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26.11.2025 , 17:38 Uhr
Die Journalisten berichten darüber, dass jemand so vorgegangen ist. Was daran jetzt unjounalistisch sein soll, bleibt ihr Geheimnis. Und offensichtlich waren Sie nie Selbstständig oder haben sich mit realistischen Sätzen befasst (realistisch heißt hier die Veranschlagung all jener Dinge, die als Lohnnebenkosten einschließlich der Bereitstellung der Betriebsmittel eigentlich notwendig für jede Person wären, um gegenüber den meisten Lohnabhängigen nicht schlechter gestellt zu werden). 100 Euro ist ein ganz vernünftiger Kurs, wenn man ohne Selbstausbeutung rechnet. Und ich wünsch der Dame viel Erfolg. Das im deutschen Rechtssystem kaum Schadensersatz für Leiden oder eben die Arbeit, die es bedarf sein Recht durchzusetzen gibt, ist eine strukturelle Ungleichheit, die es armen Menschen sehr schwer macht im Zivilrecht ihre Rechte durchzusetzen. Sie können diese Arbeit eben nicht absetzen, anrechnen, in Vorleistung gehen oder sonst was. Und die Gewinne sind im Vergleich zur Belastung eigentlich lächerlich. Je größer der Akteur je attraktiver der Rechtsbruch bei Zivil- und Privatrecht - Konsequenzen die wehtun sind kaum zu fürchten.
zum Beitrag24.11.2025 , 11:13 Uhr
Ja, die meisten Opfer von Gewalt sind Männer. Und wer sind weit überdurchschnittlich die Täter? Männer.
zum Beitrag21.11.2025 , 16:09 Uhr
Die Frage stellt sich nur: Wo fängt für Sie Diskriminierung an und wo hört sie auf? Das sozioökonomische Herkunftsmilieu bzw. die ökonomische und kulturelle Ausstattung der Familie entscheidet erheblich über die Zukunft von Menschen. Immer mehr Menschen starten also das Rennen ein paar hundert Meter weiter hinten. Ist das für Sie Diskriminierung? Für mich schon. Ein Spiel was zwar vermeintlich gleiche Regeln hat, aber den Spielern bewusst unterschiedliche Karten gibt ist eben strukturell ungerecht. Ich bin für eine Leistungsgesellschaft, eine 100% Erbschafts- und Schenkungssteuer wären ein großer Sprung in diese Richtung. Wer fähige Kinder hat und an die Fairness der Spielregeln glaubt, den sollte das nicht stören. Wer viel erwirtschaftet soll gerne gut leben, aber das erstreckt sich eben nicht auf die erweiterte Familie und Nachkommen.
zum Beitrag21.11.2025 , 15:45 Uhr
Ich finde es ein bisschen schade wie inter Ihrem Kommentar insgesamt diskutiert wird, weil er ja eigentlich eine interessante Frage aufwirft: Sollten wir in Vorbereitung auf den Ernstfall Bedingungen für einen potenziellen Dienst stellen? Ich gehöre auch eher zur Fraktion, die sagt dass man sich leider darauf vorbereiten muss sich auch militärisch zu verteidigen und die reale Gefahr eines russischen Angriffs sieht. Dennoch ist es hier legitim die Frage zu stellen: Wofür kämpfen? Für Familie und Freunde? Man kann mit diesen auch fliehen. Die Nachbarn? Wenn man mit diesen überhaupt Kontakt hat… naja fragen Sie mal Ihre Nachbarn ob diese für Sie sterben würden. Abstrakt um irgendwen vor irgendeinem Schicksal zu bewahren? Doch etwas idealistisch. Ich möchte schon auch glaubhaft für meine Interessen kämpfen können und bin der Meinung wir sollten dem Staat mehr abverlangen. Wenn die allgemeine Daseinsvorsorge nach und nach schon in zivilen Zeiten zusammenbricht und immer mehr Menschen durchs soziale Netz fallen, kann man wohl kaum Verteidigungsbereitschaft statt Flucht erwarten.
zum Beitrag21.11.2025 , 09:21 Uhr
Nur mal aus Interesse: Was ist denn Ihre mögliche Strategie, falls Putin das Baltikum oder einen anderen weitern Staat angreift? Was sollen „Wir“ (ggf. NATO-Partner oder diplomatisch anderweitig verbunden) machen?
zum Beitrag18.11.2025 , 12:26 Uhr
Natürlich wäre es theoretisch möglich die Mieten zu senken. Der Erhalt und Betrieb scheint ja nicht so teuer. Die Milliarden an Entschädigung sind es, die verhindern, dass die Mieten gesenkt werden können. Der Unterschied ist nur, dass die Mieter:innen nach einer Enteignung nur noch einmalig die private Bereicherung zahlen und nicht unbefristet. Sobald die Entschädigung bezahlt ist, können die Mieten sinken.
zum Beitrag18.11.2025 , 12:23 Uhr
Müssten die Milliarden an Entschädigung nicht finanziert werden, könnten die Mieten ähnlich niedrig sein. Hier ist der Vergleich mit Wien einfach polemisch. Die betreffenden Wiener-Wohnungen sind schon immer in öffentlicher Hand, wurden nie verkauft und mussten ergo an keinem Punkt ihrer Geschichte eine „Rendite“ im Sinne des Wertzuwachses für private Akteure erwirtschaften. Wenn der diese Hürde in ein paar Jahrzehnten genommen ist, dann können die Mieten sinken. Natürlich muss jede solche Enteignung ein Verkaufsverbot der Kommune enthalten. Sonst finanzieren die Mieter:innen die nächsten Jahrzehnte die Entschädigung, damit die Kommune dann zur Sanierung der Finanzen wieder verlauft….
zum Beitrag13.11.2025 , 11:51 Uhr
Und da gibt es keinen anderen Winkel den man wählen kann, als Referenzen auf Israel und Gaza inkl. unpassender Vergleiche mit dem Warschauer Ghetto? Man muss sich schon entscheiden: Entweder hat das Judentum essentiell nichts mit Israel zu tun und dann sollte es einen verwundern, warum dann in einer Synagoge in D. im Kontext des Gedenkens an die Reichspogromnacht ausgerechnet dieser Vergleich kommt oder Israel und das Judentum sind verschränkt und man sollte sich Fragen warum die Kritik am einzigen jüdischen Staat ständig zu entgleisen scheint und NS-Vergleiche zu dominant sind wie in keinem anderen Setting. So oder so ist es eine komische Auffälligkeit. Und das der Redner Jude ist enthebt ihn nicht davon potentiell antisemitische Narrative zu reproduzieren. So wie Frauen auch Misogynie, BIPoC Rassismus und Personen aus dem LGBTIQ-Spektrum Queerfeindlichkeit perpetuieren können.
zum Beitrag08.11.2025 , 15:59 Uhr
Göbekli Tepe liegt recht weit vor der Entstehung der ersten voll sesshaften Kulturen des Zweistromlandes und ist daher für die Zivilisationsgeschichte und Transitperioden zwischen Sesshaftwerdung und Nomadenleben so interessant. Ab der Sesshaftwerdung war Bier bereits Grundnahrungsmittel und Gut des täglichen Bedarfs. Die Spurenelemente und Mineralien, die grade ungefiltertes Bier enthalten waren unerlässlich. Also sind wir heute in der Geschichte der sesshaften Zivilisationen eher eine Ausnahme, weil wir nicht mehr täglich trinken. Ist auch gut und richtig so, aber es verrät einfach Unkenntnis und mangelnde Bildung die Rolle des Bieres oder des „Saufens“ (Abstufungen scheinen ja hier im Forum kaum als relevant zu gelten) in der Geschichte so runterzuspielen.
zum Beitrag08.11.2025 , 15:50 Uhr
Die allermeisten Menschen trinken freiwillig nicht täglich, obwohl dies bei uns in D. wegen der schlechten Wasserqualität vor 150 Jahren noch recht üblich war. Kennen Sie das Biertrinker Herz der Bayern? So viele Maß wurden früher gekippt, dass sich der Herzmuskel bei vielen Münchner abnormal vergrößerte… und heute? Sieht man mit Nichten noch einen derartigen Konsum außer bei einigen Abhängigen und das alles ganz ohne Reglementierung von Menschen, die den Rausch wohl eher aus Prinzip hassen.
zum Beitrag08.11.2025 , 15:15 Uhr
Wer ausschließlich mit der eigenen Armut argumentiert und die Lösung z.B. nur in deren Behebung und nicht der Kollektivierung der Produktionsmittel sieht hat durch eine negative Betroffenheit offensichtlich keine gute Einsicht gewonnen.
zum Beitrag08.11.2025 , 15:11 Uhr
Denken Menschen hier im Forum wirklich Alkohol sei ursächlich für Gewalt? Dann dürfte es ja z.B. in muslimisch geprägten Ländern mit Alkoholverboten so gut wie gar keine partnerschaftlicher Gewalt oder sexuelle Übergriffe geben. Ich denke Menschen, die was Gewalt angeht enthemmt sind, trinken tendenziell auch enthemmt. Ursächlich für die Schäden am anderen ist der Alkohol aber nicht. Dann müsste Deutschland nach der Logik ja eines der gefährlichsten Länder der Welt sein… Es ist ein Strohmann ähnlich wie das Argument Cannabis sei eine Einstriegsdroge, weil viele Menschen die härtere Stoffe nehmen auch kiffen/ geknifft haben. Korrelation oder zeitlich Folge bedingt keinen Kausalzusammenhang.
zum Beitrag07.11.2025 , 17:13 Uhr
Bier ist sehr wahrscheinlich älter als Brot. Schon in Göbekli Tepe sind Rückstände von Frühbier nachgewiesen worden in Zusammenhang mit saisonalen Festen. Manche Tiere fressen vergorene Früchte, wenn sie die Gelegenheit haben. Man könnte einfach akzeptieren, dass Rausch und Ekstase wohl etwas ist was Menschen schon lange Wünschen und auch in so gut wie jeder Kultur zu finden ist. Es scheint für viele ein ziemlich grundsätzliches Bedürfnis. Und wenn wir anfangen darüber zu diskutieren, dass nur „objektive“ Bedürfnisse ein Recht beanspruchen dürfen günstig zu sein, kann man sich Kulturförderung auch sparen. Warum sollte Kultur günstig sein? Zum überleben braucht man es nicht. Warum besteuern wir dann nicht auch Zucker, Fleisch und andere schädliche Lebensmittel hoch? Braucht man auch nicht. Ist auch schädlich…
zum Beitrag07.11.2025 , 17:02 Uhr
Persönliche Betroffenheit ist ein Totschlagargument. Von daher Contra: Wer Alkoholiker im Umfeld hat kann einen bierseligen Abend nicht objektiv beurteilen.
zum Beitrag07.11.2025 , 16:48 Uhr
Und als nächstes kommt der Zucker, bestimmte Fette etc. schließlich ist umgangssprachlich Fettsucht eine riesige Belastung für die Kassen. Und jeder der denkt er hat kein Zuckersuchtproblem soll mal 6 Monate drauf verzichten. Wie normalisiert der Konsum von Zucker und anderen ungesunden Lebensmitteln ist sieht man schon an den Supermarktkassen wo neben Kurzen Süßigkeiten besonders attraktiv für Kinder aufgemacht sind. Sonntags gibt’s das Kaffeekränzchen, was oft eher ein Kuchen- und Tortenkränzchen ist… Ich habe viel Mitgefühl für Menschen, die in Sucht abgleiten, aber dass es diese gibt ist kein hinreichendes Argument um dem Staat hier Erziehungskompetenz zuzusprechen. Bei Zigaretten sieht die Argumentation anders aus (sage ich als Raucherin) weil mein Rauch passiv Menschen direkt schädigen kann, aber wenn wir mit der beliebten Argumentation der „Allgemeinheitskosten“ anfangen, ist der Sanktion von Lebensstilen Tür und Tor geöffnet. Ich bin eher dafür Wasser, Vollsäfte, Obst und Gemüse von der MwSt komplett zubereiten. Wie wärs mal mit positiven Anreizen?
zum Beitrag14.10.2025 , 09:51 Uhr
Wer sind denn nach Ihrer Ansicht, die palästinensischen Alteure, die Verantwortung tragen/tragen sollten, für die zukünftige Entwicklung der Situation. Die PLO ist es scheinbar nicht und nur Israel in der Verantwortung für die Entwicklung zu sehen negiert ja quasi das Recht und die Fähigkeit zur Selbstbestimmung der Palästinenser. Ich bin gespannt.
zum Beitrag14.10.2025 , 09:46 Uhr
Also der Plan von 1947 sah vor, dass Jerusalem unter internationaler Verwaltung steht, als Corpus seperatum verwaltet durch die UN. Jerusalem war ursprünglich weder als Teil eines israelischen noch palästinensichen Staates geplant. Wenn man also auf diese Ideen verfallen will (und ignoriert wie viel Wasser seitdem den Jordan heruntergelaufen ist - pun intended), wäre ich dafür die hier anzudocken und allen Forderungen nach Jerusalem als einer Hauptstadt für irgendwen eine Absage zu erteilen. Wie wärs das UN-Hauptquartier von New York nach Jerusalem zu verlegen, als ersten Schritt? Übrigens akzeptierte die jüdische Bevölkerung des Mandatsgebiets 1947 auch diese Teilungsbedingung und auch diese Bedingung scheiterte am Widerstand arabischer Führer…
zum Beitrag14.10.2025 , 09:39 Uhr
Wie darf man sich das vorstellen? Soll z.B. der Gazastreifen dann „erweitert“ werden und damit jene Orte und Kibbuze, die am 07.10. überfallen wurden unter palästinensische Kontrolle fallen, am besten noch mit Hamas-Beteiligung? Die dort seit Generationen lebenden Israelis sollen das akzeptieren oder gehen? Solche Vorschläge mögen gut gemeint sein, aber ich würde mir echt mehr Fokus auf sowas wie Durchführbarkeit bei irgendwelchen Ideen wünschen. Und die Durchführbarkeit zu prüfen bedeutet auch vllt mal 5 min eine potenzielle israelische Perspektive auf einen Vorschlag durchzudenken.
zum Beitrag10.10.2025 , 22:04 Uhr
Dieses „Argument“ ist so dumm wie alt… Hier mal der passende Vergleich: Sie LIEBEN Rosinen! Erfahren aber, dass im Produktionsprozess Hundebabys getötet werden müssen. Jetzt überlegen Sie: Soll ich Rosinen essen und damit in Kauf nehmen, dass süße Hundebabys sterben oder verzichten? Sie sagen sich: Mein Genuss ist das nicht wert, ich verzichte auf die Rosinen. Dann kommt wer in die Ecke, der eine Alternative hat, die zwar was anderes ist und ein bisschen anders schmeckt und den Bock auf Rosinen abdeckt, ohne tote Hundebabys. Wo sollte der Schaden sein, wenn Sie ab und an diese Fake-Rosinen essen? Man könnte Vegetarismus und Veganismus auch mit einer Allergie vergleichen. Sollen Menschen, die Gluten nicht gut vertagen Ihrer Meinung nach nie wieder Brot essen, weil glutenfreies Brot eigentlich keine richtiges Brot ist? Menschen mit Laktoseintoleranz keine Medis mehr bekommen? Wozu? Wem hilft das? Für wen macht das irgendwas besser?
zum Beitrag07.10.2025 , 17:30 Uhr
Man kann von Israelis wohl aber ebenso wenig verlangen sich von „Widerstandskämpfern“ töten zu lassen…
zum Beitrag07.10.2025 , 17:26 Uhr
Also erst eröffnen Sie breit, dass es keine Pflicht zur Anerkennung von Staaten gibt und auch kein pauschales Existenzrecht um dann indirekt zu kritisieren, dass Israel stand jetzt keinen Palästinensische Staat anerkennt und somit auch keine (noch) fiktiven Grenzen. Und eine Frage oder zwei seien noch erlaubt: Wenn es sowas wie das Existenzrecht von Staaten nicht gibt (womit sie formal Recht haben und scheinbar Sie auch die ideelle Position kritisch sehen), hat Palästina auch kein Existenzrecht. Und da kein Staat existiert, da eben keine Erklärung dazu vor der UN erfolgte und eben auch die Grenzen nie klar auch vor der UN von einer zentralen Vertretung anerkannt wurden, gibt es faktisch keinen Staat dessen Souveränität Israel achten müsste. (Übrigens eigentlich auch keinen Staat den irgendwer anerkennen könnte.) Aber so formal wollen weder Sie noch ich ernsthaft argumentieren und daher frage ich mich, warum Sie solche Argumente ausgerechnet bei der Idee eines Existenzrechts für Israel auspacken, auf der anderen Seite aber stecken lassen?
zum Beitrag07.10.2025 , 16:29 Uhr
Und es ist jetzt genau schlimm als ethnische Minderheit in einem Staat zu leben weil? Also ihr müsst euch in eurer Argumentationsstruktur schon mal entscheiden: Entweder es ist zumutbar als ethnische Minderheit in einem Staat zu leben (wird bei Ein-Staaten-Vorschlägen, ja von den Israelis auch erwartet und Bedenken als rassistisch markiert) oder es ist nicht zumutbar. Daraus würde sich aber ableiten, dass JEDE ethnische Gruppe auf dieser Welt einen potenziellen Anspruch auf einen eigenen Staat hat, weil es sonst zwangsläufig ethnische Minderheiten in vielen Staaten geben muss. Also was nun?
zum Beitrag07.10.2025 , 09:31 Uhr
Ich fasse mal kurz zusammen: Ergo sind die Jüd:innen selbst schuld an ihrer eigenen Verfolgung. Das Lied kennen wir seit Jahrhunderten und dass das ihre Reaktion ist - Verantwortungsabwehr und Projektion - unterstreicht nur das grundlegende Problem auch vieler wohlmeinender „Pro-Palästina-Bewegten“. Ihre Erklärung deckt in keiner Weise ab warum wir z.B. solche Gewalt nicht im Namen der Kurden beobachten können, obwohl wir es hier mit einer vergleichbaren Situation zu tun haben. Sie negieren a.) die Rolle von Propaganda b.) verstärkende Bewegungseffekte (soziale Festigung auch von falschen Positionen und eine Reduktion von Abiguitätstoleranz) c.) Ja, auch latenten Antisemitismus. Solange es keine kritische Revision in dieser Bewegung gibt und jede Kritik mit :“Naja vllt sollten die Juden ja mal selbst überlegen.“ abgebügelt wird, bleiben mir Akteur:innen und Anliegen suspekt. Tut mir leid.
zum Beitrag06.10.2025 , 16:57 Uhr
Edit: Erfahrungsgemäß gehen meistens regelmäßige schon abhängige Kiffer so darauf ab, wenn man ehrlich über die Gefahren auch von Cannabis sprechen will. Also ich habe einige Leute in meinem Bekanntenkreis aus der Jugend, die schwer abhängig sind. Verstärkte Lethargie, Depression, Konzentrationsschwierigkeiten usw. inbegriffen. Ist das Gras ursächlich? Vllt nicht. Hilft es bei solchen Syptomen? Eher nein. Verschlimmert es diese oft sogar. Ja.
zum Beitrag06.10.2025 , 16:53 Uhr
Der Kommentar auf den ich geantwortet habe behauptet pauschal Cannabis sei nicht gesundheitsschädlich. Das ist in dem behaupteten Umfang unwahr und kann als Bagatellisierung gewertet werden. Daran ändert auch nicht, dass andere Sucht-und Rauschmittel potenziell noch gefährlicher sind.
zum Beitrag06.10.2025 , 10:49 Uhr
Also gestehen Sie ein, dass sich bei weiten Teilen der Berichterstattung über den Gaza-Krieg im Propaganda handelt? Schließlich werden dort regelmäßig die Opfer auf dem Präsentierteller präsentiert und oft regelrecht inszeniert.
zum Beitrag06.10.2025 , 10:44 Uhr
Das ist krasses Wunschdenken, außer man setzt natürlich voraus, dass Israel immer bei der „Politik um jeden Preis“ bleiben muss um die überzogenen Forderungen von Islamisten zu befriedigen, die mit jeder Geiselnahme Völkerrecht brechen (aber wen interessiert das schon). Schauen Sie sich doch mal die Geiseldeals vor dem 07.10. an. War super einfach und vor allem schnell gelöst…. Und da ging es nicht um 200 Personen auf einen Schlag. Ich finde es immer erschreckend für wie informiert sich Leute halten, aber offensichtlich israelisch-palästinensische Politik nur Verfolgen, wenn es entweder grade einen aktiven Krieg gibt oder es irgendwie um Siedler geht…
zum Beitrag06.10.2025 , 10:34 Uhr
Wie erklären Sie denn den nachweislichen Anstieg an Gewalttaten gegen Jüd:innen und jüdische Einrichtungen, wenn Sie pauschal ablehnen den Trend mit der Palästina-Soldaritätsbewegung in Verbindung zu setzen? Gar nicht drüber reden, weil die Implikationen unangenehm sind? Im Fahrwasser dieser Bewegung etabliert sich teilweise die Normalisierung auch eliminiatorischen Antisemitismus. Das bedeutet nicht, dass alle Menschen in dieser Bewegung diese Ansichten teilen, aber oft genug gibt es auch keine klaren Distanzierungen. Es ist ein bisschen wie mit den Corona-Maßnahmen-Gegner:innen aller Couleur, die am Ende auch neben Reichsbürger:innen, Völkischen und zum Teil sogar Neo-Nazis demonstrierten. Damals haben wir das zu Recht skandalisiert. Aber ich nehme nicht die gleiche Empörung war, wenn neben Hamas-Fahnen, Taliban-Fahnen oder Fahnen des iranischen Regimes gelaufen wird. Und das ist passiert. Und alle diese Akteure sind klar antisemitisch und antidemokratisch. Der Antrieb für viele mag edel sein, aber es gilt was immer gilt: Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht.
zum Beitrag06.10.2025 , 10:16 Uhr
Das mag alles sein (umweltfreundlich, lokal etc.) und für den Konsum deutscher Weine sprechen. Aber dann ist es Aufgabe der durch die Weinproduzenten bezahlten Lobbyisten mit Einzelhändlern zu verhandeln um deutschen Wein besser zu platzieren oder eben eine durch den Verband finanzierte Werbekampagne. Das Problem hier ist die staatliche Subvention a.) eines einzelnen heimisch produzierten Rauschmittels, die gleichen Argumente können auch für Bier gelten und die Brauer stehen auch unter Druck b.) allgemeine sie staatliche Subvention von Rauschmittelkonsum, obwohl an anderer Stelle aus Gründen der Gesundheitsprävention ganz andere Politiken diskutiert werden und der allgemeine Rückgang des Konsums zu begrüßen ist.
zum Beitrag06.10.2025 , 09:00 Uhr
Können wir bitte aufhören Cannabis zu bagatellisieren? Sicht ist für sich genommen schon eine schwerwiegende Erkrankung, das Risiko von psychischen Erkrankungen ist gegeben und nach neueren Untersuchungen wohl auch ein gesteigertes Risiko für Kreislauferkrankungen… Ich bin für die Legalisierung (mir sind die aktuellen Regeln sogar zu streng) da ich der Meinung bin Erwachsene haben jedes Recht sich wegzuballern, wenn sie es wollen. Aber gleichzeitig braucht es eben auch ehrliche Debatten über die Risiken und aktiv fördern muss man kein Rauschmittel.
zum Beitrag06.10.2025 , 08:55 Uhr
Es besteht ein struktureller Unterschied, ob der Staat auf Strafverfolgung verzichtet (im Fall Cannabis durch Legalisierung mit Einschränkungen) oder subventioniert und damit pro-aktiv ein bestimmtes Verhalten fördern will. Bei der Kriminalisierung von Drogen lässt sich argumentieren, dass hier das Strafrecht zur moralischen Erziehung angewendet wird und dafür ist es eben nicht gedacht. Menschen die freie Entscheidung zu ermöglichen sich zu schädigen, ist nicht das selbe wie es fördern. Und ich trinke auch gerne, kiffen ist nicht mein Ding. Dennoch unterstütze ich solche Subventionen nicht. Das grade Wein gefördert werden soll hat auch mal wieder einen klassistischen Beigeschmack.
zum Beitrag02.10.2025 , 23:03 Uhr
Im Gegensatz zu Beiträgen zur RV habe Beamte nie in ihre eigene Vorsorge eingezahlt. Eine Absenkung des Rentenniveus wäre viel eher Enteignung, da der Rente reale Zwangszahlungen gegenüber stehen, die nicht anderweitig investiert werden können. Eine Pensionskürzung oder Kürzung der Bezüge wäre viel eher mir sowas wie Kurzarbeitergeld zu vergleichen. Eine Reduktion der Auszahlung auf Basis der Veränderung der wirtschaftlichen Bedingungen des Betriebes (Staat). Und zu ihrem 1% Ding. Ich habe Beamte in der Summe nicht als Marxisten erlebt, die an radikaler Umverteilung interessiert sind. Wenn sie sich also nicht für so eine Lösung kollektiv (z.B. über den Beamtenbund) stark machen mit der „Wie müssen alle den Gürtel enger schnallen“-Logik ansonsten scheinbar kein Problem haben, bin ich ehe für Kürzungen bei Beamten als beim eh schon mageren Bürgergeld oder anderen Sozialleistungen und Steuerzuschüssen in Sozialversicherungen. So vertritt halt jeder seine Interessen. Ich bin das Gejammer von Beamten hier leid, die auf jede Idee kommen um den Status quo zu rechtfertigen.
zum Beitrag02.10.2025 , 14:39 Uhr
Muss man nicht. Aber es wäre eben auch mal nett von all jenen, die sich nicht entscheiden wollen konkrete Lösungsvorschläge zu vernehmen, die nicht ideelle Hirngespinste sind, sondern auch die faktischen politischen Realitäten und die Umsetzbarkeit berücksichtigen.
zum Beitrag02.10.2025 , 14:04 Uhr
Also de facto nicht um eine historische Karte eines als Palästinensisch bestimmten Gebiets, die eben neben der durch den Völkerbund legitimierten Grenzziehung, irgendeine darüber hinausgehende Tradition oder Geschichte hätte. Der Begriff historisch insinuiert Anderes. Wir sprechen ja auch im allgemeinen z.B. bei der Karte des deutschen Reichs 1912 selten von der historischen Karte Deutschlands, obwohl das sogar treffender wäre, sondern nennen die politische Entität unter der Gebiete kontrolliert wurden zur Einordnung mit. Richtig von Bax wäre also gewesen „die Karte des ehemaligen britischen Mandatsgebietes Palästina ohne Transjordanien, also nach 1923“. Und sie wissen genau was Bax damit versucht. Er versucht sprachlich ein historisches Palästina zu konstruieren was es als irgendeine Staatsform oder in klaren Grenzen so nie gegeben hat. Das ist Geschichtsverzerrung und das sollte man einfach, wenn man sich der Wahrheit verpflichtet fühlt, auch als Person anerkennen, die für einen modernen palästinensischen Staat eintritt.
zum Beitrag02.10.2025 , 13:23 Uhr
Auch interessant… Wer ist denn für sie Muslim? Lesen Sie alle arabisch/ türkisch aussehenden Menschen als Muslime, wenn sie sich mehr positive Erzählungen über Muslime Wünschen oder meinen Sie wirklich gläubige Muslime? Ich persönlich würde ja anders Worden und mehr positive Erzählungen von und über BI-POC sehen wollen, weil das auch Jesiden, arabische Christen, Ex-Muslime und Konvertiten, Atheisten etc. einschließt und ich ehrlich gesagt keine positive Bewerbung von einer spezifischen Religion für sinnvoll halte. Auch deutsche Konversionsstorys würden ja sonst unter ihre „positive Erzählungen über Muslime“-Kategorie fallen und irgendwie erscheint mir das als wenig am eigentlichen Thema. Aber gut, nur meine Meinung.
zum Beitrag02.10.2025 , 09:07 Uhr
Wieso sollte nach Jahrgang entscheiden bitte gerechter sein? Ab 55 könnte es Argumente dafür geben, weil eine berufliche Umorientierung auch auf dem freien Markt hier statistisch schwer ist. Wobei das auch nicht meinen muss, dass diese Gruppe von Reformen grundsätzlich ausgenommen ist (eine Absenkung der Pension um einige Prozentpunkte wäre denkbar). Aber warum man jemanden mit Anfang 20 schlechter Stellen sollte als jemanden mit Mitte 30 ergibt keinen Sinn. Und am Ende sind Beamte eben eine Minderheit, die nicht selbst zu entscheiden hat ob und welche Veränderungen es in ihrem Dienstverhältnis gibt. Am Ende muss das ein Ergebnis demokratischer Entscheidungen sein. Und da haben etwas mehr Leute zu entscheiden, was sie als gerecht empfinden. Nur fehlt mir der Glaube… wie waren die Zahlen? Ein Drittel aller Abgeordneten kommt auf dem Beamtenverhältnis? Bei ca. 2M. Beamten auf insgesamt ca. 40M. Beschäftigten? Ca. 200 Abgeordnete repräsentieren also bei diesem Thema 2M. Berufstätige… und Richter, die ausurteilen ob eine Änderung rechtlich ok ist sind Beamte… was ein Witz… sehr gerecht.
zum Beitrag01.10.2025 , 15:04 Uhr
Behaupten Beamte nicht immer mit ihren Ausbildungen würden sie in der freien Wirtschaft ein Vermögen machen?
zum Beitrag01.10.2025 , 15:01 Uhr
Ist doch außer bei Richtern und anderen wirklich hoheitlichen Aufgaben doch das beste Argument das Beamtentum abzuschaffen. Und das der ÖD im Angestelltenverhältnis oft nicht mehr zahlen kann, liegt an der Arbeitgeberseite und nicht an den Gewerkschaften. Denn die kleinen und/oder klammen Kommunen bestehen auf Klauseln, dass Eingruppierungen flächendeckend zu gelten haben, weil sie eben sonst in Konkurrenz untereinander treten müssten. Bis auf das wäre die Bezahlung im AN-Verhältnis flexibler zu gestalten. Und ich will nicht die Resterampe im Beamtenprivileg…
zum Beitrag01.10.2025 , 08:51 Uhr
Klar, wenn einem die Kernpflichten nicht gefallen, dann ist es eine „praxisferne Reduzierung“. Nein, es ist der Kern des Beamtenverhältnisses. Alles weitere leitet sich genau aus diesem Dienstverständnis ab. Wer also als Beamter nicht gedenkt seiner Kernpflicht nachzukommen, hat auch keinen Anspruch auf die auf dieser Basis gewährten Kompensationen. Das Verbot des Streiks ist nämlich im Kern ebenfalls auf dieses Dienstverständnis zurückzuführen und mit Nichten die zentrale Einschränkung. Einer der Gründe warum der Verzicht aufs Streikrecht vom Dienstherren mit der automatischen Übernahme der anwendbaren Ergebnisse aus den Tarifverhandlungen kompensiert wird. Die Kernaufgabe wurde Beamten nur in der neuen BRD noch nie abverlangt. Das könnte sich aber in Zukunft ändern. Und wenn wir uns dann nicht auf unsere „zivile Armee“ verlassen können, weil es scheinbar in erster Linie eine Mitnahmementalität gibt… dann wozu das Ganze? Alles Aufgaben die Beamte sonst übernehmen können auch von AN erfüllt werden, klappt in anderen Ländern auch. Was glauben Sie denn warum die Pflichten des Dienstherren gegenüber Beamten, denen gegenüber Berufssoldaten so ähnlich sind?
zum Beitrag30.09.2025 , 20:35 Uhr
Der Deal ist in erster Linie, dass Beamte die zivile Armee des Staates sind und im Kriegs- oder Krisenfall auf dem Posten zu verbleiben haben während wir nicht Beamten und verpieseln können. Dass das als Teil des „Deals“ hier von Beamten fast nie kommt, zeigt mir, dass die meisten Beamten ihren Treueeid entweder nicht kennen oder ernst. Und dann sind sie verzichtbar.
zum Beitrag30.09.2025 , 20:31 Uhr
Wir haben sowieso ein grundsätzliches Problem bei der Steuerverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Insbesondere auch schon jetzt wegen steigender kommunaler Aufgaben und damit steigenden Ausgaben. Auch hier ist eine grundsätzliche Reform notwendig. Es ist nicht populistisch festzustellen, dass es massiver Strukturreformen verschiedenster jahrzehntelanger Organisationsmodelle gibt, die in kleinsterweise auf aktuelle Entwicklungen und Probleme passen. Das Beamtentum ist eines, ebenso Steuerschlüssel. Der Reformstau der letzten Jahrzehnte um in erster Linie Pfründe weniger zu schützen ist toxisch für die Gesellschaft.
zum Beitrag30.09.2025 , 20:24 Uhr
Sie vergessen das Wesentlichste, was viele Beamte gern vergessen und für mich das Kernargument ist warum wir das Beamtentum in dem Umfang nicht mehr brauchen: Die Kernaufgabe, die die Privilegien rechtfertigt ist dem Staat besonders treu zu sein. Das bedeutet z.B. auch im Kriegsfall und Katastrophenfall eben nicht zu fliehen sondern vor Ort die zivile Infrastruktur am Laufen zu halten auch wenn es ein Risiko darstellen würde. Im Zweifel auch für Leib und Leben. Wenn man so will sind Beamte die Zivilarmee des Staates. Na was glauben Sie wie viele Verwaltungsbeamte sich dann noch gern an Ihren Eid erinnern?
zum Beitrag30.09.2025 , 17:34 Uhr
Und wieder sollen die Jungen auf die Privilegien verzichten, die man selbst als selbstverständlich nimmt. Ich halte rechtliche Übergangslösungen, die eine Verschlechterung für Einzelne zu Folge haben für Altersdiskriminierung. Würden Sie sowas auch akzeptieren, wenn es um eine in Zukunft gestaffelte Aufwertung des Beamtentums ginge bei der Sie auf Grund des Alters leer ausgehen? Entweder alle oder keiner. Und nein, ich bin keine junge Beamtin oder will eine werden.
zum Beitrag30.09.2025 , 17:30 Uhr
Mit dem Argumenten könnte und sollte man dann wohl auch Erzieher*innen verbeamten. Schließlich besteht hier auch ein rechtlich abgesicherter Betreuungsanspruch.
zum Beitrag30.09.2025 , 17:28 Uhr
Woher kommt eigentlich immer die Idee bestehende Beamte genießen automatisch Bestandsschutz? Das müsste im Zweifel mal durchgeklagt werden. Kein anderes Dienst- oder Arbeitsverhältnis enthält eine 100% Garantie der Weiterführung bis zur Rente und damit auch ein quasi garantiertes Rentenniveau. Nur doof, dass Richter als Beamte über die Rechtmäßigkeit von Änderungen entscheiden müssten, die erstmal durch ein Parlament beschlossen werden müssten in dem Beamte deutlich überrepräsentiert sind. Hmm… ziemliche Krux.
zum Beitrag30.09.2025 , 17:20 Uhr
Wissen Sie… sollen Beamte doch das Streikrecht im Tausch für den Abbau ihrer Privilegien bekommen. So schlecht wie der ÖD mittlerweile organisiert ist und auch was man so an Haltungen von Beamten zu Gewerkschaften hört (wieso sollte man schon 1% vom Brutto zahlen…) erwarte ich da keine großen Störungen. Feuerwehr und Polizei ggf. ausgenommen, aber da wird es wie im Gesundheitsbereich eben Notdienste geben und die gehören sicher nicht zu den überbezahlten Beamten. Ich fände das besser als immer die automatische nachträgliche Anpassung ohne sich an den Arbeitskämpfen überhaupt beteiligen zu müssen.
zum Beitrag30.09.2025 , 14:14 Uhr
Ich würde gerne mal wissen, was Bax hier mit Karte des „historischen Palästina“ meint. Um welche Zeit soll es sich denn bei der historischen Epoche handeln? Das britische Mandat minus Transjordanien? Dann haut das ungefähr hin mit den aktuellen Gebieten. Die Provinz Palästina umfasste damals auch Gebiete des heutigen Jordaniens, also kann es die historische Karte nicht sein. Die römische Provinz erstreckte sich von der Sinai bis in Teile der heutigen Türkei. Also wird es diese auch nicht sein. Bleibt ja nur eine Teilkarte des Mandates und hier nur vage von historisch zu sprechen suggeriert eine geschichtliche Tradition dieser Karte, die nicht gegeben ist. Ebenso negiert so ein Wording, dass es sich am Ende eben um die von den Briten definierten Grenzen handelt. Die Karte die wir heute ob nun als israelische oder palästinensisch sehen ist nicht „historisch“ in dem Sinne, in dem wir das verstehen. Und zum ganzen Thema Kulturboykott: Ich meine mich zu erinnern, dass Bax die Ausladung vom Festival in Belgien mal wieder mit allen Mittel verteidigt hat. Ich finde beide Ausladungen falsch, aber für jemanden, der Kulturboykott an sich verteidigt ist es mal wieder absolute Doppelbödigkeit.
zum Beitrag30.09.2025 , 13:10 Uhr
Ihnen ist schon bewusst in wievielten Fleischprodukten geringer Güte ebenfalls Methylcellulose enthalten ist?
zum Beitrag30.09.2025 , 13:07 Uhr
Was Sie als sinnlos empfinden oder ihr Geschmack sind und müssen aber nicht Grundlage für allgemeine Kommunikation sein. Ich kaufe auch selten Ersatzprodukte, aber sagen wir mal Würstchen zum Grillen: Es gibt eben Unterschiede zwischen Brat,- Bock,- und Schinkenwurst. Ebenso gibt es Unterschiede bei den veganen Ersatzprodukten. Die versuchen eben nicht nur den Geschmack, sondern auchdie Kocheigenschaften zu simulieren. Es ist wirklich hart umständlich, wenn ich dann nicht mehr auf den ersten Blick sehen könnte, was sich wie eine Bratwurst verhalten sollte. Und zum Thema es schmeckt Ihnen nicht: wie auch bei tierischen Produkten gibt es massive Unterschiede bei verschiedenen Herstellern. Das beeinflusst ja aber auch bei Fleischwaren nicht die grundsätzliche Bezeichnung der Sache. Und das Chemieargument ist hirnrissig. Lesen Sie doch mal die inhaltlichen einer handelsüblichen Bratwurst und dem veganen Ersatz. Die Liste für den veganen Ersatz ist zwar länger, aber eben nicht wegen der „chemischen“ Zutaten (mal abgesehen davon, dass wir bei allem über chemische Verbindungen sprechen…) Ansonsten viel Spaß weiterhin beim Kochen, aber lassen Sie doch anderen Ihre Entscheidungen.
zum Beitrag30.09.2025 , 12:26 Uhr
Ich verstehe in einigen Kommentaren vorgebrachte Argumentation nicht, dass eine Umstellung wie im Text entweder gar keine Mittel sparen oder sogar mehr kosten würde. Es ist eine einseitige Rechnung. Nehmen wir z.B. die Sozialversicherungen: Aktuell zahlen Beamte nicht ein. Also ja hier würden dem Staat im Kontext des Beamtenverhältnisses mehr Kosten entstehen. Da ja aber alle Sozialkassen stand jetzt sowieso durch Bundesmittel bezuschusst werden, würden sich diese Zuschüsse voraussichtlich reduzieren. (Linke Tasche, rechte Tasche). Während bei der KV für Beamte eine gesetzliche Versicherung wieder attraktiver würde und hier sogar der Abfluss von Mittel in den privaten Sektor reduziert werden könnte. Ebenso sparen die Absenkung der Pensionen, sowie eine Umstellung auf Krankengeld definitiv Mittel (bei Rente, Pension halt eher perspektivisch). Es ist also bzgl. effektiveren Einsatz von Steuermittel ein sinnvoller Reform Vorschlag. Und am Ende wäre eine gestaffelte Abschaffung des Beamtenverhältnisses außer für zentrale Aufgaben wie Polizei, Feuerwehr und ggf. nich einige zentrale Verwaltungsaufgaben eben sinnvoll. Im ÖD arbeiten Millionen Menschen ohne Beamte zu sein.
zum Beitrag27.09.2025 , 22:25 Uhr
Komisch, die Jüd*innen mit denen ich gesprochen habe lehnen Ansätze wie den von Barenboim bzgl. Kulturboykott ab und auch wenn ablehnend gegenüber der aktuellen Regierung und zum Teil auch sehr links, sehen sie grundsätzliche Tendenzen Israel als Staat zu delegitimieren. So hat halt jeder seine Bubble und wie bei jedem Thema können eben Meinungen auch unter Betroffenen auseinander gehen. Aber ständig zu Framen, dass jeder der nicht die oft einseitige Positionen von weiten Teilen der „Pro-Palästinensischen“ Bewegung teilt nur mal mit „den richtigen“ ergo vermeintlich linken und liberalen Jüd*innen reden muss, ist unlauter. (Als hätten auch Jüd*innen in diesem politischen Spektrum alle automatisch die gleiche Meinung.) Vor einigen Jahren war für so eine Diskursführung von Recht mal ein Begriff modern: Tokenism. Was anderes ist das nicht. Ich plädiere dafür nicht immer auf einzelne Stimmen zu rekrutieren sondern vllt mal zu Veranstaltungen in Synagogen oder jüdischen Kultureinrichtungen zu gehen. Viele Stimmen finden nämlich in der medialen Öffentlichkeit einfach gar nicht statt. Und meine Erfahrung ist, dass die Einschätzungen so plural sind wie die jüdische Community selbst.
zum Beitrag27.09.2025 , 10:30 Uhr
Also ich bin ja dem Bier sehr zugetan. Nun nehme ich es allerdings nicht als Nötigung war, wenn mir ein schäumendes, prickelndes Pils vor die Nase gestellt wird. Ob ich es trinke ist schließlich meine Entscheidung. Niemand nötigt Sie also in irgendeiner Form und Art und Weise zu reagieren nur weil Sie etwas ausgesetzt sind, dass Sie attraktiv finden. Also Männer wie Sie müssen sich schon entscheiden: Will man auf das historische Klischee des rationalen, kontrollierten Mannes rekrutieren oder sind Männer nun irrationale, triebgesteuerte Wesen, die nicht zu bewussten Entscheidungen und emotionaler Kontrolle fähig sind. Erstere Setzung ist immer noch Basis der Begründung patriarchaler Dominanz. Ist aber das Zweite zutreffender, müssten Sie der erste sein, der eher Frauen die Entscheidungen in wichtigen Fragen überlässt u.a. was Gesetzesänderungen betrifft.
zum Beitrag27.09.2025 , 10:14 Uhr
Sozialstunden sind doch hier ein gern angewandtes Mittel. Warum sollte es hier anders sein, als wenn eine Verurteilung wegen Beleidigung gegen einen Jugendlichen gefällt wird? Jugendliche sind ja auch von diesem Straftatbestand nicht ausgenommen.
zum Beitrag27.09.2025 , 09:44 Uhr
Schöner Punkt am Ende. Ich bin zu jung um mich persönlich an die aufstrebende „Pro-Palästinensiche Szene“ zu erinnern, aber es gab in der Linken immer Gruppen, die völlig unabhängig von der aktuellen israelischen Regierung sich in strammer „Israelkritik“ geübt haben. Bis zum Verüben, Unterstützen und Verharmlosen von Gewalt an Israelis und Juden. Und komischerweise sind die argumentativen Strukturen heute denen seit den 60ern einfach zu ähnlich, als das ich es einfach so glauben möchte, dass sich die Verve mit der sich ins Thema geworfen wird wirklich nur auf die aktuelle Regierung zurückzuführen ist.
zum Beitrag27.09.2025 , 09:24 Uhr
Sie machen da einen interessanten Punkt auf. Haben wir es im Kern aktuell ggf. mit einem „Linken“-Richtungsstreit zu tun, wo verhandelt wird was links-sein eigentlich heißen soll? Zwischen der Fraktionen, die es eher als analytische Position sehen, die inhaltlich begründet ist und einer, die es weltanschaulich und moralisch setzt? Mir fällt nämlich auch immer wieder auf, dass moralische Debatten deutlich über repräsentiert sind gegenüber ökonomischen. Klar Kapitalismus ist doof, aber wirklich für die Kollektivierung der Produktionsmittel streiten? Sich in Gewerkschaften organisieren um zumindest etwas am Problem der Abschöpfung des Mehrwerts zu drehen? Genossenschaften gründen? Alles irgendwie unsexy scheinbar. Stattdessen nimmt dann die Nah-Ost-Debatte plötzlich den Stellenwert eines Hauptwiderspruchs an, dessen Lösung vermeintlich Emanzipation verspricht, obwohl er rein gar nichts mit grundlegenden Fragen linker Politik zu tun hat, wie den oben genannten. Der Lackmustest ist dann gern der grad der Empörung und emotionalen Betroffenheit… das moralische Urteil. Und aus dieser Position wird dann auch gestritten.
zum Beitrag25.09.2025 , 23:34 Uhr
Danke Ihnen. Auch das Sie noch einmal auf den drastisch steigenden Antisemitismus hierzulande hinweisen. War für den Autor anscheinend zu unbedeutend, weniger wichtig scheinbar als wer Fotos von wem wo aufhängt. Das ist Teil des Problems: Bei allen Lippenbekenntnissen vieler „Pro-Pali“ oder „Aber Humanismus“ Vertreter:innen, dass man ja Antisemitismus voll doof findet ist es dann doch erstaunlich, dass dazu nie ein Wort fällt. Außer natürlich man will betonen wie weit an den Haaren herbeigezogen ein potenzieller Antisemitismusvorwurf ist. Jüd:innen werden angegriffen, bepöbelt, beleidigt und der Polizeischutz muss erhöht werden. Aber was soll’s erst Recht wenn sie auch noch die Frechheit besitzen das Existenzrecht Israels zu verteidigen und nicht zu Gruppen wie der „gerechten Stimme“ gehören. Solche Artikel sind Teil des Problems, da sie die realen und konkreten Auswirkungen der aktuellen Diskurse auf eine der vulnerabelsten Gruppen in D. und weltweit unterschlägt. Wo das dem viel gepriesenem humanistischen Ansatz genügen soll… wurde mir noch nicht gezeigt.
zum Beitrag25.09.2025 , 23:01 Uhr
Immer wieder das Geraune über „die falsche Anschuldigung“. Recherchieren Sie doch selbst mal die Statistiken zum Thema bei Vergewaltigung und lassen sich nicht von hochgejazzten Ausnahmefällen aus den Medien in Ihrer Beurteilung leiten.
zum Beitrag25.09.2025 , 22:59 Uhr
Klar objektive Kriterien sind in erster Linie die Kriterien von Männern. Wir haben es verstanden.
zum Beitrag25.09.2025 , 22:57 Uhr
Edit: Alternativ könnte man auch generell von einer Strafverfolgung absehen, wenn Frauen Männer auf der Straße boxen. Wird oft genug nen Grund haben und in den Fällen wo nicht… man kann in nicht alles verfolgen.
zum Beitrag25.09.2025 , 22:56 Uhr
Bin auch dafür schwere Körperverletzung nicht mehr zu verfolgen, damit mehr Kapazitäten für Mordermittlungen frei werden. Man sollte schließlich Prioritäten setzen.
zum Beitrag25.09.2025 , 21:53 Uhr
Ergo rationaler? Dann sollten Sie doch lieber uns die Lösung von gesellschaftlichen Fragen überlassen. Emotionen und Triebe sind da kein guter Ratgeber. Und wie Sie ja selbst zugeben disqualifizieren Sie sich für eine rationale Debatte über z.B. die Frage was ein Tatbestand sein sollte und was nicht.
zum Beitrag25.09.2025 , 15:36 Uhr
Die Stärke der Libido? Ja sicher! Was die Selbstkontrolle ergo die persönliche, charakterliche Entwicklung in dieser Sache angeht haben zumindest auf Basis von Aussagen wie Ihren Frauen den Männern scheinbar allerdings einiges voraus.
zum Beitrag25.09.2025 , 09:51 Uhr
Erneut mit Drohnen angegriffen? Ehm, es gibt Videos die ziemlich klar zeigen, dass es sich bei dem ersten hochgejazzten Vorfall wohl um eine Leuchtpistole handelt. Sieht so kritischer Journalismus aus? Einfach ungeprüfte Behauptungen einer politischen Gruppe mit Agenda zu wiederholen? Außer den Aussagen der Flotilla gibt es überhaupt keine Belege für Drohnen daran ändert auch das Geraune über „unbekannte Dritte“ nichts.
zum Beitrag25.09.2025 , 09:43 Uhr
Ja visuelle Belästigung ist wahrlich ein Problem. Grad im Sommer mit verschwitzen Männeroberkörpern, Nippel sichtbar… Es kostet mich immer meine ganze Willenskraft nicht gleich zum Sprung anzusetzen und das :“Hey Süßer!“ bildet sich schon auf den Lippen. Kurze Hosen sind noch so ein Ding… wie soll man sich bei der Zurschaustellung von straffen Waden denn des Starrens erwehren?! Wer denkt Waden sind seit der Renaissance out, hat wohl nie mit einer Frau gesprochen. Und enge Hosen erst! Huh, man muss es doch auch nicht übertreiben! Was kostet es Männer denn mal ein bisschen Rücksicht auf die weibliche Libido zu nehmen und sich nicht derart aufreizend zu kleiden?! Wer soll so denn einen klaren Kopf behalten? Immer dieses präsentieren der eigenen Reize. Wo ist bloß die gute Sitte geblieben? *Wer Sarkasmus findet darf ihn gern behalten.*
zum Beitrag25.09.2025 , 00:19 Uhr
Ausgerechnet Mutter Theresa in diesem Thread… Sie wissen schon um die Vorwürfe der mangelnden medizinischen Versorgung und Hygiene in den Sterbehäusern die wohl zu unnötigen Toten geführt haben? Oder das Vorenthalten von Schmerzmitteln, weil Schmerzen näher zu Jesus bringen? Potenzielle Veruntreuung von Spenden zu Gunsten des Vatikans… Mutter Theresa ist der beste Beweis dafür, dass eine reine moralische/religiöse Motivation grad nicht das beste Ergebnis bringt. Da lass ich mich lieber von jemandem Pflegen, der Kohle machen will, aber medizinische Standards hat.
zum Beitrag24.09.2025 , 20:26 Uhr
Auf klare Beweise für diese Anschuldigungen von palästinensischer Seite warten wir sicher alle gespannt. Bei den Gräueltaten der Hamas, waren die ja so nett sich selbst dabei zu filmen und es gibt eine ausgezeichnete Dokumentation. Dennoch relativieren Menschen wie Sie stets und ständig… Es gilt wohl „Me too unless you are a jew.“ Die Verbrechen, die hier an israelischen Mädchen und Frauen begangen wurden weiterhin herunterzuspielen und so zu tun als gäbe es auch nur ansatzweise die gleichen Beweise gegen die IDF ist eine absolute Frechheit den Opfern gegenüber. Wir kommen übrigens auch nicht weiter, wenn Sie jede Gelegenheit nutzen der israelischen Perspektive die Palästinensische zum Runderspielen gegenüber zu stellen. Also warum tun sie das? An anderer Stelle reagieren Sie nämlich äußerst empfindlich, wenn Menschen Ihnen auf Ihre einseitige Parteinahme für die Palästinenser mit Antworten kommen die Ihrer sehr ähnlich sind. Nämlich berechtigterweise auf die genozidiale Gewalt der Hamas als Kriegsursache zurückkommen… Aber das ist bestimmt etwas ganz anderes, weil es ja eben um ihr Lieblingstoken geht.
zum Beitrag24.09.2025 , 15:56 Uhr
Bis heute gibt es keine Kompensationsansätze. Gelder für Jugend werden sogar in vielen Kommunen gestrichen. Pro Gemeinde brauch es nämlich nur ein Jugendzentrum. Der Rest ist freiwillige Aufgabe… und über die erlittenen Bildungsverluste machen sich ältere Generationen dann zum Teil noch lustig :“Die Jugend kann ja nichts!“ Und da wundert man sich warum viele junge Menschen den Generationenvertrag eher für tot halten. Erzwungene Solidarität für andere war selbstverständlich hinzunehmen, aber mal was zurück bekommen? Und die Gruppe der Studierenden die ebenfalls unter den Maßnahmen zu leiden hatte wird noch chronischer ignoriert. Für mich war Corona auch eher entspannt. Für mich waren das keine großen Einschnitte, aber so Aussagen wie die von II_Leopardo zeigen wie ignorant viele ältere Menschen (sagen wir ab 30 bei Beginn von Corona) bis heute sind. Zum Haare ausreißen.
zum Beitrag24.09.2025 , 15:34 Uhr
Den Unterschied machen Sie genau warum? Prozesse des Spracherwerbs im Kindsalter sind z.B. recht gut erforscht auf dieser Basis sind begründete Hypothesen über Abbrüche im Lernen insb. für nicht muttersprachliche Kinder gut zu machen. Lässt sich nur nicht so toll in eine Tabelle oder Grafik bringen. Die eben auch nur Visualisierungen begründeter Hypothesen waren. Und Prognosen bzgl. möglicher Maßnahmenfolgen wurden regelmäßig auf Basis der veränderten Lage aktualisiert. Also auch nicht wirklich ein Grund es nicht zur Kenntnis genommen zu haben :“Wir wussten halt nicht wie lange XY dauert.“ Ist hier keine hinreichende Erklärung für das konsequente Ignorieren von Einschätzungen zum Thema.
zum Beitrag23.09.2025 , 23:35 Uhr
Nur weil es schon eine Weile her ist, dass Siedlungen zerstört und Angehörige indigener Gruppen ermordet, deportiert und entführt wurden ist es schon ein starkes Stück so zu tun als wäre das nicht passiert. E wurden weit mehr als 60.000 ermordet. Und ein Mitspracherecht hatte keine dieser Gruppen bei der tollen heutigen Einstaatenlösung. Ebenso ist es ziemlich billig den Mangel an der Forderung eines westlichen Konzeptes (Nationalstaat) jetzt so auszulegen, als wäre die Situation nicht vergleichbar. Es gibt immer wieder Forderungen verschiedener „First Nations“ ihr historisches Land und die Nutzungsrechte zurückzuerhalten. Aber grade bei historisch nomadischen Gruppen ist das eben nicht in Nationalstaatlichen Grenzen abzubilden und auch nicht gewünscht. Kompensationen für das Land und die Verbrechen erfolgten ebenso nie oder nur in homöopathischen Dosen… Alle Staaten der Amerikas und Australien sollten erstmal ihre Existenzberechtigung checken und Aufarbeitung leisten, bevor sie sich in Projektion versuchen.
zum Beitrag23.09.2025 , 23:08 Uhr
Ja wir können Mediziner:innen ausbilden… Die dann mit dem teuersten Studium im D. finanziert durch alle in die Schweiz oder USA auswandern, weil man da mehr verdient. (Ca. 37.000 Euro im Jahr mal 6 Jahre macht ca. 220.000 Euro, ohne Bafög. Alles auch gezahlt von u.a. dem Maurer, der vllt ne neue Hüfte mal braucht und weniger gute Auswanderungs- und Verdienstaussichten durch die nicht in erster Linie staatl. finanzierte Ausbildung hat). Wir haben bei Ärzt:innen ein negatives Einwanderungssaldo. Als Antwort kommt dann wieder der Braindrain durch uns z.B. in Form von rumänischen Ärzte… Ich bin dagegen in D. mehr teure Studienplätze zu finanzieren ohne, dass eine Abwanderung (gerne nur außerhalb der EU) kompensiert werden muss. Entweder muss es die Ausgebildete Person selbst zurückzahlen oder eben der zukünftige AG eine Ablöse. Ebenso wäre es bei der Anwerbung von Fachkräften durch uns zu handhaben.
zum Beitrag23.09.2025 , 22:47 Uhr
Und all diese „weichen“ Faktoren können bei der besser bezahlten Stelle ebenfalls gegeben sein und sind es dadurch das z.B. vllt nicht so unterbesetzt ist es sogar eher. Warum sollte dann eine Pflegekraft auf das bessere Gehalt verzichten? Aus purer Nettigkeit und für den Applaus vom Balkon?
zum Beitrag23.09.2025 , 16:16 Uhr
Vorher über die psychosozialen Folgen zu spekulieren war/ist/wäre ungefähr so seriös/unseriös wie auf Basis von Rechenmodellen die Verbreitung eines Virus zu ermitteln zu versuchen. Warum schätzen das viele anders ein? Weil die durch wissenschaftliche Forschung und Praxiserfahrung gestützte Expertise von u.a. Soziolog:innen, Kindheitspsychololog: innen, Sozialarbeiter:innen, Erzieher:innen, (Grundschul)Lehrer:innen usw. Systematisch entwertet wird und wurde. Halt nicht so magisch überzeugend wie vermeintlich objektive Mathematik (kein Problem mit den Rechenverfahren, aber Modelle sind eben nur so gut wie die herangezogenen Daten). Das es sich bei allen diesen Professionen eher um weiblich geprägte handelt… vllt nur Zufall. Es haben regelmäßig Fachkräfte davor gewarnt, dass insb. die Entwicklung im frühkindlichen Bereich durch die Maßnahmen beeinträchtigt wird. Wollte keiner hören oder im Anschluss Geld rausrücken um gezielt in die Aufarbeitung zu gehen. Und das ärgert mich bis heute. Auch wenn ich die Maßnahmen als solche nicht besonders kritisch sehe, bzw. auf Grund der Situation klar war, dass auch erstmal Entscheidungen getroffen werden müssen, die ggf. nicht optimal waren.
zum Beitrag14.09.2025 , 11:54 Uhr
Ach jetzt kommt die übliche Strategie. Man denkt nicht nach, was man eigentlich so für Setzungen macht und werden die Implikationen angesprochen, dann sind es „böswillige Unterstellungen“. Sie Normalisieren hier konsequent das Stehlen von Hilfsgütern unter dem Deckmantel der vermeintlich „objektiven“ Beobachtung. Und einzige Praxisbeispiel, was Ihnen für außerhalb Gazas einfällt, hat überhaupt keinen Vergleichswert. Alk-Schmuggeln ist nicht das selbe wie die Straße runter jemanden hungern zu lassen, weil man Kasse machen will. Das wusste sogar die Mafia und hat eine Menge sozialer Projekte finanziert.
zum Beitrag13.09.2025 , 21:49 Uhr
Dann wäre es auch u.a. Ihre Aufgabe mich zu kritisieren, sollte ich Nahrungsmittel veruntreuen. Das Brecht sicher nicht dafür plädiert hat die Moral fahren zu lassen wissen Sie. Das Zitat ist ähnlich gern verkürzt genutzt wie Adornos: „Es gibt kein richtiges Leben im Falschen.“ Mit einer solchen Attitüde lässt sich jedes amoralische Verhaltne rechtfertigen. Ich hoffe nur Sie sind konsequent in der Anwendung Ihrer Überlegungen. Mein Eindruck war das bei Ihnen bisher nicht. Sie bringen das nur in Stellung, wenn es für die Partikulärinteressen, die Ihnen zusagen hilfreich ist.
zum Beitrag13.09.2025 , 16:35 Uhr
Also ich sehe das anders. Wenn zu wenig Nahrung vorhanden ist, ist es an amoral kaum zu überbieten in einer solchen Situation auch noch Profit aus der Lage zu schlagen. Und wer ist denn die Oberschicht, die für ein solches Vorgehen die Verantwortung trägt?
zum Beitrag13.09.2025 , 16:34 Uhr
Würde mich persönlich nicht wundern. Das Mehl in den Teigwaren ist aber u.a. eines der Produkte, wo man davon ausgehen kann, dass es auch in großem Umfang als Hilfslieferung ankommt. Und der kommerzielle Handel läuft aktuell nur mit von Israel zertifizierten und kontrollierten Händlern. Kein Wort im Artikel, dass es sich um einen solchen handelt oder die Waren von einem solchen gekauft wurden. Einfach dürftig der Bericht.
zum Beitrag13.09.2025 , 16:28 Uhr
Vermutungen zu äußern, die in erster Linie eigene Erzählungen stützen hat ebenfalls Methode und das tun Sie so wie auch die zitierte UN-Mitarbeiterin. Von einem sich als kritisch verstehende Journalismus erwarte ich aber eben nicht einfach Aussagen zu reproduzieren, sondern eben in die kritische Nachfrage zu gehen. Was es nützen soll Organisationsvertreter:innen Fragen zu stellen, wenn man erstmal ihre Behauptungen für ggf. Undifferenziert hält? Ihr Ernst? Na dann können wir uns ja grundsätzlich mit Gesinnungsjournalismus begnügen… Ja ich will die Namen der Beteiligten wenn möglich. Wird schwer, aber zumindest den Effort herauszufinden wer beteiligt ist. Also ist es für Sie grundsätzlich vertretbar, dass sich Akteure aus Gaza an der eigenen Bevölkerung unlauter bereichern? Ich wills nur wissen, weil ihre saloppe „dann gibts halt Schwarzmärkte“-Antwort darauf hindeutet, dass Sie keinerlei Problem mit diesem Umstand haben. Ich habe da andere Ansprüche an Menschen.
zum Beitrag13.09.2025 , 10:51 Uhr
Den ich gelesen habe und der ebenfalls A.) die Tatsache feststellt, dass kostenlose Lieferungen u.a. des WFP verkauft werden B.) die Frage ebenso umschifft, wer hier verkauft, wie an die Waren gelangt wird und warum kostenlose Güter verkauft werden. „Korrupte Banden“ ist mir etwas wenig. Und es bleibt die Vermutung, dass auch die Hamas hier ordentlich verdient. Auch die Behauptung die meisten Plünderungen werden von Zivilisten verübt, erscheint komisch, wenn im Anschluss große Mengen Lebensmittel scheinbar nicht in Mägen, sondern auf Marktständen landen. C.) Ebenfalls darauf verzichtet kritische Nachfragen u.a. an UN-Mitarbeiter:innen zu stellen, die ja regelmäßig geleugnet haben, dass es in großem Umfang zur Zweckentfremdung von Hilfsgütern kommt. Was eine der Kernbegründungen für die GHF ist und war. Einfach irgendwelche Artikel zu verlinken beantwortet nicht automatisch Fragen. Und selbst im Artikel steht, dass sich u.a. Von der UN gemachte Angeben nicht unabhängig prüfen lassen.
zum Beitrag12.09.2025 , 20:27 Uhr
Klingt für mich nach vielen Worten um sich der Frage nicht stellen zu müssen: Wer stiehlt die Hilfsgüter und verkauft sie weiter? Das es potenziell zu wenige sind berührt diese Frage nur bedingt. Und unabhängig von „Unabhängiger Berichterstattung“ wird hier einfach durch die Schilderung klar, dass Akteure kostenlose Güter verkaufen. Die Fragen müssen lauten: Wer, wie und warum?
zum Beitrag12.09.2025 , 12:01 Uhr
Also… es kommen kostenlose Lebensmittel rein. Von internationalen Hilfswerken, USA und Israel. Aber diese Lebensmittel sind zu teuer und daher haben viele keinen Zugang… warum nochmal kosten die Sachen Geld? Wie kommt es dazu, dass kostenlose Güter verkauft werden? Wer verkauft und wie kommen die Verkäufer an die Kontrolle über die kostenlosen Waren? Könnte die TAZ das vielleicht mal bei der UN und den Unterorganisationen erfragen? Es ist ja offensichtlich nicht Israel, das die Waren verkauft und damit dafür sorgt, dass Menschen bei der Weiterverteilung leer ausgehen, weil sie kein Geld haben. Wer bereichert sich hier unlauter?
zum Beitrag11.09.2025 , 14:59 Uhr
Auch mein Eindruck. Und das obwohl Klasse sehr viel eher darüber entscheidet, ob man überhaupt irgendwas mit Kultur macht und auch ob man Erfolg hat. Also grade in diesem Feld der härteste Exklusionsfaktor ist. Aber ist ja egal, darf das Bürgerkind sich halt Arbeiter:innenbiographien für den finanziellen Erfolg aneignen. Wen interessiert schon der Pöbel. Zentrale Frage ist, ob wir ihr den Ferrari gönnen.
zum Beitrag10.09.2025 , 12:45 Uhr
Aha, nur das Erbvermögen? Warum nicht das aktuelle Vermögen? Weil es dann auch Ihre Generation und deren aktuellen Vermögensaufbau treffen würde?
zum Beitrag10.09.2025 , 12:44 Uhr
Was Sie und viele andere immer als Drohkulisse aufbauen „Dann verprasse ich alles!“ ist mitnichten so schlimm wie Sie denken. Das „verprassen“ ergo Konsum kurbelt die Wirtschaft bzw. deren Kreislauf deutlich mehr an, als „Investments“ in Form von totem Kapital, was sich auf Basis der Arbeitsleitung anderer bitte stetig vermehren soll (Entzug des Mehrwerts der Arbeit, anstatt mehr Lohn zu zahlen, also auch hier Entzug von Konsummöglichkeiten). Und gehen Sie ruhig in Teilzeit. Wahrscheinlich werden dann recht gut bezahlte Stunden für andere frei. Wenn Sie Ihren Lebensstil und das „Verprassen“ mit Teilzeit finanzieren können ist doch gut. Es ist einfach stand jetzt viel zu viel „Wert“ dem Wirtschaftskreislauf entzogen. Auf lange Sicht ist das für niemanden gut, auch wenn es als individuelle Entscheidung durchaus Sinn machen kann. Aktuell haben wir halt Kapitalismus und der funktioniert nur, wenn Geld-, Waren- und Konsumkreisläufe funktionieren. Das ist aber aktuell nicht der Fall. Die Akkumulation großer Teile der Wirtschaftsleistung auf den Konten unterbricht diesen Kreislauf in zu hohem Maß.
zum Beitrag07.09.2025 , 10:58 Uhr
Ich will Ihnen inhaltlich gar nicht widersprechen. Aber es entsteht leider oft der Eindruck, dass insb. Boomer bei Fragen nach großem Strukturänderungen und Reformen oft eher die Haltung haben:“Das ist nicht unsere Aufgabe, macht ihr das mal und zu unserem Ungunsten schon mal gar nicht.“ Also eine fehlende Bereitschaft anzuerkennen, dass man sehr wohl in der Verantwortung steht aktiv für verpasste Weichenstellungen grade zu stehen und ein Fokus, der selten jemandem etwas gönnt außer einem selbst. Natürlich sind nicht alle so. Aber ich höre wenig Vorschläge für grundsätzliche Reformen, von denen auch Jüngere profitieren würden. Werden diese gefordert ist die Reaktion meist eher:“Stellt euch nicht so an, uns ging es sowieso viel schlechter und seid nicht so faul. Ihr müsst halt was leisten!“ Das fühlt sich nicht nur wie purer Hohn an, es ist purer Hohn. Dabei wären grade die, die bald durch ihr Alter sehr abhängig werden von sozialen Strukturen gut beraten einen Sinn für Solidarität und Gegenseitigkeit zu bewahren. Umverteilung ist notwendig, aber ohne die demokratische Mehrheit der Boomer nicht zu machen.
zum Beitrag07.09.2025 , 03:47 Uhr
Die durchschnittliche Wohnungsgröße als Argument, warum es den „Jungen“ so gut geht… really? Schauen Sie sich doch mal die Daten an und dann überlegen Sie, ob sich das Argument wirklich halten lässt.
