piwik no script img

Förderungs-Jammer

■ Jury fordert mehr Geld für Filmkunst

In einem Offenen Brief an Kultursenatorin Bringfriede Kahrs (SPD) hat die Jury der kulturellen Filmförderung jetzt eine Erhöhung der Mittel gefordert. Unter den 52 Anträgen hätte sich auch ein Projekt des namhaften Regisseurs Werner Schroeter befunden, das die dreiköpfige Jury „mangels Masse“ nicht födern konnte. „Es ist ein Jammer, wenn künstlerisch anspruchsvolle Projekte durch den Rost fallen, nur weil das Land Bremen sich offensichtlich nicht in der Lage sieht, Film als großes, künstlerisches Medium adäquat auszustatten“, so das Gremium.

Bei ihrer Sitzung am Wochenende hat die Jury sieben der mehr als 50 Projekte ausgewählt und die zur Verfügung stehenden 100.000 Mark ungleichmäßig auf sie verteilt. Mit 30.000 Mark wurde nach Mitteilung des Filmbüros das Projekt „Ich müßte mal alles aufschreiben“ von Heidrin Mössner gefördert. Es ist ein biographischer Film über Eva Reich, Tochter Wilhelm Reichs. Mehr als 36.000 Mark erhält der Bremer Nachwuchsfilmer Orhan Calisir für ein Filmprojekt über den Kampf eines türkischen Dorfes gegen den Bau eines Atomkraftwerks. Außerdem wurden Produktions- und Vertriebsförderungen vergeben. Für Herbst stellt das Filmbüro einen Nachschlag in Aussicht, mit dem weitere Projekte gefördert werden sollen. ck

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen