: noch 272 tage bis zum euro
taz-Serie zur Euroeinführung
Jetzt wird es langsam ernst: Noch neun Monate bleiben, bis am 1. Januar 2002 der Euro offizielles Zahlungsmittel wird. Und bereits im nächsten Monat beginnt bei Banken und Sparkassen eine vierwöchige Aktion zur Einzahlung von Mark und Pfenning aufs Sparbuch. Der Grund: In Sparbüchsen, Strümpfen und Cognacflaschen haben die Bundesbürger Milliarden von Münzen gehortet. Würden all diese erst in der heißen Umtauschphase zwischen dem 1. Januar und dem 28. Februar 2002 in Euro gewechselt, würden die Bankangestellten wohl zusammenklappen. Um den Anreiz für einen frühen Umtausch zu erhöhen, gibt es bei einigen Instituten Gewinnspiele. In haushaltsüblichen Mengen – also wenn man nicht mit dem Spendenkoffer anrückt – ist die Einzahlung kostenlos.
Im Januar und Februar kann in Restaurants, beim Einkaufen oder im Kino weiterhin in Mark gezahlt werden, als Wechselgeld erhält man dann jedoch Euros und Cents. Um die Bürger an die neuen Münzen zu gewöhnen, gibt es ab 17. Dezember bei den Kreditinstituten „Starterkits“, abgepackte Bargeldmengen im Wert von 10,23 Euro, also 20 Mark.
Eine Starterserie gibt es von nun an jeden Donnerstag in der taz. Unsere Autoren und Korrespondenten werden den Countdown zur Euroeinführung begleiten und den alles entscheidenden Fragen nachgehen: Was passiert eigentlich mit unseren Briefmarken? Steigen nun die Preise? Wird auch in Bosnien mit Euros gezahlt? Wie bereiten sich die Fälscher auf den Euro vor? Und natürlich geht es um die Frage, wann die Eurozone größer wird und ob die Einführung der gemeinsamen Währung die EU stärkt. HER
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