zum Beitrag07.09.2025 , 03:43 Uhr
Arbeitsplätze entstehen nach Bedarfen und Möglichkeiten. Sie werden nicht „aufgebaut“. Es werden auch wieder eine Menge dieser Arbeitsplätze wegfallen. Geld und anderes erben nie alle. Und wie Sie selbst schreiben: Dem stehen absurd hohe Schulden Insb. In Form maroder Infrastruktur und Investitionsrückstand gegenüber, was die tollen „aufgebauten“ Arbeitsplätze massiv gefährdet. Solche Probleme jetzt auf Politiker allein schieben zu wollen ist ziemlich faul. Meines Wissens müssen die nämlich gewählt werden und das will mal wieder niemand gewesen sein… Es wäre auch im Sinne der Boomer endlich mal in die Puschen zu kommen und für soziale Strukturreformen zu streiten. Sonst wird es auf lange Sicht eben in Rente und Pflege nicht rosig werden egal wie oft man mit den Füßen aufstampft. Die Jüngeren stampfen dann nämlich nicht, sondern gehen wenn wo anders bessere Chancen gibt. Dann kann man sich das ganze Gerede von der Lebensleistung in die Haare schmieren. Zum erwirtschaften ist dann niemand mehr da (oder nach aktuellen Prognosen sowieso zu wenig). Die Jüngeren haben mehr Zeit das Ruder noch rumzureißen oder um flexible zu reagieren…
zum Beitrag04.09.2025 , 17:22 Uhr
[...] Beitrag entfernt. Bitte beachten Sie die Netiquette. Vielen Dank! Die Moderation
zum Beitrag03.09.2025 , 00:55 Uhr
Boomer… oder eine Generation, die nie für irgendwas verantwortlich ist, außer es ist positiv. Jetzt sind nach den Jüngeren, die angeblich zu viel in den Urlaub fahren und nicht mehr arbeiten wollen auch noch die Älteren, die ja alles versaut haben. Man selber hat nie was gekauft, ist nie in den Urlaub, hat nie für irgendwas gewählt und nur geschuftet. Sicher…die perfekte Lebenslüge. Wir alle wissen, dass das nicht stimmt. Schließlich sind wir oft eure Kinder und haben durchaus im wahrsten Sinne mit erlebt, wie das Leben so war. Ihr war und seid die größte Wähler:immer-Kohorte in der Geschichte der BRD. Wer hat Blüm denn gewählt? Was haben Sie denn damals gegen die Umstände getan, die Sie jetzt zur eigenen Entlastung in Stellung bringen? Die wandelnde Verantwortungslosigkeit. Deswegen haben die meisten Jüngeren keinen Bock mehr auf einen sogenannten Generationenvertrag. Wer Verantwortungslosigkeit lebt muss keine Verantwortungsübernahme erwarten.
zum Beitrag02.09.2025 , 22:07 Uhr
Übrigens freut es mich, dass Sie hier die Grenzen von 67 anerkennen, da Sie den Beginn der Besatzung hier datieren. Da wir ja schon an anderer Stelle die Ehre hatten und dort nicht klar wurde, ob Sie selbst die ursprünglichen Grenzen von 48 oder die grüne Linie von 49 akzeptieren würden sind wir uns doch näher als selbst Sie vllt glauben. Damit reduziert sich das Problem im wesentlichen auf West-Jerusalem und die Siedlungen. Wobei beim Thema Siedlungen Israel 2005 durch die Räumung Gazas bereits gezeigt hat, dass sowas für eine dauerhafte Friedenslösung nicht undenkbar ist. Oder die Siedlungen werden eben Teil palästinensischen Staatsgebiets. Dann wohnen eben auch Juden in Palästina. Eine internationale Verwaltung Jerusalems wird wohl nicht mehr machbar sein, wie ursprünglich geplant, auch wenn es eigentlich eine elegante Lösung wäre… Es stehen harte Verhandlungen ins Haus und die PLO könnte sich dies bezüglich auch aktuell bewegen. Es wäre eine große historische Geste, die einen Willen für Frieden in der Zukunft beweisen würde.
zum Beitrag02.09.2025 , 21:48 Uhr
Gut, dass Sie das noch einmal im Kontext setzen und natürlich ist die Politik in keinem Staat über Kritik erhaben. Zu bedenken sind hier aber durchaus noch zwei Punkte zu Fragen von Kritik an Israel: Wenn die geäußerte Kritik oft über die Maßen einseitig ist und die historische Genese bzw. Eskalationsspirale, die für die aktuelle Situation gesorgt hat , oft derart einseitig auf Seiten israelischer Akteure sieht, ist es fast schon unmöglich in einer Gegenrede nicht über die Maßen parteiisch zu wirken. Im dieser Einseitigkeit und den damit verbundenen Setzungen schwingt leider oft (potenziell) min. Sekundärer Antisemitismus mit. Und der Diskurs wird eben meist mit „Israel-Kritik“ und nicht „Palästina-Kritik“ begonnen. Der zweite Punkt ist, dass ich so Wortkonstruktionen wie „Israel-Kritik“ schon ablehne. Auch das zeigt wie sehr Israel in Diskursen anders gesetzt wird. Wo streiten wir denn über z.B. Russland-Kritik oder Türkei-Kritik? Wir kritisieren immer die russische/türkische Regierung und trennen zwischen dem Staat an sich und Akteuren in ihm. Der Begriff „Israel-Kritik“ impliziert aber sofort die Notwendigkeit einer grundsätzlichen Kritik am Staat an und für sich.
zum Beitrag02.09.2025 , 15:53 Uhr
Na was ein Glück für Sie, dass im autoritären Russland die Repression so ist, dass es keine sozialistischen Gruppen gibt die sich international auf einer Ebene wie den Falken vernetzen können und Sie den Beweis daher schuldig bleiben können.
zum Beitrag02.09.2025 , 12:03 Uhr
Sie haben durchaus Recht mit den Fragen, die an die israelischen Verbände gestellt werden können und das hier Debatten zu führen sind. Ihre erste Setzung gleich das Thema linken Antisemitismus mehr oder weniger auszuklammern entwertet aber schon ein Stück, Ihre sonstigen Überlegungen. Es muss schon gefragt werden, warum im Umgang mit Israel und israelischen Organisationen oft ein Doppelstandard zu beobachten ist und eine Abwägung verschiedener möglicher Motive, Absichten und Inhalte meist sehr viel eher dazu tendiert negative Intentionen zu unterstellen. Das komplett davon zu lösen, dass sich bei den Betroffenen nun einmal mehrheitlich um Jüd:innen handelt (auch wenn natürlich muslimischen Israelis mit betroffen sind) ist ahistorisch und reduktionistisch. Es ist in etwa so wie vorzuschlagen die aktuelle Debatte um Migration nach Europa von der Frage nach Motiven des antimuslimischen Rassismus zu trennen.
zum Beitrag01.09.2025 , 17:24 Uhr
Wer mit dem Iran strategische Bündnisse eingeht ist sicher nicht gemäßigt. Aber wir wissen ja schon, dass für Sie gegen Israel am Ende alles geht und sowas wie ein moralischer und politischer Maßstab für jene die gegen das Existenzrechts Israels agieren obsolet ist. Zum Rückkehrrecht hatten wir ja an anderer Stelle schon die Ehre. Ja, dass ist eine völkerrechtlich kaum zu argumentierende Extremposition, die in keinem anderen Setting diskutiert wird. Geschweige denn zur Anwendung kommt/kam.
zum Beitrag01.09.2025 , 13:20 Uhr
Danke für die Links, auf die bin ich erstmal nicht gestoßen. Es bleibt aber dennoch auffällig, dass die Gruppe quasi nur im Kontext der internationalen Falken auftritt und nichts über Positionen, Aktionen und Organisation öffentlich ist. Zumindest seit 2016/2017 außerhalb der IFM-SEI und ein paar FIDA News. Ich finds shady und das verdammt zum Schattenboxen. Und es untergräbt Ansprüche auf Repräsentativität. Die IYU bewegt sich nach Schätzungen bei 500-1000 Mitgliedern (was sich nicht wirklich prüfen lässt) und die internen Entscheidungsprozesse sind 0 transparent. Zum Vergleich: dt. Falken: ca. 100.000, Hashomer Hatzair Israel: ca. 14000, No‘al: ca. 120.000. Bei diesen dreien sind demokratische Strukturen in Stellung und natürlich bedeuten mehr Menschen auch eine größere Abbildung der Gesellschaft in der eben um Meinungen gestritten werden muss. Die IYU hat u.a. mit Hilfe Norwegens über 130.000 junge friedensorientierte Israelis aus dem internationalen Austausch gekickt. Wem das am Ende helfen soll, bleibt fraglich.
zum Beitrag01.09.2025 , 09:27 Uhr
Ich finde man sollte nicht vergessen wen man hier so streng bewertet. Die Falken sind a.) ein Jugendverband und b.) keine Kaderschmiede, oft eher der Vibe politischer Pfadfinder. Wenn Sie das Statement gelesen haben, dann sind die gegen die dt. Delegation in Stellung gebrachten Taktiken schon heftig. Ich weiß nicht ob sowas eine Präzedenz in den letzten Jahren hat. Gleichzeitig waren die israelischen Gruppen nicht da und wohl auch keine andere Gruppe hat die Position der dt. Delegation unterstützt. Das muss massiv überfordernt gewesen sein und wer keine Übung mit solchem Vorgehen auf der politischen Bühne hat, lässt sich eben auch emotional überrumpelt. Dafür ist die Reaktion sehr gut. Ich hätte mir auch mehr gewünscht, aber man muss auch fair sein. Skandalisieren und eine Debatte führen würde ich lieber über ad hoc Gremien, emotionale Erpressungen, mangelnde Vorbereitungszeit, kompletter Auschluss bei Abwesenheit ohne Vorankündigung, dass ein Beschluss über das Thema ansteht etc. vorangetrieben durch anderen Gruppen u.a. Norwegen. Auch der Verdacht der Vorabsprache bestimmten Akteure liegt sehr nahe. Miese Nummer insgesamt.
zum Beitrag01.09.2025 , 00:42 Uhr
Vielleicht noch eine Ergänzung dazu, warum man (noch) nichts von den Organisationen hört. Trotz der Dämonisierung, die sich als zionistisch verstehende Jüd:innen aktuell erfahren, haben junge idealistische Leute, die sich versuchen für eine bessere Welt einzusetzen und seit Jahren Mitglied in einem Dachverband sind, der sich für interntionalen Austausch und friedliche Lösungen einsetzt, vielleicht einfach nicht damit gerechnet, dass Ihnen so ad hoc die (kritische) Solidarität von Genoss:innen komplett aufgekündigt wird. Das Signal ist klar und so undiffernziert wie irgend möglich. Für Menschen, deren kollektives Trauma sich nicht nur aus der Shoa selbst speist, sondern auch daraus, dass die allermeisten Staaten ihnen keine Zuflucht gewähren wollten, es keine Solidarität gab, hat sowas ggf. weniger den Charakter eines reinen "Richtungsstreits". Ich kenne keine Mitglieder, aber ich kann mir vorstellen, dass es sich schon unfassbar scheiße und schmerzhaft anfühlt und man von den Genoss:innen mehr erwartet hat. Die Gruppen erstmal intern stabilisieren müssen... Aber wer hat heute schon Emphatie für Zionist:innen...
zum Beitrag01.09.2025 , 00:07 Uhr
Meine These ist, dass die globale Linke diese "Populismus-Lücke" der völkischen und nationalen Ansprache grade mit Gaza-Israel füllt. Es taugt gut um ein "inneres" und "äußeres" Kollektiv zu konstruiren. Das erklärt für mich auch warum im Zuge der "israelkritischen" Diskussion alte antisemitische Narrative mit neuer Stärke wieder auftauchen. In New York scheint es schon die Tendenz zu geben die Landlords als überwiegend jüdisch zu setzen. Offene, offizielle Äußerungen sind das noch nicht. Aber es wabert in Kommentarspalten. "Das Gerücht über die Juden" ist da. Auch die seit ein paar Monaten auftauchenden Parolen a la "until Gaza is free, no one of us will be free" bestärken mich in dieser Vermutung. Es erklärt auch die hohe emotionale Mobilisierungskraft, die andere Konflikte nicht erfahren. "Der Zionist" (und damit faktisch die absolute Mehrheit der Jüd:innen) kann konkret bekämpft werden. Und all das was im Fahrwasser mitläuft kann und wird weit von sich gewiesen. Hoffen wir ich irre mich.
zum Beitrag31.08.2025 , 23:41 Uhr
Ich muss noch ergänzen, dass ich jede:m empfehle mal das Statemant der Falken und den dort beschriebenen Ablauf zu lesen. Letztens gab es hier einen Kommentar in der Taz, der auf autoritäre Linke im Kontext der Palästina-Israel-Debatte verwies... Einige liefen Sturm! Das ist ein Paradebeispiel dafür, was damit gemeint war. Solche Taktiken sind generell unwürdig und unter vermeintlichen Genoss:innen um so mehr!
zum Beitrag31.08.2025 , 23:36 Uhr
Ihre Argumentation ist ähnlich stichhaltig wie : "Also ich bin ja kein Antisemit, ich hab ja jüdische Freunde, ABER.." Und, dass Ihnen ausgerechnet nur tote Jüd:innen einfallen um belegen zu wollen, warum die Partei kein Antisemitismus Problem haben kann, entbehrt auch nicht einer gewissen Ironie...
zum Beitrag31.08.2025 , 23:31 Uhr
Ich hoffe das ist eine sehr tiefe Satire, auf den verflachten Diskurs durch soziale Medien und dass sich jede*r mit ein bisschen Reichweite berufen fühlt zu irgendwas aufzurufen oder unqualifizierte Meinungen abzugeben. Anonsten... Gute Nacht.
zum Beitrag31.08.2025 , 23:22 Uhr
Sehr viel Kontext. Ich erweitere Mal zur IYU (Independence Youth Union). Ist zwar die Jugendorganisation der FIDA, aber u.a. besuchten Mitglieder der IYU 2016 ein Camp der DFLP und bezeichneten diese als Partner. Die DFLP ist Mitglied in der „Achse des Widerstands“ und quasi mit der Hezbollah, der Hamas, dem Iran und weiteren verbündet. Laut Jüdischer Allgemeiner haben Mitglieder den 07.Oktober gefeiert. Ich hab versucht zu recherchieren und es ist ziemlich auffällig, dass man quasi nichts von der Gruppe findet. So ca. ab 2016. Ich kann keine offiziellen Sprecher:innen finden. Die Kanäle sind verweist, keine HP, kaum Infos. Nur über die FIDA Seite und das spärlich. Die einzigen Namen, die ich aktuell (2025) finden konnte, über die Teilnahme eines Camps auf Utøya der SU/SV. Dabei war auch ein FIDA Funktionär. Die Struktur der Gruppe bleibt unklar. Satzung, Wahlen wann/wie/wo (scheinbar 2017 das letzte Mal), Gremienstruktur? Ein Rätsel. Demokratische Legitimation? Weiß man nicht. So viel zum Radar der öffentlichen Wahrnehmung. Wer dort nicht stattfindet, kann ja auch nicht kritisiert werden. Vllt wäre das mal eine Aufgabe?
zum Beitrag31.08.2025 , 21:03 Uhr
Sehr interessante Logik: Israelis werden Menschenrechte verweigert, weil sie deswegen einer Praxis ausgesetzt sind, die wir illegitim finden müssen wir Israelis, grundsätzlich aus Verbänden ausschließen. Also eine doppelte Bestrafung und am Ende doch auch selber Schuld, weil Israeli und Israel ja der Staat ist, der diese Politik hat, könnte man ja ändern. Ist ja leicht als sozialistische Gruppe. Wenden Sie diese Logik auch nur bei den Bürger:innen eines anderen Staates an? Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht. In einigen Staaten der muslimischen Welt steht die Todesstrafe darauf den Glauben (Islam) zu verlassen. Daher sollte man alle Akteur:innen und Gruppen aus diesen Staaten von Bündnissen ausschließen, unabhängig der Position, weil sie als Bürger:innen dieses Staates für Religionszwang stehen. Sobald sie sich genug dafür eingesetzt haben die Politik zu ändern bzw. sie geändert ist, sind sie wieder dabei. Bis dahin ist ein Entzug der Solidarität auch betreffend anderer Anliegen legitim. Nicht überzeugend? Genau. Und jetzt Wissen Sie und ich, dass es um das „Verbrechen“ geht zionistisch zu sein.
zum Beitrag31.08.2025 , 18:21 Uhr
Was ist das denn für eine Entscheidung? Es werden Genoss:innen ausgeschlossen, weil sie das Pech haben in einem Staat zu leben, der einen verpflichtenden Wehrdienst für Alle hat und anscheinend die Frechheit besitzen Zionist:innen zu sein. Ergo nicht der Meinung sind der Staat in dem sie leben sei grundsätzlich illegitim. Wenn das kein Beweis dafür ist, dass es schon lange nicht mehr darum geht eine konstruktive Lösung für den Konflikt zu finden und dass die „Schuld-Frage“ im holistischen Sinne nach und nach einfach durch Akte als geklärt gesetzt wird… was soll sonst noch kommen? Ich hab wirklich zunehmend Angst um Jüd:innen weltweit. Und das diese Angst durch „linkes“ Handeln so entsteht hätte ich mir niemals träumen lassen. Jedes Mal wenn so etwas passiert werden ähnliche vergangene und zukünftige Aktionen ins Recht gesetzt. Jedes Mal wird der Entzug von Solidarität und damit auch potenziellem Schutz untergraben. Soll ich den internationalen Falken jetzt noch glauben, dass sie sich im Ernstfall vor Jüd:innen stellen, wenn sie bedroht sind? Insbesondere, wenn diese Jüd:innen auch Israelis sind? Es wird dunkel und der Welt…
zum Beitrag30.08.2025 , 23:54 Uhr
Genau nicht. 194 erwähnt nämlich nirgendwo "Nachkommen", was sich mit Erklärungen in anderen Fluchtkontexten deckt. Hier ist der Absatz, auf den sich diese ganze Debatte um Rückkehrrecht von Nachkommen stützt: "“Palestine refugees are defined as ‘persons whose normal place of residence was Palestine during the period 1 June 1946 to 15 May 1948, and who lost both home and means of livelihood as a result of the 1948 conflict. The descendants of Palestine refugee males, including adopted children, are also eligible for registration.’” Generalversammlung Resolution 302 (IV) vom 8. Dezember 1949 zur Gründung der UNWRA. Diese Formulierung taucht weder in internationalem Recht noch in anderen Erklärungen zu Flucht auf. Wenn also, wie in ihrem Zitat von refugees gesprochen wird sind dies Personen mit einem persönlichen Fluchtgrund. Nachkommen haben maximal einen Anspruch auf Familiennachzug. Wer seit zwei Generationen in den USA lebt hat keinen persönlichen Fluchtgrund. Wer seit 4 Generationen in Gaza lebt keinen Fluchtgrund, der eine Rückkehr z.B. ins Gebiet um Tel Aviv begründen würde. Reperationsansprüche können hingegen vererbt werden.
zum Beitrag30.08.2025 , 23:44 Uhr
Ich habe die Bibel nirgendwo ins Spiel gebracht. Interessiert mich auch nicht. Relevant wäre höhstens die Tora, aber hier auch nur im gleichen Maße, wie es andere Erzählungen religiöser, ethnischer und kultureller Gruppen zu ihrer eigenen Geschichte und Herkunft sind. Ich will von Ihnen, dass Sie uns mal darlegen, auf was Sie Ihre Argumentation aufbauen. Ich widerspreche Ihnen ja nicht. Es gibt eine sehr komplexe Besiedlungsgeschichte für die Levante, die eben auch durch externe Migration und Binnenmigration geprägt war. Auf welche beziehen Sie sich konkret? Und Sie würden ja sicher auch zustimmen, dass die historische Vertreibung der Jüd:innen aus dem Gebiet nicht zu rechtfertigen ist und ein historisches Unrecht ist. Oder ab wann muss sich eine indigene Gruppe eben damit abfinden, dass sie halt vertrieben wurden? Auch hier hätte ich gerne einen Zeitraum und nicht "ist lange her, daher egal".
zum Beitrag30.08.2025 , 23:21 Uhr
Das das Rückkehrrecht verschwindet mit dem Tod der unmittelbar Betroffenen. Nur für die Palästinenser wird anderes behauptet. Geben Sie mir doch mal die Quellen, die ihre Position zum Rückkehrrecht auch für Urgroßkinder und auch Nachfahren von adoptierten Kindern für alle Flüchtlinge behaupten. Die Frage nach der Anerkennung der grünen Linie an Sie, soll sicherstellen, dass wir uns auf ein Mindestterritorium einigen können. Ich bin nicht der Meinung, dass Israel zwei folgende Angriffskriege die auf komplette Auslöschung zielten, Intifadas und Raketen hinnehmen muss. Die Grenzen sind nicht definiert, ergo kann die Grenze Israels auch anders Aussehen. Jede Resolution hat bisher immer wieder bestätigt, das der Verlauf der jeweiligen Staatsgrenzen durch Israel und ein potentielles Palästina verhandelt werden müssen. Weniger als die Grüne Linie ist aber eben komplette Realitätsverweigerung. 1967 schon besser, aber es wird jetzt wohl mehr werden… Auch finanzielle Entschädigungen können natürlich verhandelt werden, dabei sind natürlich aber durch Angriffskriege in Israel entstandene Schäden, sowie Tote in der Bevölkerung ebenfalls zu berücksichtigen und das natürlich hoch.
zum Beitrag30.08.2025 , 23:01 Uhr
Und welche Lösung schwebt Ihnen dann so konkret vor, die sich nicht nur fortschrittlich gibt, sondern fortschrittlich ist? Bitte keine „Das wäre die optimale utopische Lösung in einer perfekten Welt.“ Antwort. Sondern gern was es denn sein soll und wie Sie gedenken es auf den Weg zu bringen, umzusetzen und abzusichern.
zum Beitrag30.08.2025 , 20:36 Uhr
Also sind für Sie alle Menschen, die an einem Ort geboren wurden einheimisch und alle die es nicht sind und sich später ansiedeln Zuwanderer und nicht einheimisch? Nur damit wir uns richtig verstehen?
zum Beitrag30.08.2025 , 20:34 Uhr
Über 20% der Bevölkerung (Sikhs dürfen nicht vergessen werden) also insgesamt eher ein Viertel sind also eine kleine Minderheit… und Minderheiten dürfen neuerdings vertrieben werden, wenn sie nur klein genug sind, oder was?
zum Beitrag30.08.2025 , 20:31 Uhr
Das weiß ich. Ich habe den Punkt gemacht um zu zeigen, dass Israel binnen zwei Jahren schon bereit war klare Grenzvereinbarungen zu treffen. 1948 vor einem Angriffskrieg und 1949 direkt nach einem Angriffskrieg. Die grüne Linie gilt quasi bis heute als absolut unhintergehbar. Und dieses Ergebnis hätten die Palästinenser bereits vor 75 Jahren haben können. Wollten sie nicht, also hat auch Israel diese Linie nie als verbindlich akzeptiert, sie aber dennoch faktisch erstmal respektiert. Es folgten 6Tage-Krieg, Jom-Kippur-Krieg, die erste und zweite Intifada, der erste Gaza-Krieg und Raketenbeschuss aus Gaza und dem Libanon nun noch ein Krieg mit Gaza…. Was glauben Sie sollte auf dieser Basis eine Einigung sein? Insbesondere wenn in dieser Zeit noch drei Angebote israelischer Seite folgten die Sache zu beenden, die ausgeschlagen wurden? Land gegen Frieden wurde nicht gewollt. Welche Zugeständnisse verlangen Sie eigentlich von den Palästinensern für die dauerhafte Aggression?
zum Beitrag30.08.2025 , 14:04 Uhr
Alle Staaten dieser Welt können Israel und Palästina anerkennen wie sie wollen. Solange die Vertretung der Palästinenser keinen Friedensvertrag unterschreibt und irgendeine Grenzziehung akzeptiert sind die Grenzen der Staaten nicht beschlossen. Das ist genau das Vakuum, was seit 48 existiert und 5mal kurz vor einer Lösung stand, die eben von Palästinensischer Seite am Ende nicht akzeptiert wurde. Und heute tun u.a. Sie so als wäre Israel allein für die ungeklärte Grenze verantwortlich. Mit der Ablehnung des ursprünglichen Teilungsplans durch die damalige politische Vertretung der Palästinenser (de facto die arabische Liga) ist dieser Vorschlag nun nicht mehr fest und auch Israel hat entsprechend die Grenzziehung nicht mehr akzeptiert. Waren aber z.B. schon 49 bereit die „grüne Linie“ zu anzunehmen. Und so ging immer weiter. Seitdem haben beide Staaten defacto keine klare Grenze. Eine potenzielle Verschiebung der Grenzen ist in allen Resolutionen enthalten. Darauf stützen sich die Siedler. Das mag man kacke finden, aber es passiert eben auch nicht ohne Kontext.
zum Beitrag30.08.2025 , 10:59 Uhr
Quasi Kolonie… Das Osmanische Reich hat als Kriegsaggressor Gebiete verloren. An Frankreich und GB. Aber natürlich müssen wir einen für die damalige Zeit völlig normalen und legitimen Vorgang anders einordnen, wenn die Aggressoren keine Europäer waren. Hätte das Osmanische Reich nicht versucht mit freundlicher Unterstützung u.a. des dt. Kaiserreich seine Gebiete zu erweitern und den eigenen Machtanspruch zu stabilisieren hätten wir eine andere Geschichte. Aber es ist wie beim Angriffskrieg der arabischen Liga 1948: Vorangegangene Aggression wird ausgeblendet, damit das Narrativ stimmt und wir „gut“ und „böse“ schön klar benennen können, nicht wahr? Wie doof von GB eine imperiale, expansive Großmacht zu zerschlagen. Schließlich sind solche Strukturen ganz toll, wenn sie nicht z.B. britisch sind. Also ich glaube eine Menge Staaten wären bis heute nicht unabhängig, wenn das Osmanische Reich noch bestünde und GB und Frankreich haben am Ende arabische Selbstbestimmung ermöglichst. Nur den Konflikt um einen Teil des Mandatsgebiets Palästina für die Bewertung der Geschichte heranzuziehen ist unredlich.
zum Beitrag30.08.2025 , 09:05 Uhr
Ich wollte nicht wissen, wen Sie als einheimisch betrachten, sondern erstmal was Sie unter diesem Begriff verstehen, was für Sie grundsätzlich einheimisch in einem Gebiet zu sein bedeutet bzw. Autochthon. Indigen kann zwar Synonym verwendet werden, aber ich denke der Begriff ist in der Bedeutung nochmal anders aufgeladen. Also erstmal „Einheimisch“ klären.
zum Beitrag30.08.2025 , 01:51 Uhr
Die Bewohner Gaza und des WJL wollen keine Israelis werden. Und diese Gebiete sind doch nach Ihrer eigenen Logik nicht israelisch, also warum wird ständig so empört darauf verwiesen, dass sie keine staatsbürgerlichen Rechte haben? Die Logik erschließt sich mir nicht. Es würde nur Sinn machen, wenn Sie der Meinung sind Gaza und das WJL sind doch israelisches Gebiet. Und der Teilungsplan existiert nicht in der Praxis, weil die arabische Liga ihn abgelehnt hat, durch einen Angriffskrieg. Das ist der Beginn der Geschichte bzgl. Teilungsplan. Finden Sie die Teilung des Mandats legitim? Finden Sie die UN hat hier Entscheidungsgewalt? Dann wäre es ggf. mal an der Zeit, wenn Sie Druck auf die PLO und die Hamas aufbauen würden irgendeinen Friedenvertrag anzunehmen. Realistisch sind jetzt aber maximal die Grenzen von 67. (Ist auch die faktische Verhandlungsgrundlage.) Nach dem 7.Oktober... sieht die Sache aber nun einmal schlecht aus. Die Grenzen sind nicht festgelegt, gelten als Verhandlungsgrundlage und damit ziehen sich die Siedler jetzt eben darauf zurück, dass das Ergebnis weiterer Verhandlungen auch eine Ausdehnung Israels sein kann.
zum Beitrag30.08.2025 , 01:02 Uhr
Aha, antisemitische Linke sind also eine "Lüge". Die Verklärung des 7. Oktober als Widerstand einschließlich wahlweise Leugnung und/oder Gutheißen und/oder Relativieren der Verbrechen bilden wir uns auch nur ein. „Glory to the resistance“ Demo am 07.10.24 in Berlin war auch nur Zufall. Jüdische Studierende, die gehindert werden Räume zu betreten oder Poster der Geiseln aufzuhängen. Schauen wir international wirds ja noch wilder: "The University of California, Los Angeles, will pay more than $6 million to settle discrimination complaints brought by Jewish faculty and students against the school in 2024 — which included letting antisemitic protesters build a “Jew Exclusion Zone” to block them from campus." NY Post. Und am Ende frag ich immer gerne auch Betroffene und nicht potenzielle Verursacher:innen wie sie die Lage einschätzen und (auch linke) Jüd:innen attestieren Teilen der Linken ein Antisemitismusproblem.
zum Beitrag29.08.2025 , 23:52 Uhr
Verständlich ist vieles. Also die Möglichkeit Motive und Gefühle zu verstehen. Aber Sie stimmen mir doch sicher zu, dass es ganz gut ist, dass die gut 12 Millionen vertriebenen und geflohenen Deutschen aus dem europäischen Osten es anders gehandabt haben (bzw. es für sie anders gehandhabt wurde, eine Abstimmung gab es ja nicht) und das wir nicht den gleichen Standart wie bei den Palästinensern anwenden, dass alle Nachfahren ein Rückkehrrecht haben. Auch für Pakistan und Indien mit 12-20 Millionen Vertriebenen und Geflohenen aktzeptieren wir diesen traurigen Fakt der Geschichte und Fordern kein Rückkehrrecht für ihre Nachfahren 80 Jahre später. Sie ignorieren auch mal wieder, warum das Land verlassen werden musste: die Aggression der arabischen Liga. Wäre der Teilungsplan angenommen worden hätten im "jüdischen Staat" allein 430000 Araber gelebt und 480.000 Juden. (Im arabischen nur 20.000 Juden und 800000 Araber.) Nichts mit Land verlassen geplant. Jerusalem zählt nicht, weil nach diesem Plan weder israelisch, noch arabisch. Bis heute ist es völkerrechtlich ein "corpus separatum".
zum Beitrag29.08.2025 , 23:17 Uhr
Der Beschluss 1948 bezieht sich auf die damals Vertriebenen. Es gilt nicht für die Kinder, Kindeskinder uns Kindeskinder etc. etc. (wird ja bei den Vertiebenen Juden auch nicht so gesehen.) Diese Farce in der Debatte stützt sich auf Resolution 302, 1949 :"UNRWA’s mandate encompasses Palestinians who fled or were expelled during the Nakba, the 1948 Palestine war, and subsequent conflicts, as well as their descendants, including legally adopted children." Das hat keine Grundlage in anderen Resolutionen, die allgemeingültig gemeint sind, keine Grundlage im internationalen Recht und ist einfach keine angewandte Praxis. Also warum sollte es hier anders sein?
zum Beitrag29.08.2025 , 23:06 Uhr
Welcher Völker denn? Und wenn wir hier von einer Vielvölkerei ausgehen, gehen wir auch davon aus, dass es Migration in das Gebiet gab. Also warum problematisieren Sie immer wieder ausgerechnet die jüdische Migration und dass Teile der Migration ins Mandat europäisch war? Was ist daran schlimm? Wenn also die ca. 260.000 heute in der Diaspora lebenden Palästinenser in Europa, die nicht im Gebiet geboren sind zurückkehren würden, wäre das ein Problem? Insbesondere, da sie zu nicht unerheblichen Teilen den politischen Aufbau der Region ändern wollen? Es gibt im Übrigen auch kein Rückkehrrecht für Nachfahren von Geflüchteten. UN-Resolution 194 - Empfehlung, UNRWA-Definition Resolution 302 - ebenfalls nicht bindend. 1. Bezieht sich klar auf die direkt Vertriebenen oder Geflohenen. Die sind fast alle tot. Genauso wie die Menschen, denen Sie Vertreibung unterstellen. 2. Ist einmalig und wird so nirgendwo angewendet. Also gibt es hier keinen Anspruch, nur weil die UNRWA das gern so will. Und wenn Sie diese UN Resolutionen verteidigen, finden Sie sich doch endlich mit der grünen Linie ab. Das nervt an der Debatte am meisten, dieses Cerry-Picking weches UN Verdikt jetzt gilt und welches nicht
zum Beitrag29.08.2025 , 20:49 Uhr
Achso! Plötzlich ist es uns wichtig, was Großbritanien für eine Position hat, wenn es geht ehemalige unter seiner Kontrolle stehende Gebiete in die Unabhängigkeit zu entlassen? Also im Falle Mandat hat sich GB für Israel ausgesprochen. Hier ist das aber selten eine Legitimationslogik. Und Indien war nur vllt etwas pragmatischer als die arabische Liga, dass als freundliche Einigung verkaufen zu wollen ist schon etwas naja, grob. Wir reden von bis zu 20Millionen Vertiebenen auf beiden Seiten. Von denen niemand ein Rückkehrrecht hat oder jemals entschädigt wurde. Und obwohl Indien die Teilung nicht wollte und der massiven Gewalt, die im Zuge der Teilung folgte und den massiven Strömen von Vertriebenen und Flüchtlingen... diskutiert niemand 80 Jahre danach darüber, ob der Staat Pakistan legitim ist oder nicht. Warum eigentlich nicht?
zum Beitrag29.08.2025 , 20:32 Uhr
Was ist einheimisch? Weiter unten schon gefragt. Ich bin auf Ihre Definition sehr gespannt.
zum Beitrag29.08.2025 , 19:33 Uhr
Was ist denn für Sie so „einheimisch“. Wie lange muss man irgendwo Leben um „einheimisch“ zu werden? Einheimisch lässt sich auch mit autochthon oder indigen übersetzen. Na dann legen Sie mal los. Was bedeutet das?
zum Beitrag29.08.2025 , 18:49 Uhr
Hmm komisch, also ich finde für die letzte Zählung vor der Teilung 1941Zahlen von über 20% Hindus. Das fiel dann ganz plötzlich innerhalb von 10 Jahren auf 2%. Also wenn wir das Spiel spielen wollen nur Zahlen after-the fact zu benutzen…
zum Beitrag29.08.2025 , 10:43 Uhr
Ich bin auch dafür, dass wir konsequent darum streiten den Begriff Rassismus gegen Muslime/Muslima zu verwenden, statt Islamophobie. Unter diesem Begriff wird regelmäßig Religionskritik verhindert. Religion ist Ideologie und muss hart kritisiert werden.
zum Beitrag29.08.2025 , 09:52 Uhr
Das Mandatsgebiet Palästina wurde in die Unabhängigkeit geführt. Jordanien und Israel sind unabhängige Staaten und diese Teilung des Mandatsgebiets scheint ja kein Problem. Die arabische Liga hat die historische Chance für einen Palästinensischen Staat 48 verspielt und Ägypten und Jordanien ja auch lieber Gebiete, die für diesen Staat geplant waren besetzt. Und ich weiß, dass es keine weiteren Abstimmungen gab, es geht mir eher um die in der Zeit implizierte Anerkennung von sich als Unabhängig erklärenden Staaten. Was die UN ja getan hat. Sie weisen da auf eine weitere Farce der Debatte hin: Bei jedem anderen heute existierenden Staat akzeptieren wir die einseitige Unabhängigkeitserklärung als Existenzgrundlage. Das hat Israel 48 auch getan. Warum sollte wir uns überhaupt für die Mehrheiten bei der UN interessieren?
zum Beitrag29.08.2025 , 09:46 Uhr
Die Briten wollten ursprünglich einen Staat, aber die sich zuspitzende Gewalt zwischen Hindus und Moslems hat diesen Plan am Ende verunmöglichst. Das diese Probleme den Teilungsplänen für das Mandat Palästina vorausgingen ist es kaum verwunderlich, dass hier auch mit Blick auf die seit Jahrzehnten immer wieder eskalierenden Spannungen sofort eine Teilung forciert wurde. Im Falle Indien und Pakistan hat Indien den Anspruch auf Pakistan fallen lassen, im Falle Israels haben die Arabischen Nachbarn lieber mit einem auf Vernichtung zielenden Krieg reagiert. Meine Fragen bleibt bestehen: Pakistan ist ein durch Gewalt erzeugtes Teilungsprojekt auf Basis von Religion und kein historisch begründeter Staat. Warum sollte man Pakistan anerkennen und Israel nicht?
zum Beitrag28.08.2025 , 15:59 Uhr
„ Für die Annahme des Teilungsplans in den UN reichten 33 Stimmen, weil ein Großteil der Welt noch keine Stimme haben durfte. Aus den damals 57 Mitgliedsstaaten sind heute 193 geworden.“ -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 1948 48 Ja-Stimmen: Redundant? Unfair? Nicht bindend? - Bis heute nur von 147 Staaten anerkannt. Und nu? Wollen wir diese UN-Entscheidungen auch anfangen in Frage zu stellen oder nehmen wir uns nur die Sachen raus die uns passen? Hab jetzt keinen Bock, für jede Staatsgründung seit 48 die jeweiligen Mehrheiten zu suchen. Warum durfte sich Pakistan eigentlich auf Grund des Status mehrheitlich muslimisch zu sein als unabhängig erklären (inkl. Darauf folgender ethnischer Säuberungen auf beiden Seiten), aber mehrheitlich jüdisch geprägte Gebiete im damaligen Mandatsgebiet Palästina hatten dieses Recht nicht? Warum problematisieren wird das eine aber das andere nicht? Warum hat Pakistan unhinterfragt Bestand? Die Lösung solche Teilungspläne anhand religiöser und/oder ethnischer Grenzen zu entscheiden, war oft genug von den Betroffenen selbst gefordert. GB wollte einen Staat. Diese Erfahrung hat die Gründung Israels stark mitgeprägt.
zum Beitrag28.08.2025 , 15:28 Uhr
Und aus der historischen Tatsache, dass Jüd:innen nirgendwo willkommen waren und in den einzigen Staat gezogen sind, der sie mit offenen Armen noch heute empfängt (zumindest seit der Staatsgründung Israels, weil im britischen Mandat waren sie auch nicht willkommen und nicht zu vergessen die ca. 700.000 vertriebenen Jüd:innen aus arabischer Staaten, die Israel aufgenommen hat) schließt man, dass es doch eigentlich heute ein Problem ist, dass dieser jüdisch geprägte Staat existiert? Dass die Gründung und der Charakter des Staates in Frage zu stellen ist, weil die Araber 5!!! Angebote zu einer Gebietsteilung abgelehnt haben? Und man ignoriert den religiösen und kulturellen Bezug, der Grund für eine dauerhafte Besiedlung durch Jüd:innen seit min ca. 3000 Jahren ist und einer der Gründe, warum schon seit 1850 mehr und mehr Jüd:innen und heutige Israel ausgewandert sind und Land erworben haben? Also was soll ihr Einwand? Was soll ihr Kommentar implizieren? Israel räumen und alle Jüd:innen in die Staaten deportieren, wo ihre Vorfahren ursprünglich gelebt haben? Machen wir das auch mit den Arabern die z.B. zwischen 1850-1948 in dieses Gebiet emigriert sind?
zum Beitrag28.08.2025 , 12:37 Uhr
Da das Recht auf die Änderung des Geschlechtseintrags mit der Menschenwürde begründet wird, bedeutet ihr Vorschlag eine grundsätzliche Missachtung der Menschenwürde von Gefangenen bzw. Straftätern. Da die Menschenwürde, aber in D durchaus für Gefangene gilt und nur unter engen Bestimmungen eingeschränkt werden darf, wird ihr Vorschlag wahrscheinlich nicht durchgehen.
zum Beitrag27.08.2025 , 12:36 Uhr
Das „bloße Sicherheitsempfinden…“ und genau diese „die sollen mal aufhören sich so anzustellen“- Haltung fördert nicht unbedingt den netten Austausch. Man will ja auch „bloß die Toilette benutzen“, ich geh auch gern mal aufs Herrenklo, also warum sich da so aufregen. Wenn man möchte, dass die eigenen Bedürfnisse und Ängste gesehen werden, ist es oft ein guter Ratschlag dies auch bei „der Gegenseite“ mal zur Anwendung zu bringen. Schließlich ist eins der berechtigten Argumente dafür, dass Transfrauen (egal wie’s mit dem Passing aussieht),die Damentoilette nutzen können sollten, dass auf der Herrentoillette Gewalt durch Cis-Männer droht. Hier könnte man ja ebenfalls darauf verweisen, dass im Zweifel halt allgemeine Sicherheitsgesetzte greifen und das ein Bruchteil der Cis-Männer gefährlich ist. Ich finde die Klodebatte nachhaltig nervig, weil ich mir schon lange eine Trennung in Pissoirs und Kabinenwünsche (mit mehr Kabinen, die der kürzeren Harnröhre, der kleineren Blase und dem längeren Pinkelvorgang von Frauen Rechnung trägt) damit wäre allen geholfen. Ich hätte auch generell lieber Einzelumkleiden und Duschkabinen. Beim Sport ist die Sache komplizierter… bei vielen Sachen nicht.
zum Beitrag27.08.2025 , 12:18 Uhr
Geht mir ebenso. Linke, die sogar noch hinter ein bürgerliches Rechtsverständnis zurückfallen. Es bewahrheitet sich wohl, dass es kaum etwas gefährlicheres gibt, als den „gerechten Zorn“.
zum Beitrag27.08.2025 , 01:53 Uhr
Die heutigen Nazis, sind auch bessere Gramsci-Schüler als meisten Linken. Eine Methode/ Strategie kann man auch lernen und anwenden ohne die ursprünglich damit verbundenen Ziele zu teilen.
zum Beitrag27.08.2025 , 01:45 Uhr
Wow, eine Gesinnungsjustiz, die eigenen Standards definieren kann und auch entscheidet, für welche Personen diese Anwendung finden, je nach Sympathien. Ein aufklärerisches Utopia. Wird sicher wunderbar, wenn sich so ein Rechtsverständnis durchsetzt.
zum Beitrag27.08.2025 , 01:42 Uhr
Dann muss wohl jemand Liebich verklagen und Richter:innen müssen entscheiden, ob Ihr Einwand Stand hält. Da eines der Sinngehalte des Gesetztes u.a. war und ist Trans-Personen von der Rechtfertigungspflicht zum geänderten Geschlechtseintrag zu entbinden, wenn nicht sogar der wesentliche Punkt, um ihre Würde zu schützen, müsste eben bei einem solchen Rechtsstreit das „Trans-Sein“ von Liebich verhandelt werden. Ginge das durch, wäre dies eine Grundlage andere Trans-Personen auf dieser Grundlage ebenfalls vor Gericht zu zerren. Auch wenn sie gewinnen, hebelt das die Gewinne des Gesetztes potenziell wieder aus. Nachweispflicht durch die Hintertür. Ich denke man kann halt nicht beides haben: Quasi keine Nachweispflicht + Schutz vor sog. „Missbrauch“. Und es bleibt halt auch ein argumentatives Problem. Es mag für die meisten hier offensichtlich sein, dass Liebich faked, aber genau das gleiche Argument wenden sog. „TERFs“ auch bzgl. anderen Trans-Personen an, die für sie offensichtlich Fake sind. Wer soll jetzt entscheiden, was transphob ist? Liebich die Self-ID abzusprechen erfüllt dieses Kriterium nach oft angewandten Logiken bereits. Auch Rechte können trans sein.
zum Beitrag27.08.2025 , 01:27 Uhr
Alleine die Menge der Kommentare im Vergleich zu gefühlt jedem Artikel zu einem anderen derzeitigen Konflikt, sagt doch schon alles. No Jews, no News. Wo sind die Forderungen zu BDS UAE? Gibt’s nicht. Die UN hat im Großen und Ganzen grad wohl auch andere Prios. Aber hier hat es natürlich nichts mit Anti-Schwarzen Rassismus zu tun, wenn nicht die ganze Welt sich in Bekundungen der Solidarität ergehen will. Tja, liebe Sudanesen, nicht relevant, nicht Parolen-tauglich genug die Sache.
zum Beitrag26.08.2025 , 19:26 Uhr
Die Debatte ist schon komisch. Der erste Punkt: Man kann Gesetzte nicht „missbrauchen“ Gesetze sind erstmal wie sie sind und Regeln je nach Bereich zivile, wirtschaftliche oder eben strafrechtliche Bereiche des Lebens. Alles was nicht verboten ist, ist erlaubt und Gesetze werden eben nach bestehendem Text interpretiert bzw. zur Anwendung gebracht. Ist etwas unter einem bestehenden Gesetz möglich, was so vom Gesetzgeber nicht intendiert war wird nicht das Recht missbraucht, sondern das Recht ist ungenügend ausformuliert und und das Recht lässt einen zu weiten Interpretationsraum zu. Eine moralische Debatte a la „aber XY nutzt das Gesetz doof!!!“ bringt mal so gar nichts und hebelt im Zweifelsfall sogar noch zumindest im Argument einen ziemlich wesentlichen Rechtsgrundsatz, nämlich dass wir alle vor dem Gesetz gleich sein sollten aus. Liebich hat jedes Recht dieses Gesetz für sich in Anspruch zu nehmen, nach den für alle geltenden Normen. Wenn einem das Ergebnis nicht passt, dann ist das nicht ein Problem mit Liebich, sondern mit dem Gesetz. Steueroptimierung mag moralisch auch doof sein, aber auch hier liegt das eigentlich Problem in der Ausformulierung der Gesetze.
zum Beitrag25.08.2025 , 15:30 Uhr
Als Fußgängerin und Öffi-Nutzerin, möchte ich in dieser Debatte nicht mit Radfahrenden zwangsvergemeinschaftet werden. Ich habe im Straßenverkehr deutlich öfter Stress mit Radlern, als Autos. Grade wenn es um Zebrastreifen geht, scheinen viele Radfahrer:innen abbremsen oder anhalten als Zumutung zu empfinden. Der gefährliche Slalom um Fußgänger:innen ist da noch das netteste Erlebnis. Man wird auch gerne mal angeblöckt, wenn man einem Zweirad in die Quere kommt. Auch die Kenntnis darüber welche rote Ampel für wen an Fußgängerübergängen gilt scheint nicht so verbreitet, also wird einfach bei Grün für das Fußvolk durchgebrettert. Sicher nicht alle, aber ein nicht unerheblicher Teil und Beinahe-Unfälle hatte ich mit einem Auto fast noch nie, mit Fahradfahrer:innen regelmäßig.
