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03.04.2026 , 15:16 Uhr
Finde es schon schräg, dass jemand, der vermutlich von Kindheit an daran gewöhnt sein müsste, dass die Werbeindustrie mit besonderer Buntheit und Raffinesse daher kommt, sich über die knallige Bildsprache von "Top Gun" wundert. Ich habe das Machwerk nie gesehen - eben weil mir immer klar war, dass es sich dabei vor allem um einen Köder der US-Army und alles andere als ein Kunstwerk handelt. Man darf bunte Filme selbstverständlich mögen. Es gibt da wunderbare Beispiele, die eben von einer besonders überdreht farbigen Gestaltung leben. Farbtönungen und Farbstimmungen sind aber auch ein Stilmittel der Künstler, sollen emotional wirken und Geschichten verstärken. Per se Filme nach Buntheit zu beurteilen erscheint mir dann doch zu naiv. Ich gebe zu, dass mich manches "Experiment" speziell im TV auch nicht eben begeistert. So frage ich mich manchmal, warum der Handel 4K-Geräte anbietet, wenn das gesendete (neue!) Produkt nicht einmal nach HDTV aussieht und gar noch Letterbox-Format hat. Viel deprimierender ist für mich als Hörgeschädigten jedoch, dass jeder Billig-"Krimi" flächig mit einer vor sich hin sabbernden Soundsoße zugekleistert wird, die den Sprachton unverständlich macht...
zum Beitrag30.03.2026 , 10:36 Uhr
Immer diese Pauschaliererei... Wer kann denn da noch widersprechen - wenn es doch gegen "die Faschisten" geht?
Da sind die Russen Faschisten, die Nordkoreaner, die Iraner, die Israelis. Trump, Natanyahu. Und Fritze Merz bei manchen Kommentatoren an anderer Stelle gleich auch noch mit... Geht es ne Nummer kleiner?
Mal ganz abgesehen vom Vergleich mit der Zerschlagung des Faschismus 1945. Dass die dauerhaft nur möglich war unter Besatzungsbedingungen und Einsatz enormer finanzieller Mittel - was dem güldenen Onkel Donald vermutlich eher nicht vorschwebt - haben Andere bereits erwähnt. Dazu trafen die Besatzer aber auch auf eine zutiefst demoralisierte Bevölkerung, deren männlicher Anteil enorm geschrumpft war und eine faktisch kaum noch existierende Versorgung. Selbstredend geht es der iranischen Bevölkerung, insbesondere zusätzlich unter Kriegsbedingungen, keineswegs gut. Dass die aber flächendeckend und generationenübergreifend völlig demoralisiert wäre und nur auf die Beglückung durch "westliche Werte" made in USA wartet, kann ich so nicht erkennen...
zum Beitrag30.03.2026 , 10:16 Uhr
Wie es aussieht sind auch die Vereinigten Staaten eine sehr ernsthafte Bedrohung... Da kann so mancher Staat froh sein weder über Gasvorräte noch über Öl zu verfügen.
zum Beitrag30.03.2026 , 10:14 Uhr
"...scheint es Trump und Netanyahu auch scheißegal zu sein..."
Wüsste man nicht um den eher stark begrenzten strategischen Intellekt des amerikanischen Heilsbringers, dann könnte man sogar durchaus annehmen, dass dem ein flächendeckendes Chaos, verbunden mit einem gewaltigen Flüchtlingsstrom nach Nordeuropa, regelrecht gefallen würde. Zur Bestrafung der unbotmäßigen NATO-Partner vielleicht, die ihm so wenig zu Diensten sein wollen...
Wären die üblen Auswirkungen auf die gesamte Welt nicht so gravierend, wäre mir persönlich das höchst umweltvernichtende Geschäftsmodell der arabischen Glitzermetropolen allerdings eher egal.
zum Beitrag28.03.2026 , 10:47 Uhr
Dann wärs doch schön, wenn die erwähnten AfD- Wähler sich ihre Ziele auch verwirklichen würden...
Bedauerlicherweise gibt es darunter vermutlich sehr viele, die sich anderswo auch nicht verstandener fühlen würden. Vielleicht auch gar nicht zum Arbeitsmarkt passen. Und das ist ihnen sicher genauso klar.
Um nicht missverstanden zu werden: Ich selbst bin auch nicht restlos glücklich mit den heimischen Zuständen...
zum Beitrag28.03.2026 , 10:41 Uhr
Auswandern. Wir im deutschen Osten haben diesen Exodus ja bereits hinter uns. Oder besser: Unsere Töchter, die in den frühen 90ern "ausgewandert" sind. Allerdings nur innerhalb Deutschlands - go West. Aufgrund nicht vorhandener Chancen auf einen guten Arbeitsplatz. Bzw. überhaupt einen... Freilich eine ganz andere Sache als ins "gelobte Land" zu ziehen, welches auch immer das im Einzelfall sein mag. Während unsere gut ausgebildeten, strebsamen Osttöchter in der Westwirtschaft auf offene Arme stießen, dürfte das weltweit oft recht anders sein. Wie unten schon von anderen erwähnt: Wer fremder Sprache nicht bestens mächtig ist, keine Kenntnis von Land und Sitten hat, wird meist Außenseiter bleiben und sehr schnell am Boden der Tatsachen landen. Grade im gern erwähnten Glitzer-Dubai ist doch jeder, der finanziell nicht überall mitspielen kann, nicht mehr als ein Kuli. Habe das im "eigentlich humaneren" Oman erlebt, wo die typische Landestracht nur dem geborenen Omani zugestanden wird, um unterscheidbar zu bleiben... Zudem: Über Auswandern nachdenken oder das zu wirklich vorzuhaben ist ganz schön zweierlei...
zum Beitrag28.03.2026 , 10:07 Uhr
Ich verstehe diesen Text in erster Linie als Metapher für die Situation einer großen Gruppe von Menschen mit Einwanderungshintergrund. Aber völlig unabhängig davon, ob diese spezielle familiäre Situation genauso besteht, das Geschilderte auf den Punkt so vorgefallen ist, kann ich mich in die Lage der Leute hineindenken, mir ist klar, wie die Betroffenen sich fühlen müssen. Völlig ohne Belang: Wohin immer die sich zurückziehen müssten und ob sie das letztendlich tatsächlich vorhaben oder tun werden. Oder nur einfach Angst davor haben. Was indes ein immer wiederkehrendes Muster ist: Egal welches Problem gerade auftaucht - unser aller Kanzler kann einfach nicht umhin seine Lieblingsagenda zu bespielen, wenn es auch nur die Spur einer Gelegenheit dazu gibt. - Merkt er das eigentlich noch selbst? Ist das die verzweifelte Hoffnung einen Prozentpunkt in Umfragen auf der Beliebeitsskala der Politikerliste gut zu machen? Das hat doch bisher nicht geholfen - warum also jetzt?
zum Beitrag26.03.2026 , 10:48 Uhr
"Nicht "linker" werden ist das Problem sondern überzeugend links zu sein."
Das ist mal ein richtig guter Satz. - Zustimmung! Wer meint vor Wahlen erklären zu müssen, dass es mit seiner Partei in der Regierung keine erhöhte Mehrwertsteuer geben wird, nach der Wahl aber gleich drei Prozent draufschlägt (der Koalitionspartner hatte vorher - glaube ich - nur 1 Prozent zum Ziel) der überzeugt halt nicht wirklich... Ich weiß: lange her... Ist bei mir aber mächtig hängen geblieben.
zum Beitrag26.03.2026 , 10:34 Uhr
"Verdi, die IG Metall oder die GEW haben vollkommen verlernt..." So sieht`s aus. Bin in den 90ern, als der Eiserne Besen durch den Osten Deutschlands streifte, 25% und mehr Arbeitslose hinterließ und vielerorts vorerst das Gegenteil blühender Landschaften schuf, als Betriebsrat aus der Gewerkschaft ausgetreten, weil ich dort niemanden ausmachen konnte, der all die Aussortierten noch als zu vertretende Klientel verstand. - Die arbeiteten ja halt nicht mehr...
zum Beitrag26.03.2026 , 10:10 Uhr
"Wenigstens hat jemand das Ziel..."
Mag vermutlich nicht jeder solch hohle Sprüche absondern. - Was von alldem, das Herr Merz bislang behauptet oder als Ziel gesetzt hat, ist denn auch nur annähernd eingetreten oder realisiert worden?
zum Beitrag25.03.2026 , 18:03 Uhr
Okay. - Was also schlagen Sie vor?
Die Foristen können ja schwerlich selbst ins Feld ziehen. Oder im Namen der Krieg führenden Parteien einen "Deal" aushandeln. Immerhin jedoch hier mal etwas von dem Druck ablassen, den uns die "amerikanischen Partner" einmal mehr gerade aufhalsen...
zum Beitrag25.03.2026 , 17:54 Uhr
Ich bezog mich auf Ihre Frage, ob die Charakterisierung auch für "den anderen Kriegsherren" gelte. Und wenn Sie damit Netanjahu meinen - dessen Raffinesse eine Situation an jedwedem Platz auszunutzen ist der geistigen Arbeit von Trump aus meiner Sicht durchaus überlegen... Regelrecht weise ist das sicherlich nicht, clever leider allemal.
zum Beitrag25.03.2026 , 15:24 Uhr
Erinnere mich, dass wir als Zehntklässler in den späten Sechzigern sämtlich von langen Mädchenhaaren geschwärmt haben. Natürlich auch von anderen Attributen. Letztendlich war wohl nichts davon für einen meiner Mitschüler am Ende ein Ausschlußkriterium... Um den Besitz irgendwelcher Güter drehte sich da gar nichts. Auf beiden Seiten, denken ich. - "Oh - der muss einen Trabant haben..." Die Zeiten mögen andere gewesen sein, der oben behauptete Druck auf jeden Fall. Schätze aber, dass das nur auf einen begrenzten Teil der Nachwachsenden so heftig zutrifft. Sehr viele junge Herren sollten über ein gesünderes Selbstvertrauen verfügen und sich ein "Anderssein" erlauben. Bin da ansonsten ganz bei Sam Spade unten...
zum Beitrag25.03.2026 , 11:40 Uhr
Immer, wenn man meint, es könne nicht mehr schlimmer kommen, setzt dieser Überwohlstandsverwahrloste vom Golfplatz noch einen drauf... Schon in seiner ersten Amtszeit habe ich den Mann als Person wahrgenommen, bei dessen Anblick anständige Menschen tunlichst die Straßenseite wechseln sollten. Damals hat er sich anfangs weitgehend noch auf schlicht und einfach widerliche Statements wie "Grab them..." oder die Äußerung, er könne halt auch mal jemanden straflos auf der Straße erschießen, beschränkt. Inzwischen sieht er seine Kriege als Urlaubsausflüge "nur zum Spaß". - Nein, solche Leute hofiert man nicht. Da heiligt auch der Zweck nicht die Mittel...
zum Beitrag25.03.2026 , 11:28 Uhr
Vermutlich nicht - denn der weiß ja sehr genau was er will...
zum Beitrag25.03.2026 , 10:50 Uhr
"Die Ampelkoalition unter Scholz hat nicht einmal eine ganze Legislaturperiode gehalten."
Das hatte man freilich zuallererst aber Christian Lindner und seiner Bande zu verdanken. Ich glaube, die FDP in diese Regierung zu integrieren, war ein Fehler, der uns zu erheblichen Teilen die heutige Situation eingebrockt hat. Besser nicht regieren als mit denen regieren, wäre angesagt gewesen. Klar natürlich auch: Die Richtlinienkompetenz des Kanzlers war eher ausbaufähig...
zum Beitrag25.03.2026 , 10:33 Uhr
Ihre Hoffnung in allen Ehren. Viel wahrscheinlicher ist allerdings derzeit, dass der Gruselkönig des "Kindergartens" sich aus innenpolitischen Gründen irgendwann in der Pflicht sehen könnte weiter zu eskalieren, um doch noch "seinen" Sieg vorzuweisen. Das wird an der Machtstruktur im Iran vermutlich vorläufig auch nichts ändern, möglicherweise aber stattdessen die nächste (eingepreiste?) große Fluchtbewegung Richtung Europa auslösen.
Weshalb Bibi Netanjahu wegen eines immerhin nicht unmöglichen Zusammenbruchs der Iranregierung jedoch eine andere Politik gegenüber den Palästinensern oder dem Libanon einleiten sollte, erschließt sich mir gar nicht. Der hat immer sehr genau gewusst, dass man eine Terrororganisation nicht final auslöschen kann, sondern durch eigenen Terror stets neue Rekruten für diese produziert. Der kann (und will) seine Politik gar nicht ändern. Und er ist ja leider keineswegs der Einzige in Israel, der so denkt. Und wenn wir beim "Möchten" sind: Ich persönlich möchte auch nicht, dass Irre in den USA oder Israel über solch ein Waffenpotential gebieten, wie das real der Fall ist. Das schließt andere übliche Verdächtige natürlich nicht aus. - Aber was hilfts?
zum Beitrag25.03.2026 , 10:06 Uhr
Dem ist leider wenig hinzu zu fügen...
Noch nicht so lange her, da glaubten nicht nur manche Menschen im Iran, eine Invasion von Agent Orange und dem anderen Typen, der immer "die Drecksarbeit für uns macht..." wäre die beste Idenn des noch jungen Jahres. - Muss nicht so richtig zu Ende gedacht gewesen sein...
zum Beitrag22.03.2026 , 14:47 Uhr
Haben Sie nicht selbst wenigstens ein bisschen den Eindruck, dass Sie es sich mit dem "zu Hause bleiben" zu leicht machen?
zum Beitrag18.03.2026 , 21:15 Uhr
Als Gehörgeschädigter hatte ich bereits für ganz einfache Taschentelefone mit Tastatur keinerlei Verwendung. Dadurch bin ich in den "Genuss" gekommen über die letzten 30 Jahre die schleichende Verwandlung vieler meiner Mitmenschen aller Altersklassen ganz von der passiven Seite her zu beobachten...
Was da zu erleben war hat mir vollauf gereicht weiterhin auf solche Technik zu verzichten. Beängstigend, wie heute junge (und alte!) Paare nebeneinader hocken, die Finger auf ihrem Schirmchen. Und keinen Blick füreinander. Ich habe unterwegs Mitreisende erlebt, die in den Wüsten des Oman allabendlich stundenlang auf dem Bauch lagen, den Blick nur auf dem bunten Geflacker, statt auf der Himmelsweite, die in Namibia jedes Fußballergebnis einer Drittligamannschaft mehr interessiert hat, als die Landschaft ringsum.
Ich möchte nicht auch so ein Ferngesteuerter werden. Kommen als Erstes die Taschengehirne auf den Frühstückstisch, wechsele ich persönlich den Platz. In meiner Abwesenheit mag das dann jeder/jede gerne halten, wie er/sie es mag...
zum Beitrag14.03.2026 , 21:46 Uhr
"Kann es sein das Weimar nur diese Wiedersprüche aufdeckt?"
WEIMAR - an diesen Zusammenhang habe ich noch gar nicht gedacht...
zum Beitrag14.03.2026 , 21:41 Uhr
"...eine der drei inkriminierten..."
