meinungsstark:
Zynischer Trick
„Schrödingers Völkerrecht“, taz vom 1. 3. 26
Stefan Reinicke setzt in seinem Kommentar den fraglos bestehenden Bruch des Völkerrechts durch Trumps USA gegenüber Iran mit dem durch Putins Russland gegenüber der Ukraine gleich, nur um seine Argumentation zu dramatisieren. Das ist ein formaler, zynischer Trick: Denn so wird Russland verharmlost, das flächig Wohngebiete zerstört, systematisch Gefangene macht und foltert, Kinder nach Russland entführt, Gebiete annektiert und in sein Staatsgebiet einverleiben will.
Uwe Höger, Kassel
Weltpolizei
„Trumps Krieg steckt voller Widersprüche“, taz vom 1. 3. 26
Trump hat mit „Make America great again“ das große Ziel, die Weltmacht Nummer 1 zu sein und zu bleiben. Die militärische Überlegenheit Amerikas, mit Israel gemeinsam gegen Iran mit Gewalt vorzugehen, ist nur zwingend logisch, um jetzt erfolgreich zu handeln. Die 48 Getöteten in der religiösen Führungselite Irans sind ein Anfang nicht das Ende. Weltpolitik war und ist nie widerspruchsfrei, egal von wem und welchem Land sie geführt wurden.Thomas Bartsch Hauschild, Hamburg
Politische Sachverhalte
„Halt dich fest!“, taz vom 7. 2. 26
Danke für eure guten und interessanten Berichte, auch auf Papier in der wochentaz. Allerdings nicht über die Wärmflasche oder einen im Kreis fahrenden Bus im Bärental. Ich lese die taz nicht, weil mir der Alltag fehlt, sondern weil ich etwas über die Welt erfahren möchte. Spart euch Bärental und Wärmflaschen. Lustig und unterhaltsam, aber plaudern können wir selbst. Die taz lesen wir, um Infos und Einschätzungen von Journalist*innen über die (politische) Lage der Welt zu bekommen. Julia Goebel, Freiburg
Eher nebensächlich
„Eine Welt der FLINTA*s“, feministaz vom 7.–13. 3. 26
Ich frage mich, wieso in der Ausgabe zum internationalen feministischen Kampftag ein Schönheitswettbewerb unter Kalendergirls so bildreich dargestellt wird.
Tut mir leid, aber ich nehme hier ein sexualisiertes Frauenbild nach Machogeschmack wahr. Ob am Kalendergirl ein Pimmel dranhängt oder nicht, dass finde ich dabei doch eher nebensächlich. Susanne Hombergs-Rüther, Paderborn
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen