Serie „Deutschland, ich küss' dein Herz“: Traumland Deutschland
Comedian Tahsim Durgun macht mit Tante Zeynep in der ARD-Serie „Deutschland, ich küss' dein Herz“ eine Reise durch die 17 Bundesländer und Österreich.
Foto: Daniel Nguyen/WDR
Wenn Friedrich Merz ein Pilz wäre, welcher wäre das?, fragt Tahsim Durgun. Der Comedian steht neben seiner Tante Zeynep irgendwo in einem Wald in Süddeutschland. „Ein arbeitsloser Schildborstling“, antwortet Tristan, der unter dem Usernamen „pilzaddicted“ Infovideos über Pilze macht. Der Sketch im Wald mit Durgun in einer zu engen Lederhose ist eine von vielen, die er auf seinem Roadtrip durch Deutschland macht.
Das Prinzip: eine Tour durch alle Bundesländer, um der kurdischen Tante das Land näherzubringen, in dem auch sie als Einwanderin schon lange lebt. Auf dem Weg treffen sie Promis wie Herbert Grönemeyer, Ikkimel oder Natasha Ochsenknecht. Durchzogen sind die Erfahrungen, die jeweils mit den Eigenarten und Klischees der jeweiligen Regionen spielen, mit eingeblendeten Memes und Kurzvideos.
Angefangen mit dem Witz, in einen Deutschland-Roadtrip auch Österreich und Mallorca mit aufzunehmen, und weiter mit einem Tahsim Durgun, der in Weimar bei einer Theaterprobe vor Aufregung über die Teilnahme des Tatort-Schauspielers Edin Hasanović ins Klo reihert. Im Schnelldurchlauf wird die Geschichte kurdisch-deutscher Menschen erzählt. Nicht nur ein leichtes Thema, aber Witze unterbrechen die Schwere. Humor verbindet ja bekanntlich auch.
Und sie verbindet auch Menschen, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Zeynep und Tahsim besuchen etwa den Kleingarten-Sheriff, der dort penibel darauf achtet, dass die Hecken nicht über 1,5 Meter wachsen. Sobald die beiden ein knallbuntes Hemd tragen, so wie der Sheriff selbst, versteht man sich. Aus all der Wut und all den traurigen Seiten spricht auch eine Hoffnung, darüber, dass Deutschland doch noch etwas zu bieten hat. Und die ARD auch mehr kann als nur lineares Fernsehen.
Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
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