Anschlag auf den CSD in Berlin: „Dann haben die gewonnen“
Christian Specht war beim Berliner CSD, auf dem taz-Wagen. Diese Erfahrung war schön – dann kam der Terror. Einschüchtern lassen will er sich nicht.
D ieses Jahr hatte die taz das erste Mal einen Wagen beim Christopher Streets Day (CSD) in Berlin. Den habe ich auf dem Bild gemalt. Es waren viele Leute da und es war sehr bunt.
Die Musik war auch gut. Eigentlich wollte ich auch auf den Wagen von der taz. Der war aber zu klein und ich habe nicht mehr drauf gepasst.
Ich hoffe, dass sie nächstes Jahr einen größeren Wagen haben. Abends ist dann etwas Schlimmes passiert.
Es gab einen Anschlag auf den CSD. Da ist ein Mann in Menschen vom CSD mit dem Auto reingefahren. Das war schlimm. Ich war da schon zu Hause. Jetzt fragt man sich natürlich, wie weiter machen.
Wie soll man damit umgehen? Soll da jetzt nächstes Mal die Sicherheit noch mehr hochgefahren werden? Manche haben auch von Fußfesseln geredet, aber ich glaube, das hätte nichts gebracht. Dann fragt man sich auch, wie sich Leute so radikalisieren können.
Es gibt Menschen, die uns spalten wollen. Aber wir dürfen uns nicht unterkriegen lassen. Weil, wenn wir jetzt Angst haben und nicht mehr rausgehen, dann haben die erreicht, was sie wollten. Dann haben die gewonnen.
Protokoll: Clara Dünkler
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