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Doku über Auszeit vom digitalen KonsumFreiheit ist, das Smartphone abzugeben

In einer „Zeit“-Doku wagt eine Gruppe Jugendlicher ein Leben ohne Smartphone, dafür mit Bibi Blocksberg

Ich hatte die ersten Male Gespräche mit meinem Bruder seit Jahren.“ Was klingt wie ein dramatisches Wiedersehen mit einem vermissten Menschen, ist die Aussage eines Jugendlichen, der einen Monat ohne Handy lebt.

In einer fünfteiligen Zeit-Doku verzichten acht Jugendliche und ihr Lehrer einen Monat lang aufs Smartphone. Ihre Videotagebücher zeigen, wie sich Alltag und Blick auf die eigene Nutzung verändern. Fünfteilig klingt erst einmal lang. Doch man wird rasch in die Lebenswelt der Heranwachsenden hineingezogen, die in diesen vier Wochen eine Freiheit (zurück-)gewinnen, die an die eigene Kindheit erinnert, als lange Stunden totgeschlagen werden mussten.

„Ich fühle mich wie ein Survival-Youtuber“, sagt eine Schülerin am Ende der ersten Folge, nachdem sie ihr Smartphone abgegeben hat. Bald hinterfragen nicht nur die Jugendlichen, sondern auch Lehrpersonen und Eltern ihren digitalen Konsum. Denn eines ist längst klar: Nicht nur junge Menschen haben ein digitales Konsumproblem.

Die Doku

„Vier Wochen ohne Smartphone“, 5. Folgen, Die Zeit

Neue Hobbys entstehen: Alte Hörspiele von „Bibi Blocksberg“ werden gehört, man verfällt der „Büchersucht“, erfindet eigene Fernsehshows. Zugleich geht die neu gewonnene Freiheit nahtlos in Frust über: Wie finde ich mich ohne Google Maps zurecht? Wie fahre ich Bahn ohne Deutschlandticket auf dem Handy? Doch die Doku zeigt auch, dass sich für die meisten Probleme Lösungen finden und dass das Smartphone weniger notwendig ist als gedacht.

Erstaunliche Neuentdeckungen gibt es nicht. Trotzdem ertappt man sich beim Spiel mit dem Gedanken, das Handy und vor allem den Zwang, immer erreichbar zu sein, einfach mal loszuwerden. Wo also ist die Anmeldung für eine nächste Zeit-Doku für Erwachsene, in der man ein handyfreies Ich und vielleicht auch ein paar neue Hobbys entdeckt?

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