Wohl nicht. Wäre selbst dann ja lediglich die eine. Welches Problem hätte der "Parteilose" denn dann mit den anderen Buchhandlungen?
zum Beitrag14.03.2026 , 21:37 Uhr
...vielleicht sollte man auch mal sein Geschreibsel vorher lesen, ehe man auf Senden drückt...
zum Beitrag09.03.2026 , 16:45 Uhr
Ich bin da keineswegs sicher. - Aber kann es nicht sein, dass angesichts diverser Erfahrungen nach versuchten Anbiederungen an den "Zeitgeist" der Blauen mittlerweile auch weit oben sitzenden Entscheidungsträgern der CDU aufgegangen ist, dass dieser Schritt, der finale zur eigenen Bedeutungslosigkeit sein könnte? Ich fürchte, es gibt in Deutschland mittlerweile Gegenden, wo etliche der ländlichen Parteifunktionäre nachts ins Taschentuch weinen, weil sie nicht rechtzeitig die Seite gewechselt haben und sie sich jetzt ganz hinten anstellen müssten...
zum Beitrag09.03.2026 , 16:37 Uhr
Das mit dem Bauernkrieg ist gut. Den kriegt man heute schon für viel weniger. reicht, wenn der Diesel grade als zu teuer empfunden wird...
zum Beitrag09.03.2026 , 15:51 Uhr
Es gibt da bestimmt den Einen oder Anderen, der das (klammheimlich und tief drinnen) auf in die Autoindustrie eingewanderte Arbeitnehmer aus den Ostbundesländern schiebt... (Ironie off) Aber ja: Sie haben Recht. Mich wundert das auch. Allerdings scheint sich an diesem Beispiel zu bestätigen, was Leute behaupten, die das "Phänomen" untersucht haben wollen: Der Osten ist der Entwicklung leider nur ein paar Jahre voraus.
zum Beitrag09.03.2026 , 15:33 Uhr
Wer, wenn nicht Lindner, ist denn der Hauptverantwortliche für den absolut zu begrüßenden Niedergang "dieser stolzen Partei" gewesen? Haben die auf der Resterampe Verbliebenen nicht wenigstens das verstanden? - Nee, nee. Der ist als Grüßaugust auf dem Werbezettel im Gebrauchtwagenshop schon ganz gut aufgehoben...
zum Beitrag07.03.2026 , 11:05 Uhr
Habe ich geschrieben, dass ich keine Aggression von außen sehe? - Buff - muss ich nicht bemerkt haben... Kann mich nur erinnern angeführt zu haben, dass Israel gerade nicht "von allen Seiten" angegriffen wird, wie Sie behaupten. Hat Netanjahu aber dennoch nicht daran gehindert z.B. stets die Gunst der Stunde zu nutzen und z.B. in Syrien kaputt zu machen, was nur irgend ging. - Ach - das sollte eigentlich nur die Lage in Syrien stabilisieren? Und lassen Sie bitte den Hessen-Vergleich weg. Hessen verfügt doch nicht über Atomwaffen...
zum Beitrag07.03.2026 , 10:51 Uhr
Es mag "streng genommen" keine Schülerstreiks geben. So wie es auch keine Streiks gegen politische Entscheidungen an sich gibt. - Was freilich die deutschen Trekkerbesitzer auch nicht interessiert... Möglicherweise Zeit, dass sich da was ändert? Wer, wenn nicht die Jugend, soll aufstehen, für die eigene Zukunft, angesichts des sich wandelnden Klimas, der stetig anwachsenden Zahl von Terrorregimen? Ihre Eltern und Großeltern, insbesondere die Entscheidungsträger, haben diese Zukunft der nachwachsenden Generation doch offensichtlich überhaupt nicht mehr im Blick.
zum Beitrag07.03.2026 , 10:41 Uhr
Nicht ganz immer - seit 1990 jedenfalls nicht mehr. Bereits länger als 35 Jahre. Zudem hatte natürlich vorher niemand die Möglichkeit bei der Besatzung mitzureden. - Ansonsten meinen Sie also solche Werbeaktion, die genauso gut auf jedwedem freien Platz im Flachland stattfinden könnte, wo sie durch die angepeilte Interessentengruppe einfacher und weniger schadenverursachend zu erreichen ist, sei kein wirkliches Problem?
zum Beitrag06.03.2026 , 21:17 Uhr
Ich bin immer wieder amüsiert, wenn hinter dem Namen Wolfram Weimer in Klammern "parteilos" steht... - Ist das nicht niedlich?
zum Beitrag06.03.2026 , 20:47 Uhr
Er schreibt nix vom "allmächtigen und verschlagenen Juden..." und er ist auch nicht nahe dran. Er schreibt von Benjamin Netanjahu. Und dessen geistige Programmierung ist seit Jahrzehnten durch diverse Äußerungen belegt... Was Ereignisse im Libanon betrifft: In Sabra und Schatila hat Israel "die Drecksarbeit" (Merz?) 1982 noch von anderen machen lassen. Das war damals freilich noch Ariel Scharon... Momentan sehe ich in Israel auch gerade kein Land, das "von allen Seiten angegriffen wird", sondern einen Agressor, der, wo immer es ihm nützlich erscheint, Trümmerwüsten errichtet. Unbestritten hat es solche Zeiten gegeben, da ringsum nur feindliche Staaten drohten. Aber noch nicht so lange her, da standen die Zeichen weitgehend eher auf Entspannung..
zum Beitrag06.03.2026 , 20:20 Uhr
Mal andersrum: Die Bundeswehr möchte im Sommer 2026 zu Werbezwecken ein Camp auf dem Harzer Brocken errichten. Mitten im sonst streng geschützten Nationalpark. Ein im wahrsten Sinne des Wortes hohes Ziel in der Mitte Deutschlands. Auf Hubschrauberlandungen immerhin verzichtet man inzwischen wohl freiwillig... Um die angedachte Zielgruppe in ausreichender Zahl dorthin zu bringen, werden - dem Vernehmen nach - sehr wahrscheinlich Sonderzüge der Schmalspurbahn eingesetzt. Eher nicht zu erwarten, dass übermäßig viele Jugendliche freiwillig zweimal mindestens sechs Kilometer zu Fuß gehen wollen... Da sind doch solche Streiks schon mal eine vorbeugende Maßnahme um die Aufmerksamkeit hoch zu halten...
zum Beitrag06.03.2026 , 20:03 Uhr
Okay. Aber weiter gedacht heißt das natürlich, dass Lokführer und Flugkapitäne auch nur dann streiken sollten, wenn sie eh niemand braucht... An sich ein Vorschlag, der vielen in der täglichen Praxis sehr entgegenkommen dürfte. Auch wenn es da nicht um Politik, sondern "nur" um Kohle geht. Wahrgenommen wird nur, wer gegen "die Regel" verstößt. Wie steht es da oben: "Sind diese älteren Herren jetzt schon so lange verbeamtet, dass sie nicht einmal mehr wissen, was genau das Wort „Streik“ eigentlich bedeutet?"
Habe auch mal solchen "Freizeitstreik" im (besser: vorm) Unternehmen erlebt. Nach der Schicht. - Gemeinsames warnendes Bockwurstessen vorm Tor... War enorm hilfreich.
zum Beitrag04.03.2026 , 22:00 Uhr
Maybe - Aber kann es nicht sein, dass dieser vielbesprochene Nuklearschirm spätestens unter Trump nichts anderes ist als pure Behauptung? Wie all der "mögliche" Schutz durch die amerikanische Weltmacht? Musste ja glücklicherweise seit der Berlinblockade nie bewiesen werden. - Bleibt lediglich zu hoffen, dass wir nie in eine Situation geraten, in der wir uns auf Agent Orange, seinen "Kriegsminister Headset" und die ganze evangelikale Sippe verlassen müssen...
zum Beitrag04.03.2026 , 21:49 Uhr
Schließe mich an und denke das gleiche - hätte das jedenfalls nicht besser formulieren können...
zum Beitrag04.03.2026 , 21:39 Uhr
Merz vertritt ganz gewiss nicht Deutschlands Interessen, wenn er sich und uns vor den europäischen Partnern zum Obst der Woche macht...
zum Beitrag04.03.2026 , 21:37 Uhr
Wobei Diplomatie und Diplomatie ein wenig zweierlei sein können. Welche Art Diplomatie ein Trump versteht sehen und hören wir täglich. Dem muss man vermutlich genauso blöd kommen um akzeptiert zu werden. - Gut sicherlich nicht grade vor seinen Lakaien oder wenn Kameras laufen.. In der asiatischen Welt läuft sowas traditionell eben ganz anders. Wer dort zu laut wird (oder auch nur so empfunden, insbesondere als deutlich jüngerer Mensch) verliert schnell ein für allemal sein Gesicht (wörtlich zu nehmen) und ist damit kein Verhandlungspartner mehr. Durchaus auch ein Grund warum Amerikaner China oder Japan nie verstehen werden...
zum Beitrag04.03.2026 , 21:26 Uhr
wohl wahr...
zum Beitrag04.03.2026 , 21:21 Uhr
Wenn einer weder für voll genommen wird, noch für voll genommen werden will, sein Beitrag zu was auch immer nicht der Rede wert ist, hätte BlackRocky vielleicht wenigstens die Reisekosten sparen können...
zum Beitrag04.03.2026 , 20:49 Uhr
Kann man machen. Muss auch nicht falsch sein. Aber andere Leute haben eben andere Macken.
