Soziologe zu deutschem Ost-West-Konflikt „Mein Optimismus ist gedämpft“ Soziologe Steffen Mau glaubt, die Ost-West-Verwerfung in Deutschland werde eine Konfliktachse bleiben. Er plädiert für Bürgerräte. Interview von Till Schmidt 24.6.2024
Deutsche Kolonialvergangenheit Verschleppte Versöhnung Die aktuelle Ausgabe der „Maro-Hefte“ analysiert die juristischen Auseinandersetzungen der Ovaherero und der Nama mit der Bundesrepublik. Von Till Schmidt 8.6.2024
Autobiografie Wolfgang Schäubles Spitzbübische Selbstdeutung Hart, aber humorvoll: Die Erinnerungen von Wolfgang Schäuble machen spürbar, warum der Fast-Kanzler auch von Gegnern geschätzt wurde. Von Lukas Wallraff 1.6.2024
Essays von Jochen Schimmang Dissidenz des Schweigens Jochen Schimmang schätzt die Freiheit, seine Meinung für sich zu behalten. Jetzt sind neue Essays erschienen: „Abschied von den Diskursteilnehmern“. Von Frank Schäfer 25.5.2024
75 Jahre Grundgesetz Grundsätze für eine Welt im Wandel Seit 1949 versucht das Grundgesetz allgemeingültige Regeln für ein Zusammenleben zu formulieren. Eine Analyse der wichtigsten Kapitel. Von Christian Rath 22.5.2024
SPD-Ostpolitik von Brandt bis heute Was würde Willy tun? Vor 50 Jahren, am 6. Mai 1974, endete Willy Brandts Kanzlerschaft. Eine Konferenz verhandelt, ob die SPD heute von der Ostpolitik etwas lernen kann. Von Stefan Reinecke 26.4.2024
Immaterielles Unesco-Kulturerbe Denk ich an Deutschland Sechs neue Traditionen sind nun Kulturerbe, darunter Finsterwalder Sangestradition und Berliner Techno. Aber Deutschland hat noch viel mehr zu bieten. 14.3.2024
Historikertagung Ende der Großerzählung Wie kann man die Geschichte der Bundesrepublik beschreiben? In Tübingen haben jüngere HistorikerInnen nach neuen Wegen gesucht. Von Stefan Reinecke 10.3.2024
Fahndungsplakate der RAF Die Porträts der Gesuchten Die alten RAF-Fahndungsplakate haben sich ins Gedächtnis gebrannt. Originale aus den Siebzigern kann man heute auf Ebay kaufen. Von Beate Scheder 10.3.2024
Hintergründiges Buch zur AfD Die wirkliche Gefahr Hendrik Cremer reagiert auf das gewachsene rechte Selbstbewusstsein. Seine Studie liefert trotz mancher Schwächen Argumente für ein Verbot der AfD. Von Leon Holly 11.2.2024
Hamburger Institut für Sozialforschung Der Himmel der Theorieproduktion Die Verdienste des Hamburger Instituts für Soziaforschung um die kritische Öffentlichkeit sind groß. Reemtsma, der es nun schließt, ermöglichte viel. Von Philipp Staab 19.1.2024
Deutsche Hoffnung bei der Handball-EM Vier Endspiele Die deutschen Handballer verlieren ihre erste EM-Partie gegen Frankreich und sind doch zuversichtlich. Lange sind sie mit dem Favoriten auf Augenhöhe. Von Frank Heike 17.1.2024
Rechte Tendenzen in der BRD der 1980er Zimmermann und die Völkische Jugend Was war das für eine Zeit, als die Aiwanger-Brüder zur Schule gingen? Es war eine dunkelbraune Zeit, in der eine rechtsextreme Jugendkultur entstand. Von Eberhard Seidel 3.9.2023
Martin Walser gestorben Das hemdsärmelige Bild aufbrechen Er war der unwahrscheinliche Autor der Bundesrepublik: rauflustig, männlich, heroisch – und Walser schwamm täglich im Bodensee. Ein Nachruf. Von Dirk Knipphals 28.7.2023
Neuer Roman von Sabrina Janesch Eine ernsthaft bedrohliche Welt Von familiären Traumata erzählt Sabrina Janeschs Roman „Sibir“. Es geht darum, die Erwachsenenwelt genau zu entschlüsseln. Von Katharina Granzin 15.5.2023
Andreas Maiers Roman „Die Heimat“ Ein Land vor der Sesamstraße Der Schriftsteller Andreas Maier springt und hascht nach der verlorenen Zeit. Sein Roman „Die Heimat“ beschreibt, was sich hier alles verändern musste. Von Dirk Knipphals 27.4.2023
„Briefe an die Eltern“ von Jörg Fauser Rebellentum und Über-Ich Jörg Fauser wollte sich nie an bürgerliche Spielregeln halten. Seine „Briefe an die Eltern“ dokumentieren die Genese eines Underground-Helden. Von Frank Schäfer 16.4.2023
African Book Festival Berlin Ein Kurator, der bei al-Qaida war Der Mauretanier Mohamedou Ould Slahi Houbeini wurde unrechtmäßig in Guantanamo interniert. Aber was macht ihn zu einem guten Festivalleiter? Von Andreas Fanizadeh 22.1.2023
Roman „Die Tochter des Kommunisten“ Liebe, Heimat und Exil Eine Tochter zwischen Ost und West. Die spanische Autorin Aroa Moreno Durán erzählt die kaum bekannte Geschichte von Exilspanier*innen in der DDR. Von Sophia Zessnik 9.1.2023
Ukrainische Geflüchtete in Deutschland Zwischen den Welten Vor acht Monaten hatte die taz Ukrainer:innen getroffen, die gerade nach Deutschland geflohen waren. Wie geht es ihnen heute? Von Michael Bartsch, Patrick Guyton und Dinah Riese 1.1.2023