was fehlt ...: ... Schirm, Charme, Melone
Bei der Dessous-Show von Victoria's Secret trug ein Model einen traditionellen Indianerkopfschmuck. Vielleicht hätte es auch ein Hut getan.
Der Indianerkopfschmuck kam bei den Ureinwohnern Nordamerikas nicht so gut an, das amerikanische Unterwäschelabel hat's eingesehen: Victoria's Secret hat sich dafür entschuldigt, dass eines seiner Models bei einer Laufstegvorführung einen Federkopfschmuck trug. Model Karlie Kloss trug bei der Schau einen bis zum Boden reichenden Schmuck, den die Ureinwohner Nordamerikas als Zeichen besonderer Auszeichnung trugen.
„Wir mussten Fürchterliches ertragen, um zu überleben und sicherzustellen, dass unsere Lebensweise erhalten bleibt“, sagte der Sprecher der Navajo Nation, Erny Zah, am Montag. Es sei herabwürdigend. „Wir möchten uns aufrichtig entschuldigen, da wir keinerlei Absicht hatten, irgendjemanden zu beleidigen“ hieß es auf der Facebook-Seite des Unternehmens. Das Model Kloss entschuldigte sich per //de.twitter.com/karliekloss:Twitter-Mittteilung. Der Rest der Kollektion wurde hauptsächlich mit üppig gefiederten „Flügeln“ auf den Model-Rücken vorgeführt, offenbar fiel Victoria's Secret dieses Jahr nichts anderes ein, als sich mit fremden Federn zu schmücken. (dapd/juni)
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 290 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen
meistkommentiert