: neue filme Lilo & Stitch
USA 2001, Regie: Chris Sanders, Dean DeBlois; 84 Min.
Gelockerte Familienbande: Die Geschichte von Stitch, dem Ungetüm aus dem Weltall, dessen Programmierung durch die Zuneigung des kleinen Mädchens Lilo durcheinander gerät, hantiert zwar stets mit der Glücksverheißung durch das althergebrachte Modell Familie, steuert aber darauf zu, die Patchwork-Familie mit Alien-Erweiterung als Alternative zu etablieren. Während also der Disney-Konzern sich damit inhaltlich so weit von den steifen Vorgaben seines Übervaters entfernt wie nie, durchzieht den Film ästhetisch eine sympathische Nostalgie: Von den Elvis-Hits, die Lilo auf einem altertümlichen Plattenspieler auflegt, über die Animation, die die heute möglichen Computer-Leistungen nicht voll ausschöpft, bis zur ausführlichen Zeichnung einer überschaubaren Anzahl von Figuren hat man es mit einem schönen, altmodischen Zeichentrickfilm zu tun.
Auch in einem Kino in Ihrer Nähe
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen