Anti-NPD-Video: Rechte stoppen Youtube-Hit
Patrick Dahlemann (SPD) demontiert bei einer NPD-Kundgebung rechte Parolen. Das Video davon lässt die NPD löschen – doch es kursiert weiter im Netz.
Tabelle: http://www.youtube.com/watch?v=igaL1LzsKe8
TORGELOW/BERLIN dpa | Der durch einen mutigen Auftritt gegen Rechtsextremismus bekannt gewordene SPD-Mann Patrick Dahlemann aus Torgelow (Kreis Vorpommern-Greifswald) erfreut sich wachsender Beliebtheit im Netz.
„Die NPD hat das Internetvideo auf Youtube aus Urheberrechtsgründen zwar löschen lassen, aber der Streifen kursiert weiter im Netz und wird ständig angeklickt“, sagte Dahlemann am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa.
Bis Mittwochabend hätten rund 180 000 Nutzer das Video auf Youtube gesehen. Hunderte lobten den couragierten Auftritt des 25-jährigen Torgelowers, der das Video wegen des Bundestagswahlkampfes erst Anfang 2014 öffentlich gemacht hatte.
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Der SPD-Kommunalpolitiker war am 31. Juli 2013 Versammlungsleiter einer Gegendemonstration zu einer NPD-Kundgebung im Torgelower Ortsteil Drögeheide gewesen. Dort wohnen seit Ende Dezember rund 130 Asylbewerber, gegen deren Unterbringung die NPD damals Stimmung zu machen versuchte. Bei der Aktion im Juli wollte ein Verantwortlicher der NPD Dahlemann provozieren und überließ ihm das Mikrofon auf der NPD-Bühne.
Der Student, der in Greifswald Politikwissenschaften studiert, redete rund fünf Minuten und ging auf die Parolen der Neonazis ein. Er appellierte an die Einwohner, sich die Schicksale von Flüchtlingen genauer anzuschauen. Torgelows Bürgermeister Ralf Gottschalk (parteilos) lobte Dahlemanns forsches Handeln.
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