piwik no script img

... Mozart die Lutschtabletten

Laut Totenschein starb Mozart an "hitzigem Frieselfieber". Niederländische Forscher glauben nun die wahre Todesursache des Komponisten gefunden zu haben.

Das Ende des weltbekannten Komponisten war von Schmerzen geprägt: Eine Schwellung im Hals Mozarts war so stark, dass er sich nicht mehr umdrehen konnte. Er sei aber bei Bewusstsein und klarem Verstand gewesen. Laut seinem Totenschein starb Mozart an "hitzigem Frieselfieber". Dies ist aber kein medizinisch feststehender Begriff, sondern umschreibt eher die Symptome aus Fieber und Ausschlag. Tatsächlich könnte Mozart an den Folgen einer schweren Rachenentzündung gestorben sein, behaupten Forscher nun. Das Musikgenie könne Ende 1791 Opfer einer "kleinen Epidemie" von Pharyngitis geworden sein, die Wien heimgesucht habe, heißt es in einem Bericht für das Fachblatt "Annals of Internal Medicine". Er habe typische Symptome von Pharyngitis gehabt, die zu einer akuten Nierenentzündung führen könne. Der niederländische Forscher Richard Zegers von der Universtität Amsterdam und Kollegen stützen sich bei ihrer These auf das Todesregister von Wien in den Monaten um den Tod des Musikgenies im Alter von 35 Jahren. Damals habe es viele ähnliche Fälle gegeben.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 180 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

0 Kommentare