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taz Talk meets Jüdisches Museum Berlin Staatenlosigkeit und Visionen von Zugehörigkeit

Was bedeutet Staatenlosigkeit und welche lebensweltlichen Konsequenzen hat dieses Massenphänomen noch? Ein taz Talk mit Historikerin Miriam Rürup im Rahmen der Digital Lecture Series.

Miriam Rürup erörtert den Zusammenhang von Staatsbürgerschaft und Menschenrechten Foto: Jüdisches Museum Berlin | Georg Warmhof

Staatsbürgerschaft ist in Einwanderungsgesellschaften die Garantie für gleichberechtigte Teilhabe, soziale Rechte und politische Mitbestimmung – zugleich ist sie Voraussetzung für menschenrechtlichen Schutz. Was bedeutet es also, staatenlos zu sein? Wie wurde und wird Staatenlosigkeit noch immer zu einem Massenphänomen und welche lebensweltlichen Konsequenzen hat dies?

Veranstaltungsinformationen

Wann: Di. 29.09.2026, 19 Uhr

Wo: nur im Livestream (auf Englisch)

Miriam Rürup, Direktorin des Moses Mendelsohn Zentrums in Potsdam, erörtert in dieser Ausgabe der Digital Lecture Series, wie das „Recht, Rechte zu haben“ jenseits nationalstaatlicher Zugehörigkeit juristisch und gesellschaftlich reflektiert wird. Die Gewährung staatsbürgerschaftlicher Rechte ist ein immer wieder aufs Neue politisch umkämpftes Feld.

In diesem Gespräch soll der Zusammenhang von Citizenship und Menschenrechten in historischer wie utopischer Perspektive, mit Blick auf Möglichkeiten der Erweiterung und der politischen Solidarität diskutiert werden.

Die Digital Lecture Series des Jüdischen Museums Berlin „Menschenrechte als letzte Utopie? Migration und jüdische Geschichte“ reflektiert die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Menschenrechte als politisches Versprechen, das neu verteidigt werden muss.Vor dem Hintergrund jüdischer Migrationsgeschichte blicken fünf Wissenschaftler:innen gemeinsam mit der Journalistin Dinah Riese aus unterschiedlichen Perspektiven auf Entwicklungen des internationalen Flüchtlingsschutzes.

Dabei werden historische Errungenschaften sichtbar, die heute zunehmend in Frage gestellt werden. Welche Erfahrungen aus der Vergangenheit und welche juristischen oder philosophischen Perspektiven können helfen, gegenwärtige Grenzen des Denkens über Migration zu überschreiten? Und wo lassen sich im Hier und Jetzt Ansätze für eine offenere Zukunft finden?

Im Gespräch:

🐾 Miriam Rürup ist Direktorin des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien in Potsdam. Von 2012 bis 2020 leitete sie das Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg. Weitere Stationen waren das German Historical Institute in Washington DC, die Stiftung Topographie des Terrors in Berlin und das Franz Rosenzweig-Zentrum in Jerusalem. Derzeit forscht sie zum Umgang der Vereinten Nationen mit Staatenlosigkeit sowie Ideen universeller Zugehörigkeit nach beiden Weltkriegen und deren Rückwirkungen auf die nationalstaatliche Politik in West-Deutschland.

🐾 Dinah Riese leitet das Inlandsressort der taz. Davor war sie taz-Redakteurin für Migration und Integration. Für ihre Recherche und Berichterstattung zum sogenannten Werbeverbot für Abtreibungen, Paragraf 219a StGB, wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Ihr Interview mit Überlebenden des Anschlags in Halle war für den Reporter:innenpreis nominiert.

Dieser taz Talk wird gefördert von der Berthold Leibinger Stiftung.

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Eine Grafik in lila und blau, die den Titel der Digital Lecture Series "Human rights as the last utopia" zeigt. Rechts auf dem Bild ist ein Bild von Miriam Rürup.

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