal, sondern eine Imagination“ Panagiotis Iossif, Akademischer Direktor des Museums für kykladische Kunst in Athen, über die Geschichte von Frauenkörpern aus der Perspektive von Männern. Interview von Astrid Kaminski 23.6.2026
Roman „Prosopon“ von Anna Felnhofer Eine Blindheit, die kränkt Anna Felnhofers herausragender Roman „Prosopon“ erzählt von einer kognitiven Störung und einem Hochleistungsakt der Einfühlung. Von Kirsten Voigt 17.6.2026
Roman über die Zeit von Aids Erschrocken über das eigene Überleben Eine ausgelassene Feier in Berlin, dann Aids – nur der Erzähler überlebt die Epidemie: Hans Pleschinskis Schicksalsroman „Bildnis eines Unsichtbaren“. Von Thomas Sparr 23.5.2026
„Niemand da“ von Ingvar Ambjørnsen Unter der kranken Sonne Ingvar Ambjørnsen begegnete Freaks, Hausbesetzern, Süchtigen mit Empathie. Nun gibt es suggestive Erzählungen aus dem Nachlass. Von Frank Schäfer 11.6.2026
„Wachs und Gold“ von Joachim Bessing Einübung in einen äthiopischen Blick Ein Erzähler reist nach Addis Abeba und kommt recht weit damit, kulturell zwischen den Zeilen zu lesen. „Wachs und Gold“ von Joachim Bessing. Von Eva Behrendt 6.6.2026
Roman „Michaela Kohlhaas“ Unmerklicher Umstieg auf ein paralleles Leben Heike Geißler erfindet Kleist neu: Unbeirrbar schreitet in ihrem Roman die Aussätzige „Michaela Kohlhaas“ dem eigenen Ende entgegen. Von Nina Mueller 4.6.2026
Neuer Roman von Ben Lerner Transatlantisches Elysium Ben Lerners neuer Roman gilt hierzulande bereits als Meisterwerk. Vor allem ist er jedoch eine Versicherung, dass man Amerika nicht aufgeben darf. Von Yannic Walter 24.5.2026
crime scene Auch die Kanzlerin ist in Gefahr Ausgabe vom 23.5.2026, Seite 43, literatur Download (PDF)
Roman von Johann Reißer In einem schönen Schwarzwaldtal Wo heute Rheinmetall Kanonen fertigt: Johann Reißer nimmt in „Pulver“ auf mitreißende Weise die Anfänge der deutschen Rüstungsindustrie in den Blick. Von Julia Hubernagel 17.5.2026
Roman aus Japan „Die Fabrik“ Den Waldgeist bitte ignorieren Hiroko Oyamada beschreibt Arbeit als totalen Zustand in „Die Fabrik“. Was genau dort produziert wird, bleibt ebenso unklar wie der Sinn der Tätigkeiten. Von Verena Harzer 9.5.2026
Lara Rüter schreibt über „Affenliebe“ Die zwei Cousinen Rührung und Berührung Eine Dichterin unter Affen: Lara Rüters poetische Annäherung an Primaten vor und hinter Käfigstäben, „Affenliebe“. Von Marielle Kreienborg 9.5.2026
Roman von Sharon Dodua Otoo Worte allein werden nicht helfen In „So, in etwa, ist es geschehen“ erdrosselt die Protagonistin ihren Chef mit einem Schal von FC Bayern München. Es ist ein Roman wie ein Geständnis. Von Michael Wolf 5.5.2026
Neuer Roman von Birgit Birnbacher Mutter und Sohn sind im Spielen nicht gut Birgit Birnbacher schaut auch in ihrem neuen Roman dahin, wo zwischen Mensch und sozialen Strukturen Reibung entsteht: „Sie wollen uns erzählen“. Von Sophia Zessnik 6.5.2026
Nationaltheater Mannheim Maria Lazar Britney, one more time! Das Nationaltheater Mannheim bringt Maria Lazars Roman „Veritas verhext die Stadt“ auf die Bühne. Das Stück analysiert die Folgen von Fakes und Verleumdungen. Von Björn Hayer 28.4.2026