montagskolumne: meinhard rohr zur lage der nation im spiegel seines wissens:
Ein Frühstück hat Deutschland verändert. Zwei Brötchen und Kaffee haben aus der Republik eine andere gemacht. Eine Brotzeit hat die Nation gemorpht. Edmund Stoiber, der Bayer, der Süddeutsche, der „Mann aus dem Süden“ kandidiert für die Kanzlerschaft, die Regentschaft, das Regierungsamt. Die Linken, zu denen ich früher leider auch einmal gehörte, zittern, wackeln, wanken. Ihre Kultur des Spaßes – ich nenne sie „Spaßgesellschaft“ – steht vor einem jähen Ende. Können diese abgewirtschafteten Linken ihrem Angstgegner das Wasser reichen? Nein. Kann ich eine geschliffene Formulierung finden, um Stoiber glasklar, dennoch gewitzt zu beschreiben? Aber sicher. Doch wohl- und aufgemerkt: Es bedarf schon eines ganz besonders klugen, dabei uneitlen Ausnahmejournalisten, um in der Beobachtung Edmund Stoibers noch einen Meilenstein in der bundesrepublikanischen Presselandschaft zu setzen. So werde ich Stoiber also nennen: Candidatus Diaboli. Gut? Ja, das ist gut, sehr gut.
Diese Kolumne erscheint in loser, aber leider häufiger Folge.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen