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Türkei droht mit Syrienoffensive, Russland warnt

In Syrien spitzt sich der Konflikt zwischen der Türkei und den von Russland unterstützten syrischen Streitkräften weiter zu. Ein türkischer Einsatz gegen syrische Streitkräfte stehe in der Provinz Idlib „unmittelbar bevor“, sollten sich diese nicht bis zum Monatsende hinter türkische Militärposten in der Region zurückziehen, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan am Mittwoch in Ankara. „Das sind unsere letzten Warnungen.“

Die türkischen Truppen könnten „ohne Vorwarnung eines Nachts auftauchen“, sagte Erdoğan. Die Gespräche mit Russland gingen weiter, sie hätten jedoch bislang kein „Ergebnis, das wir wollen“, gebracht.

Die Türkei stockte in den vergangenen Tagen ihre Kräfte in Idlib bereits auf. „Wir haben alle unsere Vorbereitungen getroffen, um unsere eigenen Pläne umsetzen zu können“, betonte Erdoğan. „Wir sind entschlossen, aus Idlib eine sichere Region für die Türkei und die einheimische Bevölkerung zu machen, egal zu welchem Preis.“ Russland warnte die Türkei unverzüglich vor einem Angriff auf syrische Truppen. Dies wäre das „schlechteste Szenario“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

Die Türkei unterstützt in dem seit neun Jahren währenden Bürgerkrieg in Syrien einige Rebellengruppen, Russland indes steht hinter der Regierung von Präsident Baschar al-Assad. In der Region Idlib sind seit Anfang Dezember 900.000 Menschen vor der Offensive der Regierungstruppengeflohen. „Eine so große Fluchtbewegung innerhalb kürzester Zeit ist selbst in neun Jahren Syrienkrieg beispiellos“, erklärte der Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe, Martin Keßler, am Mittwoch. (afp, rtr, epd)

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