taz🐾lage: Demokratie braucht mehr Stimmen als die der taz
Dass es tausendundeinen Grund gibt, sich um die (liberal-rechtsstaatlich verstandene) Demokratie Sorgen zu machen, ist auf den Seiten der taz schon vielfach berichtet worden. Spätestens seitdem die Digital-Oligarchen in den USA auf die Seite von Donald Trump gewechselt sind, sind vor allem die großen Plattformen des Internets als Bedrohung für unser gedeihliches Zusammenleben als freie und gleiche BürgerInnen identifiziert worden – man denke nur an Elon Musks „X“, ehemals Twitter.
Nicht nur die taz, alle seriösen Medien verstehen sich als Bollwerke der Demokratie, sorgen sie doch dafür, dass die Menschen als WählerInnen auch aufgeklärt demokratische, sprich: Wahlentscheidungen treffen können. Der BDZV, der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger, möchte diesem Selbstverständnis als gern zitierte „vierte Gewalt“ nun in einer Aktionswoche Ausdruck verleihen: Vom 14. bis 19. September werden die angeschlossenen Medien, darunter auch die taz, unter dem Motto „Demokratie braucht viele Stimmen“ versuchen herauszustreichen, was der Unterschied ist zwischen seriöser Berichterstattung und reiner Ressentiment-Schleuderei, zwischen Recherche und Behauptung, zwischen Aufklärung und Desinformation.
Natürlich – die Grenzen sind so klar nicht immer. Auch die taz behält sich vor, auf manches Ereignis emotional zu reagieren. Aber halten Sie die Augen offen, Sie werden in der taz wie in vielen anderen Medien einen Hinweis bei Texten finden: „Demokratie braucht viele Stimmen“. Dort lesen Sie dann etwas, das versucht, diese Untiefen auszuloten. (uwi)
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen