union: negativserie beenden:
Die gestrige dpa-Schlagzeile erstaunte uns doch sehr: „Union will trotz Personalsorgen gegen Duisburg Negativserie beenden“. Dass die Union Personalsorgen hat und bei den Wahlen eine beeindruckende Negativserie hingelegt hat, wissen wir. Aber wieso will die CDU ihre Probleme ausgerechnet „gegen Duisburg“ beenden? Was hat die grundsympathische Ruhrmetropole mit der Spielschwäche der Christdemokraten zu tun? Heißt der Gegner nicht SPD bzw. Bundesregierung? Und die sitzt ja wohl noch immer in Berlin. Offenbar ist die Union von den Querelen um ihre Vorsitzende bereits so paralysiert, dass sie die wahren Gegner nicht mehr ausmacht. Keine Frage, es muss eine neue Taktik her: Hinter die Stürmer eine hängende Spitze, die dahingeht, wo es wehtut; im Mittelfeld ein zentraler Ballverteiler, der auf dem Bierdeckel tanzen kann; und vor die Viererkette ein Staubsauger, der notfalls für die Verteidigung abräumt. Und schließlich ein Trainerwechsel: Ein Mann vom Fach muss ran – am besten aus München. Nur so wird die CDU Weltmeister.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen