Antisemitischer Angriff: „Das werden wir als Linke nicht hinnehmen“
In der Nacht zu Freitag wurde eine Frau beleidigt und mit einer Glasflasche verletzt. Die Grünen verurteilten den antisemitischen Angriff. Die Linke auch.
Foto: Elisa Schu/picture alliance
Nach einem antisemitischen Angriff auf eine Frau in Berlin-Mitte haben die Spitzenkandidaten der Grünen und Linken diesen verurteilt. „Antisemitische Gewalt darf in unserer Stadt keinen Platz haben“, teilte der Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf mit.
Es gebe einen zunehmenden Antisemitismus aus allen politischen Richtungen, der immer gleich gefährlich bleibe. „Es wird eine zentrale Aufgabe der nächsten Landesregierung sein, den Kampf gegen Antisemitismus zu intensivieren, damit Berlin die Stadt der Freiheit bleibt, in der Jüdinnen und Juden gut und sicher leben können“, so Graf weiter.
Die Linke teilte in einer gemeinsamen Erklärung unter anderem von Spitzenkandidatin Elif Eralp und den Landesvorsitzenden Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer mit: „Wir verurteilen diese abscheuliche Tat aufs Schärfste und wünschen der Betroffenen eine schnelle und vollständige Genesung.“
Gerade dieses Wochenende, an dem Jüdinnen und Juden das Neujahrsfest Rosch ha-Schana begingen, sollte von Freude, Hoffnung und Aufbruch geprägt sein. Stattdessen habe sich eine jüdische Berlinerin gegen körperliche Gewalt zur Wehr setzen müssen. „Das werden wir als Linke nicht hinnehmen.“
Das Tragen eines Davidsterns müsse immer und überall gefahrlos möglich sein, hieß es weiter. „Niemals werden wir zulassen, dass Antisemitismus in unserer Stadt wieder um sich greift.“
In der Nacht zu Freitag war eine Frau auf der Torstraße in Mitte von zwei unbekannten Männern auf ihren Davidstern angesprochen und antisemitisch beleidigt worden. Einer der Männer soll dann auf die 43-Jährige mit einer zerbrochenen Glasflasche losgegangen sein, wie die Polizei mitgeteilt hatte. Die Frau erlitt Schnittverletzungen an der Hand. (dpa)
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