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wo‘s hakt

Leider nicht kompatibel …

Sosehr sich Bayern als Motor Deutschlands begreift, so unverständlich bleiben dem Rest der Republik gewisse Eigenarten im Stoiberstaat – ein kleines Kompendium des Inkompatiblen:

„Oans, zwoa, gsuffa!“, schallt es durch die Bierzelte auf dem Oktoberfest. Gut so. Besser noch, dass im fernen Ausland Bayern meist mit Deutschland gleichgesetzt wird. Am besten aber ist die leise Allergie der übrigen Bundesbürger gegen gegen allzu stolze Folklore. Von der Mass bis an die Memel? Nein, danke. Bundesweit schwer vermittelbar ist auch die Vertriebenenpolitik der CSU-Regierung: Markige Töne in Richtung Tschechien lassen sich in München anschlagen, nicht in Berlin. Ein Fall von Hassliebe ist der FC Bayern – bundesweit geliebt von jenen, die immer zu den Gewinnern gehören wollen. Vorteil: Stoiber ist schon länger Vereins- als CSU-Mitglied. Nachteil: 5:1 gegen Schalke. Fazit: Der Mythos bröckelt pünktlich zum Wahlkampf. Weiteres Manko: München, die „Weltstadt mit Herz“ und Fön. Es ist die bürgerlichste aller deutschen Vorzeigemetropolen – und seit Äonen von der SPD regiert. FRA

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