Was nun all die fürchterlichen Folgen betrifft, die Ihnen aufgrund Ihrer Zurückhaltung beim Fernreisen entgehen: Seit mehr als 20 Jahren weltweit unterwegs habe ich ein einziges Mal einer Tour beigewohnt, deren Veranstalter der ganzen Reisegruppe, eines gefährlichen Mangels wegen, freiwillig je 200Euro erstattet hat. Kann natürlich auch daran liegen, dass ich ein wenig zu genügsam bin... Mit dem Betonbunker-Foto schließe ich mich gern an, Dubai wäre mir zu fad... Bestätigung findet ein ehrlicher Reisender keinesfalls bei Anderen, sondern mit etwas Glück hinterher bei sich selbst...
zum Beitrag04.03.2026 , 20:36 Uhr
Bedeutet was? - Möglicherweise nur, dass es sich für Aida gerade nicht lohnte. Eher nicht, dass die Aida-Kreuzritter Angst um ihre Passagiere hatten...
zum Beitrag04.03.2026 , 20:33 Uhr
Kann ja sein, dass Sie selbst gern erst zwei Tage vorher Ihren Urlaub planen und buchen... Ich glaube schon, dass die Meisten das anders machen. Nämlich langfristig. Und sogar wer nur eine Woche vorm Kriegsbeginn dorthin geflogen ist - wohlgemerkt in ein Land, in dem nicht mit einer direkten kriegerischen Auseinandersetzung zu rechnen war - konnte wohl einigermaßen sicher darauf vertrauen dergleichen nicht zu erleben. Wie Herr Wadephul letztlich zuzugeben gezwungen war lag keinerlei eindeutige Reisewarnung des AA vor. Selbstredend konnte man KURZFRISTIG klüger sein. Ich persönlich kann mit dem Glimmerglamour der Araber auch nix anfangen... - Was das nun mit Glatteis zu tun hat? Ich besitze kein Auto oder was Ähnliches... Aber so ist das eben mit Vergleichen, sie hinken immer...
zum Beitrag03.03.2026 , 20:38 Uhr
Bisschen beliebig, den Stand der Dinge in diesem Fall so zu beklagen. In Zeiten eines Trump (und von dieser Sorte gibt es ja mittlerweile mehrere) kann man als Urlauber heutzutage praktisch an fast jedem Ort der Erde sehr plötzlich gerade sehr falsch sein... Noch immer planen manche Reisende ihren Urlaub viele Monate vorher. Im Extremfall könnte das sogar bedeuten: Bevor Trump im Amt war. - Hätten die (und deren Veranstalter?) also schon damals gewarnt sein müssen? Eine gebuchte Reise ohne eindeutig bestehende Gefahr mal so zu canceln, heißt - wie oben bemerkt - viel Geld aus dem Fenster zu werfen. Für die eine wie für die andere Partei... Das alleinige Vorhandensein von Kriegsschiffen zählt vermutlich nicht zu den verlustfreien Reiserücktrittsrechten. Und sogar unser Außenminister wusste ja bis gestern auch nichts davon, dass er vorher nicht wirklich rechtzeitig gewarnt hatte...
zum Beitrag03.03.2026 , 19:39 Uhr
Nein - das ist nicht alle Opfer wert!
Solchen Blödsinn haben uns vor 40 Jahren Parteisekretäre aufgetischt, wenn sie von der Sozialistischen Weltrevolution schwadroniert haben. Schon damals habe ich mit den Märchenonkeln darüber gestritten. - Wollen Sie persönlich das den Menschen erklären, die gerade durch Trumps oder Netanjahus Bombardement ihre Angehörigen verlieren? - Ist halt so, seht doch mal das große Ziel am Horizont! Ist doch besser vom Onkel Donald umgebracht zu werden als vom heimischen Scheich und seiner Garde - oder?
zum Beitrag03.03.2026 , 18:22 Uhr
Das mag alles richtig sein. Ich fürchte jedoch Russland, der Agent Orange (oder wer auch immer) kann sich das für jedwede Einflußnahme notwendige Geld sparen... Wie es aussieht haben Merz und Co. spätestens mit den Energiepreissenkungen für "nicht alle", die ursprünglich ja anders versprochen worden sind, einmal mehr recht breite Teile insbesondere der weniger gut verdienenden Wahlbevölkerung gegen sich aufgebracht. Mit immer neuen nicht eingehaltenen Versprechungen (sowie verqueren Bemerkungen zu faulen Rentnern/Arbeitenden und Dauerkranken) treiben unsere Regierenden ohnehin verärgerte und/ oder bockige Leute bestimmten Politikern regelrecht in die offenen Arme. Was daraus folgen könnte ist eigentlich so offensichtlich, dass es den Handelnden in Berlin kaum verborgen bleiben dürfte. Meine Frage also: Ist das möglicherweise ein Testballon, in der Hoffnung, die Alternative möge sich in der Provinz auf dem harten Boden der Tatsachen doch bitte ausreichend entzaubern, ehe wieder "größer" gewählt werden darf?
zum Beitrag01.03.2026 , 16:24 Uhr
Das könnte leider genauso passieren. Da verstehe einer die Amerikaner und ihren Nationalismus... Wenn der Lamettamann aus dem Weißen Haus anderen Nationen ungestraft auf die Köpfe hauen kann, wähnt sich scheinbar selbst der Benachteiligtste in seiner Bevölkerung den großen Starken des Planeten zugehörig.
zum Beitrag01.03.2026 , 16:18 Uhr
Die deutsche Diktatur wurde deshalb mit Waffengewalt beendet, weil sie zuvor ihre eigenen Waffen gegen fast die ganze restliche Welt erhoben hatte. Und damit völlig zurecht, schon, weil das auf anderem Wege wohl kaum möglich gewesen wäre. So weit ich erkennen kann ist das hier nicht der Fall. Wenngleich die großmäuligen alten Herrschaften mit den Turbanen recht häufig gerne mit Vernichtung drohten. - Schätze, Sie bemerken den Unterschied dann doch...
Wie Trumps "Experiment" im Iran ausgeht kann leider noch niemand beurteilen. Vielleicht wäre es ja sonst irgendeinem seiner "Berater" möglich gewesen dem Typen aus Gottes eigenem Land sein militaristisches Vorgehen auszureden. Wenns um Eigennutz geht - besonders finanziellen - kann er ja recht sensibel sein.
zum Beitrag01.03.2026 , 16:09 Uhr
Es bestürzt mich zutiefst, dass es allen Ernstes Menschen gibt, die daran glauben, dass es für irgendein Volk letztendlich positiv sein könne, wenn ein Quartalsirrer beschließt dessen Territorium zu bombardieren. Dass es Trump in keiner Weise um die Bevölkerung des Iran geht dürfte auch dem Letzten klar sein, der nicht versehentlich im Bible Belt seinen Trailer stehen hat und auf Trump-Bettwäsche schläft. Was denn, wenn Agent Orange seine Ziele nicht innerhalb weniger Tage erreicht sieht? Gestaltet er dann dieses Riesenland zu Gaza 2 um? Zurück in die Steinzeit - wie ein US-Militär das dereinst mit Vietnam vor hatte? Das einzig Gute, das aus diesem Krieg hervorgehen könnte, wäre das diese US-Regierung sich daran derartig verhebt, dass ihr der amerikanische Wähler den Daumen senkt...
zum Beitrag20.02.2026 , 20:55 Uhr
Welche Neuigkeiten erwartet man zu erfahren, wenn jemand nach einem Medium befragt wird, von dem er offensichtlich zu Teilen lebt? Wer nie in einer Welt ohne Internet gelebt hat kann schlecht beurteilen wie es ihm dort ergangen wäre... Mir persönlich scheint aus praktischem Erleben absolut klar, dass insbesondere junge und sehr junge Menschen über kurz oder lang durch das fast restlose Abtauchen in digitale Tiefen Schaden nehmen müssen. Auch ohne vertiefende Forschungsgrundlagen. Wer mit offenen Augen durchs Leben geht muss doch bemerken, dass mehr als zwei Drittel seiner Mitmenschen nicht mehr im "Hier und Jetzt" unterwegs sind. Gelegentlich werde ich den Eindruck nicht los, ein großer Teil davon wartet nur noch auf den Tag, an dem er/sie sich selbst digitalisieren und auf Nimmerwiedersehen in seinem/ihrem unentbehrlichen geliebten Hosentaschengehirn verschwinden kann... Ein Sorry an die Social-Media-Gemeinde: Ich besitze kein "Smartphone" und hoffe inständig darauf nie eines zu benötigen...
zum Beitrag20.02.2026 , 11:06 Uhr
Weit enfernt davon jemandem einen Absturz oder Ähnliches zu wünschen: Man könnte ja den Jens oder das Linnemännchen derweil in Berlin lassen. Die übernähmen dann sicher schon...
zum Beitrag19.02.2026 , 22:12 Uhr
Absolut Ihrer Meinung...
zum Beitrag19.02.2026 , 22:05 Uhr
Sehr gute Idee... - Was zum Teufel soll sozial sein, an diesen Hassbrutstätten?
zum Beitrag18.02.2026 , 11:56 Uhr
Wenn Sie damit sagen wollen: 'Der Erbende nimmt dem nichts Erbenden nichts weg' stimmt das. Den Nachteil ärmer dran zu sein - für den der Erbe freilich nix kann - hat der in Bezug auf Chancengleichheit trotzdem. Will man so solidarisch denken könnte man der Meinung sein, dies sei tatsächlich ungerecht. Da würde ich persönlich allerdings erst weit oben, bei sehr hohem Vermögen, ansetzen. Als nie relevant Erbender (oder in Zukunft Vererbender) ist das Ganze für mich von wenig Belang - im Zusammenhang mit der Politik und finanziellen Handlungsfähigkeit dieses Staatswesens dürfte das sehr anders sein.
zum Beitrag18.02.2026 , 11:48 Uhr
Vielleicht hätte "Donni" darauf hinweisen sollen, dass er das er seinen Beitrag als Satire versteht?
zum Beitrag18.02.2026 , 11:37 Uhr
Ich fürchte der bedrohliche Rechtsdreh resultiert aus einem mächtigen Irrtum, aus viel zu hoch gesteckten Erwartungen. Nicht zu Unrecht wurden DDR-Wahlen gern als Zettelfalten belächelt, bzw. geschmäht. Den "Wählenden" war stets bewusst: Wir ändern nichts. Im Zuge der Wiedervereinigung war großen Teilen der Bevölkerung vor allem die schnelle D-Mark wichtig, die meisten, die so dachten, zogen dann in Regionen, wo es mehr zu verdienen, respektive eine sicherere Zukunft, gab. Aber ein nicht zu unterschätzender Anteil glaubte wohl auch an die verändernde Kraft demokratischer Wahlen. - Ja, jetzt geht das! Zeigte sich ja schnell in der Praxis: Gestern SED, heute CDU. Der Irrtum indes war die Schlußfolgerung, der Einzelne könne dabei tatsächlich viel bewegen. Das war sicherlich nicht wie erwartet der Fall - schon der Diskrepanz zwischen Wahlprogramm und späterem Handeln der Parteien wegen. CDU, SPD, zuletzt die Grünen... Von Lindner schweigen wir lieber, der ist als Gebrauchtwagenhändler tatsächlich besser aufgehoben.
Kurzum: Ich fürchte, nicht wenige meiner Landsleute hoffen aus dieser Enttäuschung heraus mit ihrem deplatzierten Kreuz auf dem Wahlzettel diesmal was zu ändern. Egal was.
zum Beitrag18.02.2026 , 11:13 Uhr
Das Empfinden von Glück ist sehr unterschiedlich. Wenn Sie Statistiken verfolgen werden Sie häufig erfahren, dass ein übergroßer Teil der ehemaligen DDR- Bürger die eigene wirtschaftliche Situation als gut oder eher gut einschätzt. - Offenbar stimmt allein das also nicht glücklich. Wenn Sie sagen wollen die finanzielle Unterstützung durch den Westen Deutschlands sei hilfreich gewesen haben Sie sicher nicht geradezu Unrecht. Aber die Verwerfungen, die sehr früh z.B. durch die Treuhand entstanden, haben Land und Leute natürlich geprägt. Beispiel: "Mein" Betrieb, Arbeitgeber für weit über tausend Menschen wurde innerhalb eines knappen Jahres auf die Hälfte heruntergehungert um Käufern die "Braut" attraktiver zu machen. Klar - das war technisch nicht wirklich auf bestem Stand... Zwei Käufer teilten sich dann den Braten. Ein Österreicher, der versprach vor Ort zum zweitgrößten Kartonagenhersteller Europas zu werden (und in Jahresfrist mit den Maschinen nach Polen verschwand) und ein Kölner Millionär, dem es lediglich um die Filetgrundstücke in Leipzig und hier ging. Der betrieb einen Teil der "Restbestände" für ein paar Jahre, investierte nie und schrumpfte jährlich die Belegschaft...
zum Beitrag18.02.2026 , 10:53 Uhr
Es wird Sie überraschen: Auch ich hatte in der DDR massive Nachteile. So konnte ich etwa 1980 ein Kulturstudium nicht antreten, weil ich mich weigerte, der SED beizutreten, nur weil ich als "Arbeiter" der Statistik genehm gewesen wäre. Von da an mied mich die Gewerkschaftsleitung so, wie sie mich vorher unerbeten fördern wollte. Ich weigere mich allerdings genauso heute deshalb in die Opferrolle zu steigen, bin im Gegenteil noch immer stolz darauf Nachteile in Kauf genommen zu haben. Hatte mit Heldenmut oder systemkritischer Rebellion übrigens wenig zu tun - ich wollte einfach nur weiter ohne Gewissensbisse in den Spiegel schauen können.
Wo sonst sollte es "Ostalgie" geben - wenn nicht im Osten? - Hieße ja sonst sicher anders... Was Ihren "gefühlten" Hass auf den Westen betrifft: Ich finde da übertreiben Sie maßlos. So wie es "den Osten" nicht gibt, gibt es auch nicht "den Westen". In mehr als 30 Jahren habe ich mindestens ebenso viele westdeutsche Städte kennengelernt und bin mit vielen westdeutsch Sozialisierten unterwegs gewesen. (Solches tiefere Interesse geht den Meisten auf der Westseite übrigens eher ab...) Nein - auch da war nicht Einer wie der Andere... Warum also hier?
zum Beitrag17.02.2026 , 17:15 Uhr
"Ostdeutschland scheint unter einem Gehörverlust zu leiden..."
Unter einem Gehörverlust leidet, wer selbst nicht hören kann. Hier geht es allerdings um das Gehörtwerden. Ein kleiner aber entscheidender Unterschied...
Ansonsten: Ziemlich schräge Philosophie...
zum Beitrag17.02.2026 , 17:10 Uhr
Nein - natürlich nicht alles...
Wenngleich unsere Presse mit dauernd skandalisierenden Titeln nur allzuoft diesen Eintrag erweckt...