zum Beitrag22.08.2025 , 21:58 Uhr
Nein, Sie haben Recht explizit werden Sie nur punktuell. Eine durchsichtige diskursive Strategie, die man in anderen Kontexten auch gerne als „Dog-Whistle“ bezeichnet. Alle wissen was gesagt und wie es gemeint war, aber da nicht bis zu Punkt Z buchstabiert, kann man es ja leugnen. „Wurde ja nie gesagt!“ Die Einseitigkeit Ihrer Perspektive und Ihr Wording sind aber einseitig genug. Bedurfte es doch nun mehrerer Kommentare, damit Sie die historische Komplexität der Genese der aktuellen Situation auch auf israelisch/jüdischer Seite zumindest abstrakt anerkennen. Wohingegen Sie selbst ohne Korrektur keine Möglichkeit auslassen Ambiguitäten auf arabischer Seite zu betonen.
zum Beitrag22.08.2025 , 16:08 Uhr
Ich kann Ihnen nichts in den Mund legen, was nicht bereits auf der Bedeutungsebene mitschwingt. Sie können sich auch sehr gerne so präzise ausdrücken, dass keine Missverständnisse möglich sind. Zum Rest: Aha, alle „seriösen“ Historiker sind sich also einig, dass die Gewalt die der Gründung Israels vorausging und sie begleitete nicht maßgeblich durch die arabischer Führer der Nachbarstaaten zu Stande kam, die weder einen UN-Teilungsplan (bzw. nur die Gründung Jordaniens) aktzeptieren wollten und durch ihren Angriffskrieg in erster Linie für die folgende Flucht, Evakuierung und ja auch Vertreibung verantwortlich waren? Also so einseitig auf Seiten Israels die Aggression zu sehen markiert jetzt Seriosität? Und die Schönfärberei, der Ermordung und Vertreibung von Jüd:innen aus quasi dem gesamten Nahen Osten ist auch seriös? Die flächendeckende Pogrome sind irrelevant? Sie sind ja so objektiv.
zum Beitrag22.08.2025 , 13:25 Uhr
Auch die „Nakba“ war multikausal. Aber hier muss man sich ja nicht um eine Kontextualisierung bemühen. Hier ist es völlig ok, flächendeckend das Bild marodierenden Zionist:innen und aggressiver Vertreibung für alle zu Zeichnen. Bei Jüd:innen wird es dann ein Exodus, der dann ja irgendwie auch mehr oder weniger freiwillig war, weil Israel als gelobtes Land so verlockend war… Glauben Sie sich eigentlich noch selbst in dem was Sie schreiben?
zum Beitrag21.08.2025 , 20:43 Uhr
Absurd ist, dass Sie etwas als gesetzt sehen, was noch keine Realität ist, nämlich dass allen die Rückkehr verweigert werden würde und unter dieser Prämisse lieber hinnehmen, dass mehr Menschen sterben als sterben müssten. Man kann und sollte von Israel durchaus auch fordern, Möglichkeiten zur Ausreise zu schaffen, aber die Gründe warum dies nicht über eine generelle Grenzöffnung erfolgen kann, die nicht kontrolliert wer, wie die Grenzen überschreitet sollte Ihnen selbst aufgehen. Auch eine Verteilung der Flüchtenden muss natürlich Teil der Debatte sein, aber bei soviel inbrünstiger Solidarität mit denn Schicksalen von Palästinensern, durch Staatschefs und Protestierende, sollte es am Willen ja nicht scheitern. Wir haben es auch geschafft Millionen traumatisierte Syrer aufzunehmen. D. Ganz allein und Lebensmittel stehen in und um Gaza bereits seit Monaten bereit. Ziemliche viele Ausreden, die Sie wahrscheinlich bei keinem anderen Konflikt in Stellung bringen würden. Und zum Irak: Ja die Jesiden können zurück und neben die Menschen ziehen die sie ermordet haben. Der Irak plant großzügige Amnestien.
zum Beitrag21.08.2025 , 10:15 Uhr
Israel geht es um die Kontrolle der Einfuhr von Material. Wo glauben Sie kamen in der Vergangenheit die Waffen und das Raketenmaterial her? Ägypten hat die Grenze auch als sie noch unter ihrer Kontrolle stand nicht geöffnet (wer genug Geld hatte konnte sich natürlich rauskaufen). Rafah wird für die Ausreise nicht geöffnet, weil Ägypten es nicht will. Erinnern Sie sich noch wie gut der „March to Gaza“ angekommen ist? Genauso wie man den Punkt machen kann, dass Personen und Staaten die Israel unterstützen indirekt einen Genozid unterstützen (nicht meine Position, aber sehr populäres Narrativ), kann ich den Punkt machen, dass sich Menschen, die keinen Druck auf Ägypten bzgl. der Gewährung einer sicherer Fluchtroute ausüben wollen indirekt am Sterben mitschuldig machen, weil sie politisches Kalkül über die Möglichkeit von Individuen stellen sich in Sicherheit zu bringen. Und zu ihrem letzten Satz: Haben Sie die Meinung auch vertreten, als der IS Jesid:innen auslöschen wollte und wir sie aufgenommen haben? Viele Siedlungen sind bis heute entvölkert. Haben wir uns hier an einer ethnischen Säuberung mitschuldig gemacht? Nächstes Mal besser lassen?
zum Beitrag19.08.2025 , 23:48 Uhr
Zu Punkt 1: Selbst wenn es so wäre, dass in erster Linie Israel eine Ausreise der P. über Raffah verhindern würde, stünde es Ä. dennoch frei eine Grenzöffnung ihrerseits vorzunehmen und anzukündigen. Die politische Realität wäre, dass Israel offen diesen Schritt auch militärisch unterbinden müsste. Das gegen ein Land mit diplomatischen Beziehungen und Friedensvertrag… Zu 2: Das ist für die Erwägung komplett irrelevant. Egal ob Rückkehrmöglichkeit oder nicht: Wer sind wir aus strategischen Gründen eine sichere Fluchtroute zu verhindern? Was fällt Ihnen eigentlich ein für Palästinenser entscheiden zu wollen bleiben zu müssen? Wer sind Sie zu entscheiden ob Vertreibung schlimmer ist als Sterben? Unter einem Artikel, der offensichtlich zeigt, dass Menschen Gaza verlassen WOLLEN! Der Grund ist erstmal zweitrangig. Oder wollten Sie auch Syrer von der Flucht abhalten um Syrien nicht Assad zu überlassen? Worum geht es Ihnen? Das Prinzip oder das Recht auf Asyl? Und zwar ohne Vorentscheidung von UAE (übrigens grad im Sudan am Völkermord beteiligt, aber das ist ja egal, sind ja keine Kinder aus Gaza. Also ist Lob und antiwestliche, pseudo-kritische Pose angemessen. So toll die UAE…).
zum Beitrag19.08.2025 , 21:54 Uhr
Ja bleiben wir bei ein bisschen Kant… Warum soll sich Kant auf die vermeintliche deutsche Regelarbeitszeit beschränken? Die ist sowieso in der entgrenzten Service-Welt von „ich will immer überall meinen Bedürfnissen entsprechend“ keine Realität mehr. Sonst wären die Supermärkte wie früher auch um 16:00Uhr zu. Dann bitte Rücksichtnahme und tote Straßen für alle. Wer um 02:00 Uhr morgens erst ins Bett kann, will um 10:00Uhr auch keinen Wochenmarkt vorm Fenster.
zum Beitrag19.08.2025 , 11:56 Uhr
Wohnungsmangel ist eher ein Problem der ach so „lärmbelästigten“ ergo lebenswerten Innenstadtlagen. Es ist deutlich einfacher eine Wohnung am Stadtrand oder dem sagen wir mittleren Bezirken zu finden. Sie können ja erwarten was Sie wollen. Ich erwarte von Menschen, die in eine neue Nachbarschaft ziehen vllt mal vorher hinzugehen und zu schauen ob das passt. Der Makler kann dann auch nichts verschleiern und man kann sich eben vorab die Frage stellen, ob man das soziale Leben des Stadtteils in Zukunft mit Ego-Trips veröden will. Kneipen werden nicht allimentiert. Sie sind Wirtschaftsstätten, die Arbeitsplätze schaffen, Gewerbesteuer (wichtig für die Kommunen) abführen, Umsatzsteuer generieren etc. Es ist viel mehr so, dass wir mit jeden Verlust einer solchen Einrichtung als Gemeinschaft den Ego-Trip von Nimbys quersubventionieren müssen. Ich hoffe sehr Sie sitzen nie in der Außengastronomie. Als ehemalige Clubmitarbeiterin kann ich Ihnen nämlich versichern, dass quasselnde Leute um 11:00Uhr auf einen Sonntag vorm Café nach Ihrer Logik genauso als rücksichtslos markiert werden können. Ganz oder gar nicht. Keine Außenplätze für niemanden! Tote Straßen für alle!
zum Beitrag18.08.2025 , 22:39 Uhr
Da es aktuelle in D. eher ein Kneipen und Club sterben als eine Konjunktur der Neueröffnungen gibt, ist davon auszugehen, dass die jeweilige Einrichtung oder eine ähnliche jeweils schon vor den aktuellen Bewohner:innen vor Ort war. Warum ist es nicht Teil der Diskussion um Rücksichtnahme mal zu fragen, warum man a.) direkt in die Stadt ziehen muss (äußere Bezirke haben meist von Haus aus weniger Kneipen und Clubs) und/ oder b.) direkt über/neben einen Laden um sich dann zu beschweren?
zum Beitrag18.08.2025 , 17:42 Uhr
Viele Kneipen und Cafés sind deutliche älter als die Kinder, auf die Sie sich beziehen wollen. Also wusste mans im Zweifel vorher. Und die Verdrängungspolitik der klagetüchtigen Gutbürgerlichen reduziert die Ausgehzonen und belastet die Bestehenden zusätzlich. Das Viertel in dem ich groß geworden bin, war mal ein Studi-Viertel mit Szene-Bars und allem. Jetzt pilgern die Leute und die Kinder der Leute, die diese Bars erfolgreich verdrängt haben in andere Stadtteile und nerven da rum… das ist die Sauerei bei Nimbys, die dann bitte auch nach 22.00 Uhr nirgendwo Außengastronomie nutzen sollen. Wer keine Eckkneipen in seinem Quartier will, soll auch in keine gehen.
zum Beitrag18.08.2025 , 16:58 Uhr
Also ist es mittlerweile in Ordnung Menschen die Flucht zu verweigern, weil es für ein aufnehmendes Land „alles andere als einfach“ wäre. Oder damit regionale Konflikte auf Kosten Dritter geführt werden? Sind Sie sich wirklich sicher, dass Sie diese Position beim Thema Flucht generell vertreten möchten oder ist es für Sie nur in Ordnung Palästinenser daran zu hindern sich in Sicherheit zu bringen und nur auf Ägypten bzgl. Möglicher Überforderung bei großen Flüchtlingsströmen Rücksicht zu nehmen?
zum Beitrag18.08.2025 , 13:12 Uhr
Es ist nicht die Aufgabe von Parteien Gewerkschaften oder andere nicht Partei-politische politische Organisationen zu stärken, sondern unsere. Als (potenzielle) Mitglieder. Mein bescheidene Erfahrung ist aber, dass kaum wer Lust hat sich politisch zu organisieren, über Social-Media-Gelaber hinaus. Soli-Pics ersetzen Organisation und am Ende sollen es die anderen richten, die es eigentlich sowieso auch nicht richtig machen. Und am Ende bleibt man beim Jammern, über Lobbyismus oder sonst was und ist enttäuscht, dass niemand einen so gerettet hat, wie man gerettet werden wollte. Ein Habitus des pseudo-politischen hat schon lange politische Praxis ersetzt.
zum Beitrag18.08.2025 , 09:10 Uhr
Dann stellen sich anschließend die Fragen: Gibt es keine Diaspora in dem genannten Staaten und wenn ja warum nicht? Im Libanon und Jordanien gibt es sie def, fallen dennoch nicht besonders mit konkreten Hilfen auf.
zum Beitrag18.08.2025 , 09:03 Uhr
Dabei könnte es doch so einfach sein: Warum öffnet Ägypten nicht die Grenze? Seit wann finden wir es ok, wenn Fluchtkorridore verhindert werden? Offensichtlich wollen ja Menschen aktuell raus aus Gaza.
zum Beitrag15.08.2025 , 09:01 Uhr
Warum soll ich wenn ich meinen ETF liquidiere Kapitalertragssteuer zahlen um z.B. durch Steuern Renten zu bezuschussen? Warum soll ich als Kinderlose mehr Pflegeversicherung zahlen? Bin schließlich nicht ich, die dem drohenden Pflegedesaster ausgesetzt ist. Warum sollen durch meine Steuern überhaupt Renten bezuschusst werden? Was in die Rente reingeht, geht eben raus. Gibt’s halt für alle Rentenkürzungen in Relation zu den Rentenpunkten. Das wäre ein Umlageverfahren. Usw. Usw. Finden sie alles gut? Weil Sie es potenziell nicht finanzieren müssen? Genau deswegen haben viele junge Leute keinen Bock mehr auf bestimmte Boomer… Tragt euren Teil zum Lastenausgleich bei. Dann hab ich als solidarische Person auch kein Problem schlechter gestellt zu sein als ihr in meinem Alter, weil es die Lage eben grad bedarf. Aber mit der Haltung können wir den Generationenvertrag auch komplett kündigen. Fragen Sie sich mal wer dabei aktuell mehr verlieren würde.
zum Beitrag12.08.2025 , 08:16 Uhr
Ach, also ist Gaza neuerdings israelisches Staatsgebiet? Oder meinen Sie Israel hat Anspruch auf Gaza?
zum Beitrag11.08.2025 , 07:35 Uhr
Die Sorge wäre ernster zu nehmen hätte der Wirt VOR der Aushändigung des Getränks mal nachgefragt. So hätte er zu dem Schaden ja aktiv beigetragen scheint ihm ja „aufgefallen“ zu sein (wenn auch falsch).
zum Beitrag08.08.2025 , 15:52 Uhr
Es ist ziemlich zynisch die Notwendigkeit für viele Frauen stundenlang zu fahren bis sie überhaupt Mediziner*innen finden, die eine Abtreibung durchführen mit: Naja gibt ja freie Arztwahl abzuwatschen. Durch die Dominanz kirchlicher Träger im Sozial- und Medizinbereich gibt es nämlich ggf. Gar kein konfessionsloses KH in der Nähe und wenn nicht unbedingt mit einer Gynäkologischen Abteilung. Wenn weltanschaulich gebundene Träger ihre Strukturen ausnutzen um u.a. bei öffentlichen Ausschreibungen den Zuschlag zu bekommen, weil sie eben niedrigere Löhne zahlen oder über Drittmittel subventionieren zu können um dann ihre Neurose für viele zum Zwang zu machen, hört der Spaß auf.
zum Beitrag06.08.2025 , 21:02 Uhr
Was soll mit denen sein? Übertarifliche Bezahlung erfüllt ja den Tarif und gibt es zwar keinen Haustarif, der besser ist als der Branchentarif sind es ja die Arbeitsverträge (kleinste Tarifeinheit). Eigentlich sollte das nicht zu Problemen führen. Tarifverträge sind ja verbindliche neue Mindestregelungen (die besser sein müssen als die bestehenden u.a. Arbeitsrecht bzw. Diese nicht unterbieten können/dürfen. Solche Regelungen sind nichtig). Europäisches Arbeitsrecht -> Nationales Arbeitsrecht -> Branchentarifverträge -> Haustarifverträge -> Arbeitsvertrag und weitere individuelle Vereinbarungen. Besser werden darfs bei jeder Stufe, nur nicht schlechter.
zum Beitrag25.07.2025 , 01:04 Uhr
Ich kann das Ask Project empfehlen. Wenn Sie sich mal davon schockiert sein möchten, was so im WJL gesagt wird.
zum Beitrag25.07.2025 , 01:02 Uhr
Na, ignoriert da wer die Zustimmungswerte zur Hamas sowohl in Gaza als auch im WJL? Gibt ja scheinbar auch nicht wenige Araber in Europa, die mir der Hamas sympathisieren… Ergo besteht hier nach Ihrer Ansicht dann je wohl eine Rechtfertigungspflicht, die im Zweifel erzwungen werden darf.
zum Beitrag25.07.2025 , 00:56 Uhr
Geiselnahme ist ein Kriegsverbrechen. Echt… Schon geil, wie viel Verständnis man doch für die strategischen Entscheidungen der Hamas aufbringen kann, während man jedes Vorgehend Israels ausschließlich aus einer moralischen Perspektive betrachtet. Die Geiseln haben frei gelassen zu werden, ohne wenn und aber. Ebenso sind die Überreste der Toten zu übergeben. Sie erwarten, dass Israel aus humanitären Gründen Zivilisten in Gaza priorisiert, was einen sehr viel schwerwiegenderen strategischen Nachteil bedeuten würde, als die Geiseln frei zu lassen, aber man muss die Hamas ja verstehen, wenn sie aus taktischen Gründen Israelis misshandelt, vergewaltigt und verschleppt und wie auf einem Basar als Ware betrachtet um ihre Interessen durchzusetzen. Die sicher nicht darin bestehen, die Bevölkerung in Gaza zu schützen oder eine freie Gesellschaft auszubauen.
zum Beitrag25.07.2025 , 00:48 Uhr
Der Unterschied ist, dass diese Menschen eben nach geltendem Recht hätten anlanden dürfen, weil eben kein demokratisches Organ ihnen die Möglichkeit dazu untersagt hat. Erzwingung grenzt schnell an Selbstjustiz. Wer sind die Protestierenden, dass sie denken, dass Sie das Recht haben die Grenzen zu kontrollieren? Wer Gebiet betritt und wer nicht? Finden Sie das grundsätzlich in Ordnung? Warum sollten dann keine Rechten an Häfen verhindern, dass Geflüchtete von Bord gehen können? Beides unterminiert die bisher geltenden Regeln, wer entscheidet wer wo anlegen, hinfliegen, hinlaufen darf. Ist Ihnen nicht die regelbasierte Ordnung wichtig? Oder nur dann, wenn es Ihnen in den Kram passt? Und Russen können unter Spionage Gesichtspunkten ein Sicherheitsrisiko für Europäer und Dissidenten darstellen. Haben sie die Attentate schon verdrängt? Mir wäre nicht bekannt, dass dieses Risiko grad von Israelis ausgeht. Israel teilt hingegen eher geheimdienstliche Erkenntnisse, die potenzielle Terrorakte in der EU verhindern (z.B. Hisbollah Lager in Süddeutschland). Und zum Abschluss: Wären sie auch ok, mit einem solchen Vorgehen gegen türkische Touristen?
zum Beitrag24.07.2025 , 03:05 Uhr
BDS Türkei? Vielleicht ein paar „künstlerische“ Beiträge auf der nächsten Documenta? Tägliche Tacktung und detaillierte Benennung wieviele kurdische Kinder bei türkischen Angriffen gestorben sind? (Eure Redaktion kann den Anfang machen, eine Kolumne aus Kurdistan wäre auch nett.) Genaue Anzahl der Zivilisten, die sterben? Jedes Mal wenn über die Türkei gesprochen wird auch die Besatzung Zyperns erwähnen? Wir sehen ja, dass ein so geführter Diskurs Bewegung in die Sache bringt. Forderung der Aufkündigung der akademischen Zusmmenarbeit, auch Boykott von erdogan-kritischen Künstler*innen, weil sie türkisch sind. Störung von Veranstaltungen auf denen türkische Institutionen sprechen, Demos und Farbattacken vor und auf türkische Botschaften und Konsulate? Ich würde noch die Aneignung und Entweihung der Hagia Sofia als Diskurspunkt mit ins Feld führen (der Museums-Kompromiss war was anderes) schließlich skandalisieren wir auch, wenn andere Politiker ähnliches mit bestimmten Moscheen machen wollen. Aber dafür müsste sich jemand ernsthaft dafür interessieren. Die Kräfte sind leider anderweitig gebunden.
zum Beitrag09.07.2025 , 19:15 Uhr
(4) Sollten Sie sich so ehrlich sein, zu sagen was eine Lösung a la Barghouti faktisch heißt: Einen Staat mit einer jüdischen Minderheit. Wie das historisch mehrmals auch in vormals „egalitären“ Staaten für Jüd:innen ausgegangen ist, wissen sie? Und da es sich dann um einen mehrheitlich muslimischen Staat handeln würde können wir auch gleich nochmal gucken, wie die Entwicklung von mehrheitlich muslimischen Länder in den letzen 50 Jahren so in Bezug auf Schutz von Minderheiten generell und Jüd:innen im Speziellen so war. Sie können sich vllt das Poker:“Hoffen wir mal das Beste!“ leisten. Die meisten Jüd:innen in Israel können und wollen das nicht riskieren. Und das Sie das überhaupt nicht mitbedenken zeugt von dem Grad an Realitätsverleugnung, den diese Debatte prägt… Die zwei Staaten-Lösung ist jetzt nicht realistisch. Sie kann es wieder werden. Eine De-Radikalisierung und eine demokratische Vertretung der Palästinenser:innen wird hierfür aber Voraussetzung sein. Und der Grad an Vertrauen und politischem Willen der in Israel wieder aufgebaut werden muss ist hoch wie noch nie.
zum Beitrag08.07.2025 , 09:02 Uhr
In einer multipolaren Weltordnung werden wohl andere Staaten mehr leisten müssen. Saudi-Arabien und die VAE vielleicht? Schließlich sind die z.B. durch ihre Stellvertreter Kriege im Sudan und Jemen an zwei der größten humanitären Krisenherde direkt beteiligt. Muss halt etwas weniger Geld in Wüstenpaläste auf dem Rücken ausgebeuteter Arbeiter z.B. aus Nepal fließen. Russland mischt im Sudan auch fleißig mit. Vielleicht haben die für die UN auch mehr übrig, wenn sie weniger Drohnen vom Iran kaufen. Die UNWRA können gerne Iran und Katar übernehmen. Dann ist die Beziehung hier zumindest auch mal offiziell. Globaler Einfluss geht auch mit globaler Verantwortung einher. Wenn die USA und Europa weniger Einfluss haben sollen, verringert sich auch ihre Verantwortung für internationale Krisen.
zum Beitrag08.07.2025 , 08:17 Uhr
Sie glauben wirklich, wenn sich Europa nur „besser benehmen“ würde, würden Akteure wie Iran oder China ihre Innenpolitik anpassen? (Mit beiden Staaten pflegt D. Seit Jahrzehnten recht enge Handelsbeziehungen.) Nehmen wir mal die Zeit seit den 70ern… Wo und wie ist das passiert? Die naive Attitüde „Wenn nur Europa voranschreiten würde, dann hätten wir eine bessere Welt.“ Scheitert seit Jahrzehnten an der Wirklichkeit. Das einzige was jetzt real zerfällt ist nicht die regelbasierte Ordnung, die es de facto nie gab, sondern die Scheinheiligkeit mit der sich Akteure auf dieser Basis begegnet sind. Willkommen in der Multipolaren Weltordnung, die ja alle dringend wollten. Wertehegemonie ade. Nicht mehr mit am europäischen Wesen soll die Welt genesen.
zum Beitrag04.07.2025 , 22:48 Uhr
Also, wenn jemand nach dem er oder sie sich gar nicht mehr in D. aufhalten darf, was illegal ist, also rechtlich hier nichts sein sollte, dann hier einen Straftat verübt ist es Rassismus, wenn auf die Strafverfolgung im Zweifel verzichtet wird um den vorgelagerten Rechtsbruch zu korrigieren? Und nur so als Frage: Wenn Thailand darauf verzichtet einen Deutschen wegen Drogenhandel hinzurichten und stattdessen ausweist… ist das rassistisch und sollte nicht passieren? Wenn ein Deutscher im Iran wegen Spionage hingerichtet werden soll, sollten wir für die Verurteilung im Iran plädieren? Es ist Usus, dass Menschen mit anderer Staatsbürgerschaft anders behandelt werden als Staatsbürger. Auf dieser Basis wird auch die Überstellung Maja T. Gefordert. Länder verzichtet regelmäßig darauf Staatsbürger anderer Länder abzuurteilen und praktizieren stattdessen Ausweisungen und Einreiseverbote. Meistens finden wir das sogar ganz gut und nicht rassistisch…
zum Beitrag04.07.2025 , 22:37 Uhr
Das würde dann bedeuten ebenso den Ausreisebescheid zu respektieren, nachdem der Rechtsweg erschöpft ist. Oder ist es hier dann in Ordnung rechtsstaatliches Handeln zu unterlaufen, weil in diesem Fall die Gesetze nicht gefallen? Der rechtsstaatliche Weg die Situation zu lösen wären Anpassungen im Asylrecht, die Bedingungen formulieren wie, ab wann und unter welchen Umständen generell ein unbefristeter Aufenthaltstitel erfolgt. Ka sowas wie nach x Jahren, Sprachniveau x, seit x Jahren in Ausbildung oder Arbeit, keine Straftaten, etc. nachweisen können = Entfristung der Aufenthaltserlaubnis unabhängig von potenzieller Veränderung des Asylbedarfs. Aber sowas höre ich selten als ausbuchstabierte Forderung. In der Regel habe ich den Eindruck, dass viele Personen aus aktivistischen Kontexten keine Bedingungen formulieren wollen. Aber ohne wird schwierig. Oder sind sie der Meinung jede Person die europäischen Boden betritt sollte automatisch eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung erhalten? Wie wollen Sie damit umgehen, wenn sich nach aktueller Rechtslage Personen weigern auszureisen? Ich möchte mal Praktikables hören, nicht nur Kritik, sondern eigene Ideen. Was sind Lösungen?
zum Beitrag04.07.2025 , 15:45 Uhr
@drum Kommt drauf an. Wer keinen Aufenthaltstitel hat begeht nach Paragraph 95 Abs. 1 Nr. 2 Aufenthaltsgesetz eine Straftat. Ist also die Frist für die freiwillige Ausreise nach negativem Bescheid und Ausschöpfung des Rechtsweges keine Ausreise erfolgt, ist das illegal. Daneben gibt es durchaus auf Basis der Polizeigesetzte der Länder das Recht zu Gewahrsam zur Verhütung einer Straftat. Also geht der Staat davon aus, dass Fall eins Eintritt und sich der Abschiebung entzogen wird, gibt es Argumente dafür ein Gewahrsam anzuordnen. Wie man das moralisch findet ist eine andere Debatte, aber Abschiebung und Abschiebegewahrsam sind nicht rechtswidrig, auch wenn keine weiteren Straftaten vorliegen. Ggf. Kann in einigen Fällen auch Asylbetrug vorliegen. Ebenfalls bereits eine Straftat. Für die Frage ob ein Abschiebeverfahren legal ist, ist nicht entscheidend ob Menschen weitere Straftaten begangen haben z.B. wie Raub etc. Es ist eher eine positive Erweiterung der Rechtslage, dass man eher davon absehen will Menschen, die keine weiteren Taten begehen nicht abzuschieben. Einen Anspruch hierauf gibt es aber stand jetzt nicht.
zum Beitrag03.07.2025 , 11:07 Uhr
@Flix Wäre die sinnvolle Schlussfolgerung dann nicht zu fordern, dass die Kreuze abgenommen werden? Statt zu sagen, weil Kreuze hängen Muss auch die Regenbogenfahne gehisst werden?
zum Beitrag01.07.2025 , 16:40 Uhr
Es werden sich doch bestimmt ein paar Linke-Gruppen finden, die aktuell gerne neben Taliban-Fahnen und Fahnen des Mullah-Regimes protestieren um die Freilassung dieses politischen Gefangenen zu fordern. Es ging bestimmt um Zionisten… Wer Sarkasmus findet darf ihn behalten.
zum Beitrag25.06.2025 , 23:26 Uhr
Also ich kenne einige Juden und Jüdinnen persönlich. Alles keine Israelis, alle Teilen die Einschätzung, dass die aktuelle Linke global ihren nicht aufgearbeiteten Antisemitismus über sog Israelkritik ausagiert. ALLE als jüdisch ersichtlichen Veranstaltungen in meiner Stadt stehen unter zusätzlichem Schutz auch wenn es nicht um Israel geht und Personen aus jüdischen Gemeinden, die sich offen für Israel ausgesprochen haben stehen zum Teil unter Personenschutz. Für sie alle ist ziemlich klar was „Globalize the Intifada“ meint und Gruppen wie die „jüdische Stimme“ vertreten wohl eine verschwindende Minderheit nach Aussage meiner Bekannten, die in Gemeinde sowie Vereinen aktiv sind. Sie scheinen in erster Linie laut zu sein und viele äußern sich auch nicht öffentlich weil sie Angst haben. Aber sicher wissen Sie es besser. War nicht eigentlich immer das Credo: „Betroffenen Zuhören“? Nicht Betroffene haben nicht die Deutungshoheit, wie sich Minderheiten zu fühlen haben? Nicht zu relativieren, was diese sagen und als Bedrohung einschätzen? Die Art wie Sie Israel hier generell beschreiben macht Ihre Relativierungen auch nicht unbedingt glaubhafter.
zum Beitrag24.06.2025 , 14:39 Uhr
Der Iran behauptet die Waffenruhe nicht gebrochen zu haben. Ist das jetzt wahr oder gelogen?
zum Beitrag24.06.2025 , 02:31 Uhr
Nochmal der Versuch in Kürze an Oliver Wagner: Nach gängigem Rechtsverständnis ist es auch die Verantwortung der Anklage nach Beweisen für die Unschuld zu suchen und eben Indizien objektiv zu werten, nicht hin zu einem bereits bestehenden unbegründeten Urteil über die Schuld. Können Sie von sich wirklich behaupten so vorzugehen? Überlegen Sie doch mal selbst, warum ein Journalist (übrigens darf sich jeder so nennen, keine geschützte Berufsbezeichnung), der unbedingt die Hamas begleiten will aus Israels Perspektive keine schlaue Idee ist. Ihnen fallen bestimmt noch ein zwei Sachen ein, die Ihre Vorannahmen nicht stützen. Dann recherchieren Sie vllt auch nochmal, wie die meisten Journalisten sich in Kriegsgebieten normalerweise bewegen und ob sie wirklich überall Zugang bekommen.
Kommentar gekürzt, bitte halten Sie sich an unsere Vorgaben.
Die Moderation
zum Beitrag23.06.2025 , 09:57 Uhr
Aus 12.000 Menschen in Berlin (!) leiten Sie einen Mehrheitswillen ab? Selbst wenn wir großzügig sind und sagen es wären 20.000 sind das für Berlin immer noch lächerlich wenig TN. Grade für eine Bündnisdemo. Ich schließe mich Chriss McZott an: Der Mehrheit ist es egal.
zum Beitrag23.06.2025 , 09:29 Uhr
Aus meiner Sicht gilt das auch hier.
zum Beitrag22.06.2025 , 23:05 Uhr
Wenn unter oder in jedem Krankenhaus Waffen, Kommandostrukturen oder Tunnel sind und dies auch für Wohnhäuser gilt, ist es eben nicht so eindeutig wie Sie schreiben. Angriffe auf zivile Infrastruktur sind nämlich genau dann von Völkerrecht gedeckt. Die Frage ist: Gibt es genug und belastbare Beweise? Teilweise hat Israel welche vorgelegt, teilweise nicht. Mitten in einem Krieg alle Geheimdiensterkenntnisse öffentlich zu machen ist aber auch nicht üblich. Also werden wir das abschließend wohl erst in einigen Jahren beurteilen können, wenn die Auswertung aller Informationen vorliegt. Es gibt starke Belege dafür, dass die Hamas Hilfslieferungen gestohlen und verkauft hat. Also gibt es auch hier durchaus eine begründete Hypothese für die zeitweise Blockierung und dann Änderung des Verteilsystems, als das systematisches Aushungern. UNWRA halte ich persönlich was Verbindungen zur Hamas angeht nicht mehr für glaubwürdig. Die Bewaffnung von Banden finde ich erstmal auch nicht besonders schlau. Hier sind wir uns also einig. Israel hätte die Möglichkeit alle 2M im Gaza sofort zu töten. Passiert aber seit 600 Tagen nicht... Also… man sollte es sich vllt nicht ganz so einfach machen.
zum Beitrag22.06.2025 , 16:48 Uhr
Ich hatte die Aussage sarkastisch interpretiert. Als Seitenhieb auf all jene, die in ihrer sehr dichotomischen Analyse globaler Verhältnisse zu dieser verkürzten Sichtweise neigen.
zum Beitrag22.06.2025 , 14:06 Uhr
Ja, ich finde auch das die Qassam-Brigaden gestoppt werden müssen, bevor sie weitere Verbrechen begehen.
zum Beitrag22.06.2025 , 00:19 Uhr
Klingt für mich als Erklärung sehr viel komplizierter als ggf. In Erwägung zu ziehen, dass Israels erklärtes Ziel eben KEIN Genozid ist. Auch wenn der Krieg auf Grund seiner asymmetrischen Struktur sehr viel Leid verursacht und man sicher über Sinn, Umfang und Handhabe des Vorgehens diskutieren kann. Und mögliche Kriegsverbrechen aufgeklärt und untersucht werden müssen. Ich würde mich ja freuen, wenn mehr Akteure die Kapitulation und komplette Entwaffnung der Hamas (meinetwegen auch mit freiem Geleit nach Qatar), sowie die sofortige Freilassung aller Geiseln fordern würden. Sobald das passiert ist, kann man die Intention ja prüfen. Hören Israels Angriffe dann auf, wäre die Ursache für die aktuelle Lage geklärt. Tun sie es nicht ebenso.
zum Beitrag22.06.2025 , 00:11 Uhr
Zur Ergänzung: Da der Iran Russland durch die Lieferung von Waffen unterstützt hat ist einen Unterbrechung dieser Hilfe eben auch in Europas Interesse. Auch ist davon auszugehen, dass nicht ohne Weiteres ein Verzicht auf Informationen des Mossad in Kauf genommen wird. Die Informationen zu Aktivitäten der Hisbollah in Süddeutschland zur Lagerung von großen Mengen Ammoniumnitrats kamen aus Israel. Der letzte Absatz von Bax ist auch mal wieder ulkig… als wäre es besser die iranische oder türkische Regierung inhaltlich auf seiner Seite zu wissen oder eben Akteure wie die Hamas oder Hisbollah.
zum Beitrag21.06.2025 , 18:26 Uhr
Machen Sie sich schlau über die Regelungen, wenn Angehörige in der Immo verbleiben. Abgesehen davon kann eine strategische Schenkung die Berücksichtigung der Immo umgehen. Ich finde 10 Jahre sind hier eine ziemlich kurze Zeit. Insbesondere wenn man die Freibeträge bei Schenkungen berücksichtigt. Das ist einfach die Realität. Immobilien werden wegen seeeeehr großzügiger Regeln quasi nie zur Finanzierung der Pflege berücksichtigt. Also zahlen alle Steuerzahler hier den Schutz von Vermögenswerten von Privatpersonen. Ich finde es brauch eine Reform. Am einfachsten wäre eine massive Erhöhung der Schenkungssteuer und Erbschaftssteuer und Herabsetzung der Freibeträge für Angehörige. Dann kann man auch beim Schonvermögen großzügig bleiben. Aber so ist es Be*chiss an der Allgemeinheit.
zum Beitrag21.06.2025 , 14:59 Uhr
Sie haben offensichtlich keine Ahnung von den großzügigen Regeln zum Schonvermögen, auch wenn z.B. einer der Ehepartner in die stationäre Unterbringung muss. Immobilien sollen wenn möglich als Wohnstatt für Familie oder Einsatzgemeinschaft erhalten bleiben. Heißt im Klartext: Bei diesen Regelungen wird dann der Steuerzahler herangezogen um z.B. die Differenz für die Heimunterbringung zu tragen, obwohl ggf. In Form einer durch einen Ehepartner genutzten Immo große Vermögenswerte vorliegen. Die Grenzen für ein heranziehen der Kinder sind in den letzten Jahren auf ca. 100.000 Euro Jahresverdienst angehoben worden. Also zahlen auch die 50% der Menschen in D. die nie eine Erbe sehen werden über Umlage den Erhalt der zu vererbenden Immo. Wo das fair sein soll, mag mir mal wer erklären. Richtwerte zur „angemessenen Größe sind hier ca. 120 qm bei Wohnungen und 130 qm bei Einfamilienhäusern (kann sogar noch höher sein bei anderen Immos) und zusätzlich wird noch im Einzelfall abgewogen… selbiges gilt auch für ambulante Pflege.
zum Beitrag20.06.2025 , 23:57 Uhr
Warum soll ich ein geringeres RentenNiveau akzeptieren und als Sie und trotzdem Ihren Anspruch finanzieren? Warum soll ich im Fall Ihrer Pflegebedürftigkeit akzeptieren, dass Ihre selbst genutzte Immo unters Schonvermögen fällt? Insb. Für Punkt zwei würde ich sagen: Gar nicht. Wenn Sie soviel von privaten Eigentumsrechten halten, können Ihre Erben Ihre Pflege allein finanzieren oder Sie durch den Verkauf eben selbst. Solidarität ist schließlich Nebensache. Gewinne privatisieren und Verluste sozialeren ist insb. In Zeiten hoher sozialer Bedarfe auch von Privatpersonen ein schlechter Move.
zum Beitrag20.06.2025 , 13:19 Uhr
Aha, es ist also legitim auf das töten von hochrangigen politischen Vertretern mit flächendeckenden Raketenangriffen zu reagieren, die ohne Abwehr Tausende Zivilisten töten würden… wo blieben da die Aufrufe zur „Mäßigung“ oder Einhaltung des Völkerrechts. Hätte der Iran damals mit Angriffen auf israelische Vertreter geantwortet würde ihre Argumentation vllt noch hinhauen… aber dem war nun mal nicht so. Also muss ich daraus schließen, dass Sie Zivilsten unter bestimmten Voraussetzungen (wahrscheinlich am ehestens wenn es israelische sind) als legitime Ziele betrachten?
zum Beitrag20.06.2025 , 09:58 Uhr
Eine der Lehren aus der deutschen Geschichte über die in diesem Kontext niemand reden will, ist das der Kampf bis zum „Endsieg“ (wie die Hamas und Iran ihn propagieren) nur absolute Zerstörung bringen kann. Und bedingungslose Kapitulation, Akzeptieren der eigenen Verluste (inkl. ggf. Gebieten) und Lösung von Vernichtungsideologien den Weg in die Staatengemeinschaft und ein friedliches Zusammenleben ebnen kann. Ich hatte gehofft, dass mehr politische Führungen lernen, dass eine späte Kapitulation nichts bringt, außer den unnötigen Tod von mehr und mehr Menschen.
zum Beitrag19.06.2025 , 13:36 Uhr
Also Sie gestehen eine, dass Krieg manchmal notwendig sein kann, aber mit den sich daraus ergebenden Konsequenzen - auch zivile/ unschuldige Opfer - wollen Sie irgendwie nicht leben bzw. Fängt der ggf. notwendige Krieg an, dann nicht mehr legitim zu sein? Natürlich ist es traurig, dass die junge Frau tot ist, aber wäre die Konsequenz, dass bei nicht eingreifen ggf Tausende sterben besser? Es ist das typische Trolley-Problem und bei allen philosophischen Debatten darüber, habe ich keinen Zweifel wie viele Menschen sich entscheiden würden, auch wenn sie aus der theoretischen Perspektive solange es sie nicht betrifft gerne anders reden. Greta Thunberg hat bei der Übergabe von vier sudanesischen Menschen an Frontex nach der selben Logik gehandelt. Das Leben der vielen war ihr wichtiger als das der wenigen. (Auch wenn sie am Ende für niemanden etwas erreicht hat.)
zum Beitrag18.06.2025 , 23:48 Uhr
Ich sehe da mittlerweile eher eine Doppelmoral gegenüber dem sogenannten Westen von den vermeintlichen moralischen Verfechtern der friedlichen Weltordnung. Wenn die Türkei Völkerrecht bricht: Schweigen. Wenn China Völkerrecht: Schweigen. Wenn der Iran Völkerrecht bricht: Schweigen. Wenn Russland… Kurdische Gebiete, Tibet, Yemen, Ukraine, Sudan… alles keine wirkliche Nachricht wert. Die Liste ließe sich fortsetzen. Jetzt werden viele bestreiten das Geschwiegen wird, aber wenn man sich mal anschaut welche Aufmerksamkeit die aktuellen Entwicklungen im Vergleich bekommen, dann kommt das einem Schweigen einfach gleich. Wenn das kein Eurozentrismus ist, was soll es sonst sein? Das Ideal was der Autor versucht zu verteidigen ist schon seit Jahren tot und bzw. Galt immer nur für den „Westen“. Es interessiert außer dem Westen niemanden, das es Sanktionen gegen Russland gibt. Wenn opportun handeln sie weiter mit Russland. So konnte diese Idee nie funktionieren und deswegen ist das Projekt eben gescheitert. Das ist historisch traurig, aber der Weltgemeinschaft als Ganzer anzulasten.
zum Beitrag17.06.2025 , 16:57 Uhr
@O.F. Das ist ja echt nett vom Iran, dass Sie sich jetzt aber wirklich ganz in echt, ohne Fingerkreuzen und ganz sicher, an das Atomabkommen halten wollen, dass sie schon gebrochen haben. Wer liebt denn nicht den reuigen Sünder! Die Mullahs halten jetzt gaaaaanz bestimmt ihre Versprechen. Ich mein wer ruft denn nicht mal so ein bisschen aus Spaß: „Tod für Israel, Tod für Amerika, Tod für England, Tod den Ungläubigen usw.usw.“? Also Israel ganz böse und die Welt ist wieder in Ordnung. :) Wer Sarkasmus findet darf ihn behalten.
zum Beitrag17.06.2025 , 11:10 Uhr
DemianBronsky schneidet es schon an, warum wird die Parallele mit der Shoa gezogen und nicht z.B. mit den Genozid an der Armeniern? Den die Deutschen wohlwollend hingenommen haben und die Türken (auch viele Deutsch-Türken) bis heute leugnen. Das wäre doch ein mindestens genauso passende Frage und sollte ebenso Teil der Erinnerungskultur sein. Es entsteht einfach der Eindruck, dass die Shoa aus folgenden Gründen genutzt wird 1.) Juden waren „beteiligt“. Immer Subtext war die These „Die Juden sind an ihrer Verfolgung selbst schuld, weil xyz“ nie tot. 2.) Schuldabwehr, Beendigung des „Judenknacks“ 3.) Parallelen zwischen der sog. „Nakba“ und der Shoa konstruieren und den sog. „Palästinensischen Widerstand“ mit zusätzlicher moralischer Legitimität auszustatten. Damit einhergehend Verwischung der absoluten historischen Bedeutung der Shoa für das weltweite Judentum. Ist es „nichts besonderes“ mehr, entfällt die Begründung für einen jüdischen Schutzraum, mit staatlicher und militärischer Souveränität. 4.) Verunmöglichung von Verbündeten Beziehungen mit Israel „Weil die neuen Nazis“. Wird teils offen teils kodiert kommuniziert.
zum Beitrag17.06.2025 , 10:45 Uhr
Der NS-Staat war je nach Schätzung für ca. 60 Millionen Tote verantwortlich (manche Schätzungen gehen höher) und mit der Intention noch weit mehr Menschen zu töten. 3 Millionen davon alleine in Vernichtungslagern, ohne Massenerschießungen, Tote in den Konzentrationslagern, Gefängnissen etc. Wenn einem bei Kenntnis dieser Dimensionen überhaupt irgendein Vergleich oder so eine perfide Frage, die zum Vergleich einläd einfällt erschließt sich mir nicht. Außer man will die Tragweite der eigenen Historie in ihrem vollen Ausmaß eigentlich nicht wahrhaben. Vergleiche sind quasi immer eine Relativierung dieser Tragweite. Oder sind sie allen ernstes der Meinung, dass Israel versucht mindestens ganze Kontinente zu erobern und Araber gänzlich auszulöschen? Eine Rhetorik der Auslöschung höre ich in erster Linie bei Iran, Hamas und Hisbollah. Die geben regelmäßig das Ziel aus Juden zu töten. Und trotzdem würde ich auch hier von NS-Vergleichen absehen. Insb. Wenn sie pauschal sind.
zum Beitrag17.06.2025 , 01:37 Uhr
@ Tiene Wiecherts Ja, wer sich in einem Regime mit den Mottos „Tod für Israel, Tod für Amerika, Tod für England, Tod den Ungläubigen…“ usw. Usw. und das seine eigene Bevölkerung umbringt und terrorisiert, an Bau und Entwicklung von Massenvernichtungswaffen beteiligt, darf meiner bescheidenen Ansicht nach liquidiert werden. Man kann auch Chemiker oder Physiker sein ohne das zu tun. Israel hat zumindest meines Wissens niemanden gezielt ausgeschaltet, der an der String-Thoerie oder Arzneimitteln forscht. Für die verletzten und toten Zivilisten tut es mir leid. Aber vllt könnten diese Verbrecher auch einfach in ein alleinstehendes Haus am Stadtrand ziehen?
zum Beitrag16.06.2025 , 17:26 Uhr
Im Gegensatz zum Irak zweifelt niemand, dass der Iran über die vereinbarten Grenzen Uran angereichert hat. Diese Anreicherung macht nur Sinn, wenn man eine Bombe bauen will… und ja, ich fände es mehr als legitim, wenn z.B. die USA deutsche Wissenschaftler liquidieren würden und Anlagen zerstören, wenn Deutschland das tun würde. In diesem Fall hätte ich selbst für einen russischen Angriff Verständnis. (Bei absolut keiner Freundschaft zu Putin.) Insb. Bei Atomwaffen wartet man nicht bis sie fertig sind. Wir dumm wäre das?
zum Beitrag16.06.2025 , 17:17 Uhr
Darf ich mal fragen, wie es denn zu einem Regimewechsel im Iran kommen soll? Also wenn die militärische Intervention Israels nicht hilft, Handelseinschränkungen direkt an die Bevölkerung weitergegeben werden und die UN eher mit Resolutionen gegen Israel beschäftigt ist… was tun? Mal wieder einfach nichts, könnte ja das falsche sein und die massenhafte Ermordung von Menschen im Iran ist ja auch erst dann relevant, wenn man Israel eine Teilschuld geben kann. Davor… naja besser als… ja besser als was?
zum Beitrag16.06.2025 , 15:01 Uhr
Ja, das Mullah-Regime darf Sicherheitsinteressen haben. Und wir dürfen diese ignorieren bzw. Als zweitrangig erklären. Echt… dieses Gekuschel mit Islamisten aller Couleur ist hat befremdlich… Wundert es Sie denn so gar nicht, warum Ägypten, Syrien, Jordanien und Saudi-Arabien nicht mehr tun als ein paar warme Worte zu sprechen um den Anschein der Umma zu wahren? Weil die Gruppen die Israel bekämpft auch eine potenzielle Bedrohung dieser Staaten ist. Die also auch ein Sicherheitsinteresse haben, welches dem des Iran und in Teilen des Libanon (weil Hisbollah immer noch nicht entwaffnet, trotz gegenteiliger Versprechungen) entgegen läuft.
zum Beitrag16.06.2025 , 14:55 Uhr
Tja, mit der gleichen Logik kann man sehr wohl auch den Rechtsruck in der israelischen Gesellschaft erklären. „Je mehr israelische Zivilisten getötet werden oder nur durch den Iron Dome nicht sterben, je mehr radikalisiert sich die israelische Gesellschaft.“ Sehen Sie, für alle gleich. Die Israelis haben es sichtlich satt von Hamas, Hisbollah und Huthis beschossen und vom Iran mir Vernichtung bedroht zu werden. Und eine „oh grad schießen x Oder y gar nicht mehr..“ zieht wohl nicht mehr, weil auch keiner mehr Bock hat, dass sich diese Gruppen strategisch erholen um da weiterzumachen, wo sie aufgehört haben. Wer Wind sät wird Sturm ernten.
zum Beitrag16.06.2025 , 09:03 Uhr
Es wird verglichen, dass sich beide Gruppen relativierender Holocaust Vergleiche punktuelle bedienen und bedient haben. Möchten Sie etwa leugnen, dass das passiert?
zum Beitrag13.06.2025 , 09:40 Uhr
@Francesco Vergessen wir mal wieder, dass Jordanien auch Produkt der Teilungspläne der britischen Protektorate ist und bei den Gebieten, die den Arabern zugeschlagen wurden mit einzurechnen ist? Und wenn vergangene UN Beschlüsse keine Geltung haben, haben es auch aktuelle nicht. Die Weltgemeinschaft war 47 auch in überwiegender Mehrheit der Ansicht, dass den Juden im britischen Mandat diese Gebiete zustehen. Sie scheinbar nicht.
zum Beitrag12.06.2025 , 16:04 Uhr
@Momo Bar Sind Sie denn auch konsequent in Ihrer Forderung? Verurteilen Sie denn überall mit der gleichen Vehemenz Menschenrechtsverletzungen? Sudan (u.a. Die Massaker der RSF, UN warnt vor drohendem Genozid), Erdogans Verbrechen im Nordsyrien, Jemen (beide Seiten) usw. Also ich nehme nicht wahr, dass hier mit gleicher Leidenschaft für Recht gestritten wird. Alles weniger wichtig? Jetzt wird mir sicher Whataboutism vorgeworfen… Aber es ist nun einmal auffällig, dass das Maß an emotionaler Erregung, internationaler Aufmerksamkeit und moralischer Verve immer dann am größten scheint, wenn Israel in irgendeiner Form involviert ist.
zum Beitrag12.06.2025 , 15:37 Uhr
@ Ulrich Hartmann Es gibt nunmal kein Recht auf dauerhafte Titelseite, für Themen die einem persönlich besonders wichtig sind. Und ich weiß, dass viele Pro-Palästinensische Aktivist*innen erst froh sind, wenn jeden Tag nur Israel in den Nachrichten steht, aber es gibt eben noch mehr Gebiete auf der Welt. Die humanitäre Krise mit ca. 25 Millionen Betroffenen und der Krieg im Sudan sind quasi 0 Thema, inkl. Der Verbrechen der RSF. Obwohl der Konflikt für uns mindestens so relevant ist und Russland mit Goldminen im Sudan zum Teil seinen Krieg finanziert. Ergo direkt auch die Kriegsverbrechen in der Ukraine. Ich würde behaupten hier kann man viel eher von genereller Gleichgültigkeit sprechen. Im Verhältnis zur Größe und globalen Relevanz erhält der Nah-Ost Konflikt inkl. Siedlergewalt überproportionale Aufmerksamkeit.
zum Beitrag11.06.2025 , 02:43 Uhr
Danke, dass auch sie noch mal darauf hinweisen, dass quasi seit dem 08.10.23 davor gewarnt wird, dass eine Hungersnot im Gazastreifen droht… Ich halte die UN diesbezüglich auch nicht mehr für glaubwürdig. Der Koordinator für das Gebiet hat Gaza als „den hungrigsten Ort der Welt“ bezeichnet, während das UN WFP die Krise im Sudan als die größte dokumentierte humanitäre Krise aller Zeiten bezeichnet. Man muss sich schon entscheiden. Es kann nicht jede Situation die schlimmste aller Zeiten sein. (Womit ich keineswegs Mangelversorgung im Gazastreifen bestreiten will.)
zum Beitrag11.06.2025 , 02:24 Uhr
Also ich bestreite nicht, dass die Nahrungsversorgung teilweise kritisch ist, aber kann mir hier mal jemand die konkreten Zahlen von Hungertoten in Gaza geben? Finde dazu nichts, obwohl die UN quasi seit dem 08.10.23 davor warnt, dass „Hintertausende“ von Hunger bedroht sind. Gleichzeitig gab es hier vor ein paar Tagen ein Artikel, dass Schafe fürs Opferfest zu teuer sind… Im Sudan stehen übrigens grad wirklich ca. 700.000 Menschen an der Schwelle zum akuten Verhungern (nicht hungern, nicht Mangelversorgung, nicht das Schaf fürs Opferfest ist zu teuer) wofür auch ein Herr Bax kein Wort übrig hat „Warum tut der Westen nichts gegen das Leiden im Sudan?!“ … aber das ist natürlich Whataboutism.. sry…
zum Beitrag11.06.2025 , 02:12 Uhr
Also… ich würde sagen, lieber einen Ex-Drogendealer als zukünftigen Verhandlungspartner als Vergewaltiger, Entführer und Attentäter? Irgendwie macht der Artikel den Eindrucke, als sollte die Vorgeschichte von Abu-Shabab ihn diskreditieren. Nun gibts und gab es auch in Gaza Klassen und eine segmentierte Gesellschaft und wer nicht mit der Hamas verbrüdert oder verwandt war/ist hat schlechtere Karten. Die Beduinen sind eine ausgegrenzte Minderheit sowohl in Israel (weniger) als auch in den Palästinensische Gebieten (mehr), die durchaus mit Diskriminierung zu kämpfen hat. Ihre Opfer vom 07.10. sind auch wenig beachtet worden… also blieb vllt unter der Hamas nicht viel als dealen? Zur generellen tendenziösen Tonfall des Artikels hat @DemianBronsky ja schon einen schönen Kommentar geschrieben.
zum Beitrag10.06.2025 , 22:36 Uhr
Danke für die pointierte Zusammenfassung, dass solange es geben Israel geht, plötzlich jedes Hören-Sagen zur Schlagzeile wird.
zum Beitrag10.06.2025 , 02:32 Uhr
@Sabine Danke, dass das auch mal wer schreibt. Ich kann dieses „Hamas sind Terroristen, deswegen kann ja gar nicht der gleich Maßstab wie für Israel gelten“-Gelabere auch nicht mehr hören. A.) Gelten für alle wenn die selben Maßstäbe (Geiseln nehmen ist u.a. Ein Kriegsverbrechen, seit mehr als 600 Tagen jeden Tag) und b.) nur weil man seine Wahl bereut oder man Faschisten wählt, die danach jede Wahl unterbinden ändert es nichts daran, dass die Hamas stand jetzt die legitimierte politische Vertretung der Bewohner Gazas ist. Die u.a. Auch deswegen jede zivile Behörde u.a. Das Gesundheitsministerium stellt. Oft wird ja angeführt die jungen Leute hätten die Hamas nicht gewählt, die Kinder sowieso nicht… Stimmt, aber deren Eltern. An diese dürfen sie sich gern wenden. Es wird Zeit das die Palästinenser für ihre politischen Fehlentscheidungen anfangen Verantwortung zu übernehmen. Sonst werden sich diese Kriege immer weiter wiederholen. Nach der Räumung Gazas gab es eine kurze Zeit der Entspannung, bis die gewählten Islamisten wieder Terror statt Frieden priorisiert haben.
zum Beitrag09.06.2025 , 15:24 Uhr
Können wir vllt stattdessen den religiösen Firlefanz generell zurückfahren, statt noch zusätzlichen zu veranstalten? Wäre dafür alle Feiertage abzuschaffen, dafür 10 Tage mehr Urlaub für alle und jede*r kann frei machen wann und wie und zu welchen Feiertagen gewünscht. Z.B. auch zu Chanukka und Jon Kippur (die im Übrigen genauso wenig wahrgenommen werden, wie muslimische Feiertage), oder Bhodi etc. Dann wäre allen geholfen und die große Zahl an Atheist*innen nicht zusätzlich genervt. Straßenfeste können übrigens jeder Zeit selbst organisiert und angemeldet werden. Hält also niemand jemanden ab zusammen öffentlich mit der Gemeinde zu feiern.
zum Beitrag09.06.2025 , 14:04 Uhr
Haben Akteure wie ISIS, Hamas, der Iran usw. nicht auch wesentlich zum Hass auf Muslime beigetragen? Man muss das also schon verstehen, wenn Menschen undifferenziert antimuslimisch rassistisch sind. Oder gilt hier ein anderer Maßstab?
zum Beitrag08.06.2025 , 22:14 Uhr
Jaja, „den guten Juden“ zufällig diejenigen, die die passende Meinung haben nehmen wir natürlich aus. In der pro-palästinensischen Szene werden ja orthodoxe antizionistische Juden deswegen auch gern als die „wahren Juden“, die das „wirkliche Judentum“ repräsentieren verkauft. So kann man auch easy behaupten, dass Antisemitismus ja nunmal gar keine Rolle spielt. Die Leute die man kritisiert sind ja nur zufällig alles Juden. Und wenn gefragt wird, warum man aus der auch so universalistischen Szene z.B. keine Kritik an Erdogans Vorgehen gegen die Kurden hört, dann ist das Whataboutism. Wie sich alles fügt nicht wahr?
zum Beitrag07.06.2025 , 20:57 Uhr
Also fassen wir zusammen: Juden und Jüdinnen sind im Kern mal wieder selbst Schuld an ihrer Verfolgung. Soweit korrekt? Und zu ihrem ersten Teil: Auch die israelische Gesellschaft ist kein Monolith und die jüdische Diaspora erst recht nicht. Wie wäre es das gleiche Maß an Differenzierung auch hier einzufordern? Innerhalb der propalästinensischen Diskursräume? Sehe ich aktuelle nicht und wenn man sich so manche Kommentare auf Social Media anschaut und was da an Zustimmung kommt, ohne jeden Widerspruch wird mir schlecht und kann nur hoffen, dass es nicht bald noch schlimmer wird.
zum Beitrag25.03.2025 , 16:31 Uhr
Nicht? Ich warte immer noch auf die Strafverfolgung der Autobahnblockierer und Mistabwerfer bei den Bauernprotesten. Sie nicht?
zum Beitrag05.03.2025 , 08:43 Uhr
Tja Merz ist es eben wichtig die Linke in den nächsten beiden Legislaturen von solchen Entscheidungen auszuschließen. Sonst müsste er nämlich den für die CDU/CSU wichtigen Unvereinbarkeitsbeschluss bzgl. Der Linken antasten (was für ihn scheinbar schlimmer wäre als den mit der AfD zu erodieren). Um mehr geht es nicht. Sonst müsste es ggf. auch eine strukturelle Lockerung bzgl. Infrastrukturinvestitionen geben. Und das könnte ja zukünftigen Regierungen ohne CDU/CSU Spielräume eröffnen. Gott bewahre!
zum Beitrag05.03.2025 , 08:39 Uhr
Über seinen Schatten gesprungen? Naja für mich riecht das eher nach knallhartem politischem Kalkül. Die CDU/CSU haben alles getan die Ampel finanzpolitisch zu demontieren (erinnert sich noch wer an die Klage bzgl. des Coronasondervermögens und die gehässige Freude über den Sieg?). Meine Theorie ist das der CDU/CSU schon eine Weile klar ist, dass es so einer Lockerung kommen muss, dass sie diese Mittel aber anderen Parteien vorenthalten wollen. Die 500Milliarden für Infrastruktur decken nicht zufällig gute zwei Legislaturperioden und nichts darüber hinaus. Aktuell kann die CDU/CSU nämlich damit rechnen auch in der nächsten Regierung zu sein. Dann ggf. +Grüne. Darüber hinaus ist es unklar. Aber da es ja eine 2/3 Mehrheit braucht werden derübernächsten Regierung ohne die CDU/CSU wieder die Hände gebunden sein. Eigentlich sollten sich die Grünen alleine deswegen verweigern, aber auch hier weiß Merz seine Karten zu spielen… SPD und Grüne werden nämlich im Gegensatz zur eigenen Partei nicht einen so großen Schaden am Land in Kauf nehmen nur für machtpolitische Interessen. (Und nein ich wähle weder SPD oder Grüne.)
zum Beitrag11.02.2024 , 22:31 Uhr
Aha, also hätten wir auch insb. 2015 keine syrischen Flüchtlinge aufnehmen sollen, weil das gleichbedeutend damit war Assad das ungehinderte Bebomben des eigenen Landes zu ermöglichen? Afghanen sollten wir eigentlich auch nicht aufnehmen. Damit ermöglichen wir den Taliban doch nur bequem Teile der Opposition loszuwerden und ihre Terrorherrschaft zu verfestigen. Die Aufnehme von Ukrainern macht es Putin auch nur leichter vorzurücken und wild zu feuern. Etc. Oder gilt Ihre ganz besondere Position bzgl. Flucht nur in diesem Fall? Wollen Sie nur diese Menschen wegen der eigenen und anderen politischen Erwägungen einsperren?
zum Beitrag07.08.2023 , 16:15 Uhr
Wieder die ersten Boykott-Aufrufe... Leute, im Zweifel gehen dann Rechte hin um den Park zu unterstützen und der nächste öffentliche Raum wird wohlfeil frei gemacht. Als ob die Menge der Leute, die boykottieren würden wirklich einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden anrichten. Wie wärd stattdessen beim nächsten Besuch ein entsprechendes Shirt zu tragen und diesen Konflikt im Notfall weiter zu eskalieren bis der Park offiziell reagieren muss?
zum Beitrag06.03.2023 , 11:10 Uhr
Verzichten Sie dann auch auf die Lohnerhöhungen?
zum Beitrag24.12.2022 , 16:53 Uhr
Also sind Bücher und Krimskrams von alten Menschen wichtiger, als überhaupt angemessener Wohnraum für alle? Sry, aber wenn Familien sich zum Teil auf 80qm quetschen und das für die doppelte Miete hält sich mein Mitleid in Grenzen. Und Wohnraum ist nun mal kein Gut, was sich unendlich vermehren lässt. Hier müssen die bestehenden Ressoucen fairer verteilt werden und das heißt eben auch, dass Bücher oder Hobbies z.B. keinen Vorrang vor einem eigenen Zimmer für Kinder haben. (Es gibt genug grade migrantische Familien, die in so kleinen Wohnungen wohnen, dass selbst Teenager kein eigenes Zimmer haben.) Über 80qm für eine alleinstehende Person in einer Wohnraumkrise sind unangemessen. Punkt.
zum Beitrag16.12.2022 , 12:22 Uhr
Warum soll ich eigentlich ständig solidarisch mit Leuten sein, die es mit mir nicht sind? Als junge Arbeitnehmerin kann ich jetzt schon sagen, dass ich weniger Rente bekommen werde, als Jahrgänge vor mir, die genauso viel eingezahlt haben. Und da rechnen wir die Steuerzuschüsse für jetzige und baldige Rentner:innen mal raus. Sobald sich die Älteren nicht nur für ihre Absicherung interessieren (in der Breite), sondern sich auch für eine Umstrukturierung der Steuerbelastung (Vermögens- und Erbschaftssteuer z.B.) einsetzen bin ich gerne bereit mir den Schuh wieder anzuziehen. Gewerkschaftseintritt und Streikbereitsschaft in den letzten Jahren des Erwerbslebens wäre auch nett.
zum Beitrag09.10.2022 , 21:44 Uhr
"Wenn die kommende Generationen meint, nur noch halbtags arbeiten zu müssen, dürfte klar sein, das das Rentensystem völlig kolabiert."
Und das ist auch nur irgendwie die Schuld der jetzigen Generation? Nach Ihrer Logik mit dem Generationenvertrag, haben die Alten den mit der Weigerung ausreichend Kinder zu bekommen bereits aufgekündigt, weil klar war dass sich Belastungen für das Individuum so steigern. Vergessen wir auch mal nicht, wie viele Frauen der Boomer-Generation sich teilweise über Jahrzehnte aus der Lohnarbeit verabschiedet haben und somit auf zweierlei Art ihren Teil nicht erfüllt haben. a.) zu wenig Kinder b.) Keine Lohnsteuer und Rentenbeiträge erwirtschaftet. Die Erwerbsrealität heutiger Frauen sieht deutlich anders aus, daher tragen sie hier ihren Teil.
"Der Generationenvertrag ist eine solidarische Vereinbarung der Jungen mit den Alten." Eine einseitig geschlossene Vereinbarung ist nie solidarisch. Das ist der selbe Schmarn wie mit dem immer währenden Staatsvertrag. Eine Person, die ohne freie Entscheidung in diesen "Vertrag" geboren wird geht kein willentliches Solidarverhältnis ein. Insbesondere dann nicht, wenn dieses flasche Solidarversprechen dafür genutzt wird, wie so oft, Gewinne zu privatisieren und Verluste zu sozialisieren. Die Steuerquote ist in den letzten Jahrzehnten quasi stabil geblieben und das bei steigendem Ausgabenbedarf u.a. wegen steigender Renten und Pensionsbedarfe. Davon profitieren in erster Linie ältere Personen wegen eines höheren Einkommens und einem höheren Vermögen.
"Letztlich ein Abschied vom Sozialstaat." Aus dem haben sich die meisten Boomer schon lange verabschiedet. Besitzstandswahrung und die Sicherung der eigenen Altersvorsorge hat Prio vor allen Investitionen und Programmen von denen Jüngere profitieren würden.
P.S: Meine Großeltern mussten ihre gesammte Rente arbeiten, meine Boomer-Eltern hat das nicht interessiert. Wo war da der Schrei nach Solidarität? Ach richtig, das hätte Verzicht bedeutet...
zum Beitrag19.11.2021 , 10:33 Uhr
Und warum sollte mich das jetzt beeindrucken? Von Ihrem Erbe habe ich ja sowieso nichts. Ob Sie es versaufen oder vererben spielt für mich also keine Rolle. Versaufen Sie es partizipieren sogar in der Tendenz mehr Menschen. Gastro, Einzelhandel etc. Also go ahead. Keine schlechte Idee in meinen Augen! P.S: Ich werde auch mal etwas erben (recht wertvolle Eigentumswohnung) und ich bin trotzdem für höhere Erbschaftssteuern und eine größere Umverteilung.
zum Beitrag19.11.2021 , 10:26 Uhr
Auch Glücksspielgewinne werden versteuert. Nur ist die Steuer sozusagen prozentual auf einen potenziellen Gewinn und wird über die Steuer auf die Teilnahme am Spiel entrichtet. Jede Person, die spielt entrichtet sozusagen die Steuer auf den Gewinn des Gewinners anteilig. Aber an sich ist es ein guter Vergleich, denn ein Erbe ist in der Struktur einem Glücksspielgewinn gleichzusetzen. Einziges Problem: Wir haben nicht alle die selben Gewinnchancen. Hätten alle die selben Gewinnchancen könnten wir das gerne wie Lottogewinne behandelt. Aber auf den Zufall der Geburt hat nunmal niemand Einfluss. Wir haben überhaupt nicht dargelegt, dass Geldfluss keine Grundlage für die Besteuerung ist. (Ihr Lottobeispiel widerlegt es nicht, weil beim Kauf der Lose, einem Geldfluss die Steuer anfällt.) Und wie ich in meinem Beispiel oben bereits ausgeführt habe, setzt sich auch der Unternehmensgewinn aus bereits mehrfach versteuertem Geld zusammen. Also ich würde sagen nach Ihrer Logik können wir Mehrwertsteuer, Vergnügungssteuer, Tabaksteuer, Steuern auf Benzin abschaffen, weil die aus bereits versteuerten Löhnen bezahlt werden. Abgesehen davon haben wir ja auch eine Erbschaftssteuer, also scheinen Steurerechtler da zumindest im Prinzip (Details z.B. wie hoch soll die Steuer sein.) diesen Geldzufluss als besteuerungswürdig zu betrachten. Es ist eine politische Entscheidung innerfamiliären Vermögenstransfer zu bevorzugen.
zum Beitrag18.11.2021 , 13:03 Uhr
Immer dieses fadenscheinige Argument: "Aber das Geld was ich vererbe, habe ich schon x-fach versteuert!" Wenn ich einkaufe gehen, kaufe ich von meinem bereits versteuerten Geld, besteuerte LebensmittelKosmetik etc., der damit erziehlte Umsatz wird versteuert, daraus werden Löhne bezahlt, die versteuert werden..... and it goes on and on. Wir besteuern in der Regel den Geldzufluss. Ein Erbe ist eben auch ein Geldzufluss für den Erbenden. Mit der Logik, die hier einige Erbschaftssteuerfeinde anbringen, brauchen wir auf nichts mehr Steuern erheben, weil besagtes Geld immer breits versteuert wurde...
zum Beitrag24.02.2021 , 08:55 Uhr
Das ist genau der Punkt den viele Menschen scheinbar nicht verstehen. Unsere "Normalität" tötet täglich mehr Menschen als die meisten Terrorakte. Wer diese "Normalität" jedoch verteidigt, sogar positiv darauf bezieht gerät fast nie in Rechtfertigungsdruck. Völlig unerheblich, was mensch von der RAF nun hält, ist das einfach bigot, oft sogar menschenverachtend. Aber eine Person, die die Gewalt der RAF kritisch sieht und sich nur posotiv auf ihre Ideen beruft wird angegriffen. Wieviele hier machen sich die Mühe, wenn sie den Kapitalismus verteidigen zu sagen: Die Gewalt die er produziert lehne ich ab. Kaum jemand. Weil strukturelle Gewalt anscheinend keine ist?
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