Polizei war kein Fake

Wieder Einsatz im linken Hausprojekt Rigaer94 – Wohnung geräumt?

Im Hausprojekt Rigaer94 hat am Freitag erneut ein Polizeieinsatz stattgefunden. Nachdem am Donnerstag 200 Beamte eine Durchsuchung durchgeführt hatten, sprachen Beobachter am Freitag davon, diesmal habe ein Bautrupp der mutmaßlichen Eigentümer mindestens eine Wohnung geräumt – wohl ohne Räumungstitel. Die Polizei habe das abgesichert.

Auf Twitter verbreitete die Polizei gegen 8.30 Uhr Folgendes: „Moin zusammen. Wer gerade im Kleiderschrank nach wetterfester Kleidung sucht, um auf dem #Dorfplatz wg. eines angeblichen Einsatzes in der #Rigaer94 zu supporten, kann sich getrost wieder hinlegen. Das ist ein #Fake.“ Als NutzerInnen desselben Mediums über Polizeipräsenz berichteten, teilte die Behörde mit, der Hausverwalter „sichere“ mit Bauarbeitern „freie Wohnungen“. Polizeibeamte seien vor Ort, weil es zu Angriffen mit Reizgas gekommen sei. Bewohnte Wohnungen seien nicht geräumt worden.

In der Nacht zu Freitag wurden sieben Menschen vorläufig festgenommen, die Vorwürfe lauteten auf Widerstand gegen die Polizei und Beleidigung. Begründet worden war die Durchsuchung damit, dass im Januar eine Polizistin aus dem Haus heraus mit einem Laserpointer verletzt worden sei.

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Canan Bayram teilte mit, das Landgericht habe mehrfach festgestellt, dass unklar sei, wer Eigentümer der Rigaer94 ist. Bayram: „Handelt die Polizei in der #Rigaer rechtswidrig?“ (clp)

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