Aber es ist eben leider auch nicht alles so in Ordnung wie Sie glauben wollen.
zum Beitrag17.02.2026 , 17:05 Uhr
Wissen Sie was mich irritiert? Dass immer wieder Foristen der Meinung sind: Jemandem, der ausreichend Geld in der Tasche hat, gehe es auch automatisch besser als anderen, die weniger davon haben. Wer auch nur ein wenig Selbstachtung besitzt macht sein "Gutgehen" aus meiner Sicht nicht zuallererst am schnöden Mammon fest. Hier beschreiben viele recht deutlich worin das Abgehängtsein der "Ostprovinzen". besteht. Und vor allem steht das ziemlich klar im Interview. Ja, allzuviele haben 1989 blind alle Verheißungen des Herrn Kohl geglaubt, das große Glück der schnellen Westmark kommen sehen und nicht geahnt, was daraus resultieren musste. Ein Zusammenbruch der eigenen Produktion. Da schrumpfte das große Glück dann arg, bei vielen Jahren in der Arbeitslosigkeit... Und ich glaube: Viele der Leute von damals schämen sich noch heute für ihre Gutgläubigkeit, mögen das allerdings nicht offen eingestehen. - Entsteht allein dadurch diese eigentümliche Realitätsverweigerung, wenn es um die blaue Truppe geht? Sicher nicht...
zum Beitrag17.02.2026 , 12:36 Uhr
Genau so! Im Übrigen wird gern verkannt, dass "Wir sind das Volk" zwar ein schmissiger Slogan war, der aber auch schon damals von vielen Skandierenden unterschiedlich interpretiert wurde. Von Manchem auch nur mit dem Gedanken: Jetzt gehts ran an die Fleischtöpfe! Insgesamt bin ich durchaus Ihrer Meinung. In diesem Land wird zu "viel linke Politik" beklagt - dabei spielte die über Jahre keine Rolle mehr, weil jene namentliche Linke sich allzulange um irgendwelche randständigen Befindlichkeiten gekümmert hat. Den erfreulichen Drive der Linken, der sich derzeit andeutet, haben wir wohl vor allem Porschefahrer Christian Lindner und Merz, dem Blackrocker von der trügerischen Gestalt zu verdanken...
zum Beitrag17.02.2026 , 12:24 Uhr
"Welcher internationale Konzern lässt sich in einer Gegend nieder, wo die Manager und ihre Familien nicht sicher sind?" Wenn Sie damit den Osten allgemein meinen: Daimler hat gerade erst - am Harzrand. Intel hätte gerne - bei Magdeburg. Dass dies dann ausblieb hatte nichts mit "Unsicherheit" zu tun. Diese Entwicklung ist ja nicht neu. Und wenn Menschen unter regionaler Unsicherheit leiden sind das ganz sicher nicht zuerst die Konzernlenker und ihre Hochbezahlten...
zum Beitrag17.02.2026 , 12:10 Uhr
Erstens wollen selbst hier in Sachsen-Anhalt längst nicht alle braun regiert werden - und also auch nicht "Nutznießer" des Kollateralschaden sein, den Sie dem Rest der Bevölkerung ja offenbar freundlich zubilligen - zweitens könnte daraus letztendlich weit Schlimmeres resultieren. Ist ja jetzt offenbar auch in Gottes eigenem Land nicht gerade so, dass der Wahlerfolg des Größenwahnsinnigen nur ein paar verstörte Bauern im Biblebelt beträfe...
zum Beitrag17.02.2026 , 12:02 Uhr
Ganz recht, so ist das leider. Verwundert mich auch, dass das ein erklecklicher Teil der Wählerschaft nicht begreifen will... Oder eben gar willens ist mit dem Kopf durch die Wand zu gehen und gegen seine ureigenen Interessen zu frohlocken: "Aber jetzt hab ich es denen mal so richtig gezeigt..."
zum Beitrag17.02.2026 , 11:52 Uhr
Es ist stets wenig relevant den Wohlstand von Regionen mit dem schlechteren Stand anderer zu vergleichen. Ganz einfach, weil sich Menschen fast sämtlich nach jenen ausrichten, denen es vermeintlich besser geht. Der Altbundesdeutsche blickte bewundernd auf die USA, der Ostbürger auf die fetten Autos und Häuser der "Wessis". Die Allerwenigsten sind in der Lage zu sagen: "Schau mal - in Rumänien sind sie schlechter dran..." - "Was zum Teufel schert uns Rumänien?" Ich finde das auch höchst bedauerlich, weil solcher Blick abwärts stets eine tröstende Lebensmaxime von mir war - aber so ist er halt, der Mensch. Und zwar nicht nur der "Ossi". Die Linke musste uns im Übrigen nicht einbläuen, dass wir übervorteilt wurden - das ist eben in vielen Dingen so. Ein sehr kleines Beispiel: Unser DDR-Betrieb besaß auch gut drei Dutzend Wohngebäude, in denen viele Arbeiter und Angestellte wohnten. Die Häuser kamen natürlich mit der Eingemeindung unter den Hammer. Man versprach damals den Mietern ein Vorkaufsrecht. - Die sich darum bemühten hatten nicht die Spur einer Chance. Ein gutes Drittel ging im Paket an einen Käufer von der Westseite, auch die anderen hat keiner der Mieter bekommen...
zum Beitrag17.02.2026 , 11:32 Uhr
Wo immer sie wohnen - mit dem was Sie oben geschrieben haben sind Sie absolut nah dran an der Realität...
zum Beitrag17.02.2026 , 11:29 Uhr
Ich darf Ihnen mitteilen: Aus meiner kleinstädtischen Ost-Perspektive ist Frau Hensel durchaus eine Kennerin des Ostmilieus. Und nein: Die Bemerkung betreffend die Akademiker halte ich keineswegs für Arroganz. Weil nun einmal der durchschnittliche Bildungsstand in einer Region eine Rolle spielt. Der Aderlass an jungen Menschen in den 90ern ließ vor allem Zehntausende der besser Ausgebildeten und Klügeren abwandern. In so hoher Zahl, dass man tatsächlich davon ausgehen kann, dass sich das auch auf den Alltag der Verbleibenden, ihre Diskussionen, Meinungsbildung und später Wahlergebnisse auswirken muss. Die "Gegangenen" - und ich spreche aus Erfahrung, weil neben meiner eigenen Tochter etliche heutige Mittvierziger aus der früher bekannten Umgebung dazu gehören - hätten schließlich das getan, was sie jetzt anderswo machen: Dem Abdriften manches Zeitgenossen Einhalt geboten. Oder zumindest die Umfragestatistiken verändert...
zum Beitrag17.02.2026 , 11:14 Uhr
Ich bin 70 plus, im "Osten" geboren und im Osten geblieben. Ich habe all die oben beschriebenen Entwicklungen miterleben dürfen/ müssen. Als Betriebsrat, wo uns eine Geschäftsführung allwöchentlich Kündigungslisten mit 200 Namen (Unternehmen: Druckerei mit über 1000 Beschäftigten) auf den Tisch schickte. Habe miterlebt wie desillusionierte Menschen nie wieder ein Bein in den Arbeitsmarkt bekommen haben, wie sich die von Links Entfremdeten schleichend nach Rechts drehten. Wie sich ein Landstrich von jungen Menschen entvölkerte, deren Eltern jetzt im Alter ihre Enkel nicht aufwachsen sehen können. Sehe in leeren Straßen eine entsetzlich überalterte Bevölkerung, der zu Teilen Kraft und Lust abgeht, sich gegen das, was nun droht, zu engagieren... Fast alles, das Frau Hensel sagt, kann ich aus eigener Erfahrung genauso unterschreiben. Und, sorry: Ich spreche jedem, der all da nur aus dem TV und der Zeitung kennt und dennoch wie immer seinen oft kenntnisfreien Kommentar abgeben muss, das notwendige Wissen um die tieferen Zusamenhänge ab. Was Herrn Kowalczuk betrifft: Da klingt mir vieles allzusehr nach dem alten Spruch "Wes Brot ich ess..." Elfenbeinturm halt...
zum Beitrag17.02.2026 , 10:41 Uhr
Hier eskaliert der Größenwahnsinnige einen Krieg, den die USA seit über fünfzig Jahren gegen die Insel führen. Mal offener, mal verdeckter, mal nur über das Embargo, mal mit Waffengewalt. Und wie immer ist es ihm völlig egal wie viele Leichen seinen Weg pflastern - Hauptsache irgendwann schenken ihm andere Wirrköpfe oder Despoten komische oder versehentlich selbst erhaltene Friedenspreise. Und die Geldeingänge auf den Konten der Familie Trump steigen in schwindelnde Höhen. Im Gegensatz zu seinen letzten Vorgängern setzt er darauf diesen Krieg jetzt ein für allemal zu einem für die USA gewinnbringenden Ende zu führen.
