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24.04.2026 , 12:14 Uhr
Was ich allen Männern, die das Bedürfnis haben, sich hier in erster Linie gegen vermeintliche Zuschreibungen zu wehren, gerne mitgeben würde, ist dies: Man(n) kann das machen, man hätte aber auch die Wahl gehabt, sich solidarisch und empathisch zu äußern über die unfassbar ungerechte Lebensrealität, die hier beschrieben wird. Was ist wichtiger?
zum Beitrag24.04.2026 , 11:59 Uhr
Völlig richtig, und das Tragische daran ist: um diese Überzeugung wirklich auf die Probe zu stellen, müsste eine Frau zuerst ins Risiko gehen. Alternativ, kein Mann, kein Risiko, das ist ja genau das Thema. Die Ignoranz der "Guten" ist ein wesentlicher Teil des strukturellen Problems, und ob man diese nun für selbst verschuldet halten will oder nicht, spielt aus taktischer Sicht keine Rolle. Ich meine, dass Geduld und Aufklärung leider immer noch das beste Mittel sind, um dieser Ignoranz zu begegnen. Während Konfrontation und Schuldzuweisungen es jenen Kräften leicht machen, die sehr planvoll daran arbeiten, genau diese Ignoranz zu erhalten.
zum Beitrag23.04.2026 , 13:36 Uhr
Ich glaube (oder hoffe) schon, dass unter denen, die am Lautesten "aber nicht alle Männer" schreien, auch solche sind, die ehrlich empört sind über die Unterstellung, sie selbst könnten ihrer Partnerin so etwas antun. Ich habe auch lange gebraucht, um zu verstehen, wie ernst die Lage ist und wie viele meiner Mit-Männer eine wirklich befremdliche Einstellung zu Frauen haben. Wie viele Männer es wirklich gibt, die keine Empathie für Frauen entwickeln und Frauen quasi für eine andere Spezies halten.
Viele Sprüche, die ich mir früher mit "sollte wohl ein Witz sein" erklärt habe, waren wohl leider ernst gemeint. Übergriffe, die ich für Einzelfälle hielt, weil ich selber nur vereinzelt Zeuge davon wurde, sind in Wirklichkeit der Alltag jeder Frau, überall. Und gerade, wenn man(n) selber im Traum nicht auf die Idee kommen würde, so etwas zu tun, ist es eine kognitiv völlig normale Reaktion, sich die Sache schön zu reden. Und ebenso normal ist es, Aussagen auf sich selbst zu beziehen, die gar nicht so gemeint sind. Geduld und Aufklärung bleiben wichtig, um all die "guten" Männer, die es einfach noch nicht gecheckt haben, zu erreichen.
zum Beitrag17.07.2025 , 12:12 Uhr
Jedes Mal, wenn ich (Hetero-Mann) einen Beitrag zu diesem Thema lese, bin ich wieder aufs Neue erstaunt. Ganz ehrlich, auch bevor ich überhaupt angefangen habe, mich mit Feminismus zu beschäftigen und mein Privileg zu checken, hätte ich gesagt: das, was hier von uns Männern gefordert wird, sind doch absolute Selbstverständlichkeiten, die völlig auf der Hand liegen. Es ist doch wirklich absurd, dass man darüber überhaupt reden muss.
zum Beitrag