piwik no script img

... Spuckern das Heim

Wer im chinesischen Guangzhou mehrfach beim öffentlichen Spucken erwischt wird, könnte bald seine Wohnung los sein.

Wer in einem Neubauviertel der chinesischen Stadt Guangzhou mehrfach beim Spucken in der Öffentlichkeit erwischt wird, könnte bald seine Wohnung los sein.

Wie das Wegwerfen von Obstschalen und öffentliches Urinieren ist Spucken künftig tabu und wird mit Strafpunkten geahndet, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Liste der Behörden hervorgeht. Auf die Straße speien bringt drei Punkte, und bei 20 Punkten binnen zwei Jahren droht der Verlust der Wohnung.

Mit den neuen Vorgaben will die Stadtverwaltung in der Siedlung bessere Manieren erzwingen. Beschlossen sind sie allerdings noch nicht - die Behörden wollen zuerst die Reaktion der Öffentlichkeit auf ihre Pläne ausloten.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

0 Kommentare