die gute nachricht: Ägypten hat Malaria besiegt
Malaria kann besiegt werden, auch in Ländern, in denen die Krankheit für Jahrtausende zirkulierte. Seit dem 21. Oktober zählt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun auch Ägypten zu den malariafreien Ländern. Mindestens 6.000 Jahre lang übertrug die Anopheles-Mücke in Ägypten die infizierenden Plasmodien, auch schon auf Pharao Tutanchamun. Die Eliminierung der Krankheit sei „ein Zeichen der Hoffnung für die ganze Welt, insbesondere für andere endemische Länder in unserer Region“, sagt Hanan Balkhy, WHO-Regionaldirektorin für den östlichen Mittelmeerraum.
Um als von Malaria befreit zertifiziert zu werden, muss ein Land nachweisen, dass die Malaria-Übertragung für mindestens drei aufeinanderfolgende Jahre unterbrochen war. Maßgeblich beigetragen haben zu Ägyptens Erfolg, die Krankheit einzudämmen, eine engmaschige Überwachung – seit 1930 ist Malaria in Ägypten eine meldepflichtige Krankheit –, eine enge Zusammenarbeit mit den Nachbarländern wie dem Sudan und Investitionen in die Gesundheitsversorgung, erklärt die WHO in ihrem Pressestatement. So sind etwa Diagnostik und Behandlung von Malaria für die gesamte Bevölkerung kostenlos, unabhängig vom Aufenthaltsstatus. Von 1955 bis heute sind weltweit 44 Länder und ein Territorium – die zu Frankreich gehörende Pazifikinsel La Réunion – als malariafrei zertifiziert worden. Adefunmi Olanigan
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