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Neuer Ärger in Philippsburg

STUTTGART dpa ■ Im Zusammenhang mit der Pannenserie in den Atomkraftwerken von Baden-Württemberg haben SPD und Grüne Landesumweltminister Ulrich Müller (CDU) erneut Versagen bei der Atomaufsicht vorgeworfen. Konkret habe Müllers Ministerium zugelassen, dass der Chef des AKW Philippsburg, Hans-Josef Zimmer, seinen Posten ohne die erforderliche fachliche Lizenz ausübe. Eine Sprecherin der Betreiberfirma Energie Baden-Württemberg sagte, der Leiter sei nur für den kaufmännischen und technischen Bereich zuständig. Die sicherheitsrelevanten Fragen fielen den Leitern der Reaktorblöcke zu, die die Lizenz besäßen. Das Bundesumweltministerium hielt dagegen, es sei nicht eindeutig, „wer wie für was verantwortlich ist“. Einiges bei der Verteilung der Zuständigkeit in Philippsburg scheine ungeklärt. So habe Zimmer in der Vergangenheit durchaus Papiere unterschrieben, die für die Sicherheit relevant seien.

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