piwik no script img

Abzug nach NordirakPKK kündigt Rückzug ihrer Kämpfer aus der Türkei an

Zehntausende Menschen sind im Konflikt zwischen PKK und türkischer Regierung gestorben. Nun kündigt die PKK einen weiteren Schritt im Friedensprozess an.

PKK-Kämpfer in den irakischen Kandil-Bergen: Im Mai hatte die PKK ihre Auflösung angekündigt Foto: Thaier Al-Sudani/rtr

dpa | Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hat angekündigt, ihre Kämpfer aus der Türkei zurückzuziehen. Der Schritt erfolgt im Rahmen eines Friedensprozesses mit der türkischen Regierung – die PKK hatte bereits im Juli symbolisch ihre Waffen niedergelegt. In einer auf der PKK-nahen Nachrichtenseite ANF veröffentlichten Erklärung hieß es, man werde Kämpfer in die „Medienverteidigungsgebiete“ abziehen. Der Begriff wird häufig für die Beschreibung der Gebiete im Nordirak verwendet – in den nordirakischen Kandilbergen liegt das Hauptquartier der PKK.

Die PKK ist in der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation gelistet. Im Mai hatte die PKK ihre Auflösung angekündigt und war damit einem Aufruf ihres inhaftierten Gründers Abdullah Öcalan gefolgt.

Die Organisation war 1978 von Öcalan in der Türkei gegründet worden – hauptsächlich als Reaktion auf die politische, soziale und kulturelle Unterdrückung der Kurden in dem Land. Seit den 1980er Jahren kämpfte sie mit Waffengewalt und Anschlägen für einen kurdischen Staat oder ein Autonomiegebiet im Südosten der Türkei. In dem Konflikt sind Zehntausende Menschen ums Leben gekommen. Öcalan, Mitte 70, sitzt seit 1999 auf der Gefängnisinsel Imrali in Haft.

Unser Mittel gegen Antifeminismus

Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare