taz🐾lage: Wir wühlen uns so durch
Anfang der Woche habe ich zwei Bücher mit in die taz genommen, um Platz in meinem Bücherregal zu machen; und vielleicht hat ja eine*r der Kolleg*innen noch Interesse daran: Die taz hat nämlich eine Büchertauschbörse. Vor dem Konferenzsaal im 1. Stock stehen ein paar gelbe Postkisten, gefüllt werden sie vor allem vom Feuilleton. Die gelben Kisten haben sich über die Jahre vermehrt, und mittlerweile stehen sie auch im 3. Stock. Die Gender-Redakteurin, die die taz vor Kurzem verließ, hat „Feministische Studien“ aussortiert, während der 6. Stock mit den „Blättern für deutsche und internationale Politik“ aufwartet.
Und einer Überraschung: „Sandra Hüller singt und spricht ‚Bilder deiner großen Liebe‘ von Wolfgang Herrndorf“. Der Hüller-Fan, dem ich die CD dann auf den Tisch gelegt habe, hat sich zwar gefreut – aber keinen CD-Player. Nun liegt sie auf seinem Tisch. „Das Mädchen mit den roten Haaren“ von Orhan Pamuk hat sich meine Kollegin von taz.eins geschnappt. Schauspieler Günter Lamprecht hingegen läuft nicht so gut. „Und wehmütig bin ich immer noch“ heißt die Autobiografie, die schon seit Längerem auf Leser*innen wartet. Lamprecht-Anhänger*innen gibt es in der taz offenbar keine – oder sie sind keine „Wühltisch-Fans“, wie meine andere Kollegin, die die Kisten „immer ignoriert“.
Vielleicht gibt’s ja unter unseren Leser*innen Lamprecht-Fans. Oder wollten schon immer mal Daniel Mullis „Krisenproteste in Athen und Frankfurt“ lesen. Dann haben Sie vielleicht auf unserem taz lab am 25. April Glück: Da dürfen sich alle Besucher*innen durch die gelben Postkisten wühlen. Bitte, bedienen Sie sich! (jot)
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