Erinnerungspolitik im fränkischen Land Schönes Dorf, dunkle Kapitel Unser Autor kehrt in seine Heimat in Franken zurück: schön, gesittet, kaum Stimmen für die AfD. Auch die Opfer der Shoah scheinen längst vergessen. Von Eberhard Seidel 3.10.2023
Jüdische Stimmen zum Fall Aiwanger „Ein Alarmsignal“ Bayerns Ministerpräsident Söder solle sich von seinem Vize Aiwanger trennen, fordert Hanna Veiler von der Jüdischen Studierendenunion. Auch andere üben Kritik. Von Dinah Riese 5.9.2023
Colonia Dignidad in Chile Gemeinsame Verantwortung Im deutschen Sektendorf Colonia Dignidad wurden Menschen gequält und ermordet. Nun ist eine Gedenkstätte geplant – aber viele Fragen bleiben offen. Von Ute Löhning 22.4.2023
Neue Schilder am C. Kemal-Altun-Platz Schritt für Schritt zum Gedenken In Hamburg-Ottensen erinnert ein Platz an Cemal Kemal Altun, der zum Opfer der deutschen Asylpolitik wurde. Offiziell umbenannt wurde der Platz nie. Von Franziska Betz 17.2.2023
Erinnerungspolitik in Hannover Koloniales Unrecht anerkennen SPD und Grüne in Hannover wollen die koloniale Geschichte der Stadt mithilfe eines Beirats aufarbeiten. Hamburgs Pendant wird kritisiert. Von Franziska Betz 9.2.2023
Lernort zur NS-Geschichte in Osnabrück Streit um Nazi-Beamten geht weiter Am Dienstag sollte der Streit um die Umbennung der Villa Schlikker in Osnabrück beseitigt werden. Doch dann schossen Teile der örtlichen CDU quer. Von Harff-Peter Schönherr 7.2.2023
Thüringen bekommt NSU-Mahnmal „Es beschämt uns bis heute“ Thüringen bekommt ein NSU-Denkmal: Eine Säulenskulptur soll an die rechtsextreme Terrorserie erinnern. Auch andererorts sind Gedenken geplant. Von Konrad Litschko 1.12.2022
Pogrom in Rostock-Lichtenhagen Ruf nach Konsequenzen Am Jahrestag der Angriffe in Rostock-Lichtenhagen von 1992 fordern Politik und Zivilgesellschaft mehr Einsatz gegen Rassismus – und für Geflüchtete. Von Konrad Litschko 22.8.2022
Ehemalige Gestapozentrale in Hamburg Ein bisschen Gedenken Im Stadthaus in der Hamburger City wird heute geshoppt – und die Erinnerung an die dort begangenen Verbrechen auf engsten Raum gesperrt. Von Frank Keil 5.12.2021
Diskussion über Erinnerungspolitik Der absolute Genozid In welchem Verhältnis stehen Shoah und koloniale Verbrechen zueinander? Eine Tagung an der TU Berlin versuchte sich an Antworten. Von Tania Martini 25.11.2021
Umgang mit Erinnerungskultur Eine Utopie der Erinnerung Essay von Hannah Peaceman Das Gedenken an die Shoah ist oft ritualisiertes Gedächtnistheater. Es sollte jedoch ein verbundenes Erinnern unterschiedlicher Ereignisse sein. 8.8.2021
Debatte um albanisches Baudenkmal Auf die Geschichte klettern In Albaniens Hauptstadt Tirana wird um ein Baudenkmal gestritten. Einst sollte es Diktator Enver Hoxha ehren, heute ist die „Pyramide“ ein beliebter Treffpunkt. Von Jana Lapper 17.5.2021
Debatte um „Polen-Denkmal“ in Berlin Namenlose Verbrechen Essay von Stefan Reinecke Im Vernichtungskrieg der Nazis wurde die slawische Bevölkerung des Ostens terrorisiert. Mit dem Erinnern daran hapert es. 25.10.2020
Ehrung von Nazi-Jurist in Osnabrück „Held“ auf dem Rückzug In Osnabrück entsteht ein „Friedenslabor“ als Lernort. Benennt die Stadt es nach dem NS-Juristen Hans-Georg Calmeyer? Von Harff-Peter Schönherr 13.9.2020
Kriegsende vor 75 Jahren Hurra, wir haben gewonnen! Essay von Klaus Hillenbrand In Deutschland gilt der 8. Mai heute als „Tag der Befreiung“. Doch der Begriff birgt Tücken. Dabei geht es um mehr als nur um Wortklauberei. 8.5.2020
Kriegsende vor 75 Jahren Wo die Nazis kapitulierten Was mit der Machtübernahme der Nazis 1933 begann, fand hier vor 75 Jahren sein Ende. Zu Besuch in der Pionierschule in Berlin-Karlshorst. Von Thomas Gerlach 6.5.2020
NS-Anhänger als Namensgeber Was tun mit Sauerbruch und Ford? Über Namensgeber von Straßen und Gebäuden wird heute kritischer geurteilt als früher. Das zeigen Debatten an der Charité und der Freien Universität. Von Susanne Memarnia 18.2.2020
Bismarck und die Rechten Der Posterboy der AfD In Deutschland soll es rund 700 Bismarck-Denkmäler geben. Vor allem die Rechten verehren den „Eisernen Kanzler“. Wie ist damit umzugehen? Von Michael Kees 8.12.2019
KZ-Überlebende kritisieren Kultursenator Antifaschist*innen wollen reden Rechtsradikale Worte gewählt? KZ-Überlebende kritisieren Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) für eine Rede. Von Alexander Diehl 19.6.2019
Völkermord an den Armenier*innen Die Erinnerung leben Spuren des Genozids an den Armeniern reichen bis nach Berlin. Dort kämpft Nihat Kentel für dessen Anerkennung – auch bei Türkeistämmigen. Von Hülya Gürler 24.4.2019