Das ist ein Krieg, der angesichts anderer, derzeit die Welt verwirrender Terrorakte des großen Blonden mit der viel zu langen Krawatte weitgehend unter dem Radar der Öffentlichkeit bleibt - weil (noch) nicht geschossen wird. Wie sehr das der Fall ist kann man daran erkennen, dass sich selbst in den Kommentaren der taz fast nichts zu diesem Thema tut...
zum Beitrag14.02.2026 , 17:11 Uhr
Sie werden es nicht für möglich halten: Ich (kein Autofahrer) würde meinen durchaus vorhandenen Führerschein deshalb abgeben, weil ich nicht ertragen könnte zumindest mitschuldig am Tod der Opfer zu sein. - Egal ob da ein technischer Defekt vorlag oder nicht...
zum Beitrag14.02.2026 , 17:07 Uhr
Dem ist nichts - aber auch gar nichts - hinzuzufügen!
zum Beitrag12.02.2026 , 21:32 Uhr
Denke mal, der Forist hatte nicht im Sinne das Kind (oder gar dessen Eltern) "zu belohnen", sondern meinte: Einem guten Schüler würde ein frei gegebener Fehltag weniger schaden als einem mit sehr schlechten Noten...
zum Beitrag12.02.2026 , 21:24 Uhr
Ich glaube hier von einem Korruptionsfall zu schreiben geht wohl doch ein wenig zu weit. Wie niedrig wollen Sie die Messlatte denn noch hängen?
zum Beitrag12.02.2026 , 21:15 Uhr
Ach - das war bei Ihnen so nicht üblich? 😅
zum Beitrag12.02.2026 , 21:11 Uhr
Ich kenne jetzt nicht die konkrete Begründung benannter Delinqentin, möchte aber zu bedenken geben, dass es durchaus bei vielen Veranstaltern auch spezielle Reisen gibt, die nur ein oder zweimal im Kalenderjahr angeboten werden. Hat ein Interessent also nicht auf den Punkt die Möglichkeit an genau diesem Tag Urlaub zu nehmen, kann er nicht daran teilnehmen. Solche Tour gehört selbstredend nicht zum Mainstream, wäre aber nicht völlig auszuschließen. Habe ich selbst schon mehrfach so gebucht. In solchem Fall könnten Nachfrage und Ausnahme ja vielleicht berechtigt sein. Ansonsten - nun: Zumindest äußerst unklug, weil allein durch das Amt und die diesem zugeschriebene Macht immer die Behauptung von Mißbrauch im Raum steht. Mal unabhängig davon, was sich die Entscheider der Schule bei der Meinungsbildung gedacht haben...
zum Beitrag12.02.2026 , 11:17 Uhr
Wahrscheinlich. Letztlich an dieser Stelle aber unnötige Begriffsklauberei. "Sabine" hat die "Fälle" immerhin in Anführungszeichen gesetzt...
zum Beitrag12.02.2026 , 11:12 Uhr
Entschuldigen Sie bitte - Sie scheinen zu den Glücklichen zu gehören, die noch nie therapeutische Hilfe benötigt haben. Das ist natürlich sehr gut für Sie. Aus den Erfahrungen meiner Zeit als "Arbeitnehmer" und aus dem Wissen um den Gesundheitszustand alter Freunde muss ich feststellen: Auch für den deutschen Bürger, der nicht einmal schwer traumatisiert ist, sondern aufgrund ungünstiger, fordernder Lebensumstände "lediglich" unter Depressionen leidet, gibt es Hilfsangebote in aller Regel erst nach wochen- oder monatelanger Wartezeit. Sofern überhaupt. Wie also sollte die viel aufwendigere psychologische Betreuung von Asylsuchenden aus den unterschiedlichsten Nationen und Krisengebieten sichergestellt werden? In einem Staat, der häufig nicht einmal eine Ahnung davon hat, wo sich der denkbare Patient gerade aufhält? Jegliche reine Kosten- oder Zahlenspielerei können Sie angesichts eines berghohen Mangels und Nachholebedarfs getrost vergessen...
zum Beitrag12.02.2026 , 10:49 Uhr
Vor allen Dingen wussten nach WK2 die Allermeisten überhaupt nichts davon, dass sie auf Jahrzehnte traumatisiert sein würden. Und die gute alte Erziehung zu Adolfs Zeiten bezeichnete jeden als Weichei, der meinte eine Seele zu haben. Ist ja nicht gerade so gewesen, dass nach Kriegsende überall Truppenpsychologen herumstanden. Damals hat es der eine oder andere Heimkehrer eben geschafft sich wieder ins normale Leben einzupassen - und viele andere nicht. Die einen wurden zu Trinkern, die anderen zu Gewalttäter, weil ihnen niemand zuhören wollte oder konnte. Mein Vater - dereinst in Frankreich - hat sich mir gegenüber immer geweigert über diese Zeit zu reden.
zum Beitrag12.02.2026 , 10:28 Uhr
Vor gut 20 Jahren habe ich einige Wochen lang Tibet bereist, zu großen Teilen fernab der Städte. Vor drei Jahren war ich für drei Wochen in Taiwan. Mein Eindruck nach vielen Gesprächen mit Führern oder Händlern: Sowohl in Tibet als auch auf der Insel haben sich viele Menschen mit dem Gedanken an Chinas Macht arrangiert. In Taiwan ist die Rede davon, dass sich beinahe genau so viele Menschen einen Anschluß an China vorstellen können wie ihn ablehnen. Da geht der Riss so quer durch Familien und Freundeskreise wie hier in Bezug auf die Wahl einer blauen Partei. Wenige Wochen vor meiner Reise war ohne jegliche Einladung mit viel Tamtam eine US-Delegation in Taipeh aufgeschlagen. Das sorgte in Taiwan für heftige Unruhe, weil den Insulanern (wie natürlich auch den Amerikanern) selbstverständlich klar war, das man Peking damit provozieren wollte. Ein Guide sagte mir später schulterzuckend, man habe mitunter mehr Angst vor dem vermeintlichen Freund, der immer wieder Öl ins Feuer gieße, als vorm großen Nachbarn. Aber jemanden vor den Kopf zu stoßen, indem man ihn auslädt, lässt asiatische Kultur nun einmal nicht zu...
zum Beitrag08.02.2026 , 12:35 Uhr
Ganz so schön und sicher wie Sie das hier erläutern ist das Börsenlotto nun auch wieder nicht... Nach der Eingemeindung der Neuen Bundesländer hatte ich früh das zufällige Glück darauf angesprochen zu werden ob ich nicht Vermögenswirksame Leistungen langfristig anlegen wolle. Früher schon guter Sparer gewesen kam mir das sehr vernünftig vor, ich habe also einen Vertrag abgeschlossen, später einen zweiten. Und ja - die Depotwerte haben sich gut entwickelt und tun das auch heute noch... - Halt: Sie tun es wieder! Denn zwischenzeitlich gab es mehrere fulminante Abstürze, während derer es guter Nerven bedurfte... Und wenn Sie Ihr Geld in solcher Phase dringend benötigen sieht es gar nicht mehr so positiv aus, mit den Prozenten...
zum Beitrag06.02.2026 , 20:54 Uhr
"...- denn, Spoiler: wir werden immer älter."
Da ist sie ja wieder, die Pauschalbehauptung. Vielleicht trifft das "wir" ja für Sie zu - für viele leider andere nicht. Und im Gegensatz zu Ihnen wissen das die meisten nicht einmal vorher so genau. "...1990 wurden wir im Schnitt noch 77 Jahre alt, jetzt 82."
Ja eben - im Schnitt! Aber ein großer Teil der Arbeitnehmer sitzt halt nicht auf bequemen Drehstühlen oder kommt in anderer Weise geruhsam über seinen Arbeitstag. Und dem nützt dieser Schnitt dann möglicherweise nicht viel, wenn er sich von Friedrich, dem Genügsamen, zu ein paar Jahren Mehrarbeit überreden lässt und hinterher krankheitshalber übereilt aus seinem ruhigen Rentnerdasein scheidet...
zum Beitrag06.02.2026 , 17:05 Uhr
Was mich persönlich immer wieder stört ist die Behauptung "die Leute leben länger". - Nicht "die Leute" leben länger, sondern einige von uns. Einige andere geben das Löffelchen deutlich früher ab, so früh zum Teil, dass sie nicht einmal kurze Zeit Rente empfangen. Habe das dereinst bei mehreren Kollegen erlebt, denen die Vierschichtarbeit offensichtlich nicht wirklich bekommen ist. Wäre schön, wenn man da "ganz oben" nicht immer nur pauschalisieren würde. Solange die Verhältnisse so sind, dass manche Berufsgruppen eben nicht die gleiche Lebenserwartung haben, wie der durchschnittliche Beamte oder Wissenschaftler lässt sich wohl kaum sagen: Ihr werdet alle älter als früher! Also arbeitet gefälligst länger und mehr! Wo und wie also ist da Gerechtigkeit zu finden?
zum Beitrag06.02.2026 , 16:57 Uhr
Besonders die letzten Zeilen haben sie schön formuliert... Ich würde mal sagen, es war nicht so, dass Kinder meist störten. Mancher hat einfach seinen Lebensplan nicht rechtzeitig zu Ende gedacht. Mir zum Beispiel ist der Gedanke an ein zweites Kind auch erst gekommen als wir dafür ein wenig spät dran waren. Aber da heutzutage selbst das erste Kind häufig Eltern hat, die die Mittdreißiger deutlich überschritten haben, wird das wohl kaum besser werden. Was den Konsum - also auch das Essen - betrifft: Ich bin 70+. Glauben sie mir: Ab einem gewissen Alter isst man deutlich weniger...
zum Beitrag03.02.2026 , 17:17 Uhr
Ein Bekannter von mir verkaufte im Internet seinen gebrauchten Audi. Kein Rennwagen zwar aber dennoch überdurchschnittlich PS-stark. Zur Abholung kam ein Führerscheinneuling, so viel wurde verraten. Vati, der das Gefährt finanzierte, war mit dabei und bass erstaunt darüber welchen "Boliden" sich sein Filius da ausgesucht hatte... Aber Bedenken? Nicht die Bohne. - Meiner doch nicht...
zum Beitrag03.02.2026 , 17:08 Uhr
Zahnschmerzen kriege ich jetzt nicht, eher dezente Kopfschmerzen - wenn jemandem nix anderes einfällt als zu solch einem Artikel die Missgunst-Karte zu ziehen... - Bestimmt würde der Autor ja gerne mitmachen, hat aber das falsche Auto... Geht's noch? Ich stimme Herrn Asmuth vollumfänglich zu. In einem halbwegs zivilisierten Staat sollte es möglich sein solches Handeln wie oben beschrieben wurde von vornherein technisch einzuschränken. Und wenn all die Hersteller mit Sternen, Ringen und "Nieren" im Wappen meinen dergleichen nicht berücksichtigen zu müssen sollten sie auch gern einen Teil des finanziellen Schadens tragen, den ihre kranken Kunden an Mitmenschen und der Gesellschaft allgemein anrichten... Der Götze Automobil - meine Güte, was für eine Weltsicht...
zum Beitrag03.02.2026 , 10:50 Uhr
Habe über vierzig Jahre in Mehrschichtsystemen gearbeitet. Das war nichts, was wirklich Freude machte. Dafür in den meisten Fällen krank. Der Magen, die Psyche... Ja: Auch ich bin heilfroh, dass das vorbei ist... Und weil jeder Mensch nur ein einziges Leben hat habe ich absolut großes Verständnis für jeden, der sich nicht - oder zumindest nicht nur - über seine notwendige Erwerbsarbeit definiert. Natürlich ist es den Allerwenigsten gegeben sich mit wenig Geld und viel Freizeit komfortabel einzurichten. Wir schreiben hier also - sieht man von den "Erben" und sozialschmarotzenden "Influenzas", die "was mit Medien" machen, ab - über eine fast verschwindend geringe Zahl von Mitbürgern. - Muss die "schwarze Mitte" darum wirklich so viel Wind machen? Wohl nicht... Aber derartige Diskussionen lenken doch ganz hübsch ab von den strategischen Fehlern der genialen deutschen Wirtschaftslenker um Spahn, Merz und Co.
zum Beitrag02.02.2026 , 18:09 Uhr
"Deutlich weniger schwer körperlich" zu arbeiten ist kein Wert an sich. Ich habe in "meiner" Firma in wenigen Jahren etliche nicht-schwer-arbeitende Mittfünfziger mit Depressionen in den langandauernden Krankheitsstand und anschließend in die Frührente verschwinden sehen. Dauerdruck von oben und ein Vier-Schichten-System schaffen das auch ohne viel Kraftaufwendung...
zum Beitrag02.02.2026 , 17:56 Uhr
Habe ich früher genauso gesehen - wenngleich nicht in Teilzeit beschäftigt... Und abzüglich der Katze...
zum Beitrag30.01.2026 , 17:42 Uhr
Glauben Sie das echt? - Gut, bei uns liegt nicht genug Öl in der Erde um Onkel Donald richtig zu locken. - Aber wenn Zölle nicht mehr helfen sucht der vielleicht doch nach einer anderen Lösung, wenn die Germanen zu bockig rüberkommen... Nööö - derzeitist niemand so gefährlich für den Weltfrieden wie der Horrorclown aus Amerika...
zum Beitrag29.01.2026 , 10:44 Uhr
Ich war nie Lifestyle Teilzeitarbeiter -wäre im Vierschichtbetrieb auch schlecht möglich gewesen. Allein der ernsthaft ausgesprochene Gedanke hätte mich wohl vor die Tür des Unternehmens in USA-Besitz befördert. Aber ich habe mir dreißig Jahre lang das Recht herausgenommen jegliche Überstunden abzulehnen. Und das ganz einfach deshalb, weil unumgängliche Erwerbsarbeit allein nicht Sinn und Inhalt eines Menschenlebens sein kann. Auf der anderen Seite stand schließlich, dass ich im Schnitt maximal zwei Krankentage im Jahr hatte und darüber hinaus always erwartbar meine Arbeit gemacht habe und damit mehr alks genug für die hochwohlüblichen Shareholder in Übersee tat. Mit anderen Worten: Ich kann verstehen, wenn jemand sich nbicht in allererster Linie über seinen Broterwerb definieren mag nur weil das vom System so vorgesehen ist...
zum Beitrag28.01.2026 , 18:29 Uhr
Das sehe ich ganz genauso. - Werte? Ja welche denn? Wann und wo? Die trägt man doch wie einen Götzen vor sich her ohne darüber wirklich nachzudenken...
zum Beitrag28.01.2026 , 18:16 Uhr
Herzlichen Dank für diesen Artikel, der mir absolut aus der Seele spricht. Anders als fast alle in meinem üblichen Umfeld in Sachsen-Anhalt habe ich mehr als zwei Jahrzehnte fast durchgängig Grün gewählt - immer in der Hoffnung, dass diese Partei eines sonnigen Tages in diesem Land zum Besseren beitragen werde... Ich habe ihr nach einiger Bedenkzeit Herrn Fischer verziehen, diverse andere Verirrungen wie den verordneten Veggieday ebenso. - Aber was ist dabei herausgekommen? Baerbocks Gerede von feministischer Außenpolitik, ein eifernder, zu kurz gekommener Hofreiter, kaum etwas fürs Klima und der pure Verrat an den Intentionen der Gründer. Man hat sich zu einer Politik verschworen, die viele nicht einmal mittragen könnten - wenn sie das denn noch wollten. Ganz einfach deshalb nicht, weil sie deren Kosten und Konsequenzen immer mehr am eigenen Leibe spüren. Und ja - ich gehöre zur sogenannten Boomergeneration...
zum Beitrag