meinungsstark:
Gaza stirbt! Die Welt ist live dabei
„Blockade der Hilfslieferungen in Gaza: Israel hat jede rote Linie überschritten – und jetzt?“, wochentaz vom 3. 5. 25
Geht es der israelischen Regierung eigentlich noch um den sogenannten Gegner Hamas? Diese Frage müssen wir uns stellen, wenn wir sehen, dass die israelische Regierung mit unverblümter Härte weiter gegen die Palästinenser im Gaza-Streifen vorgeht und sogar Hilfskonvois hindert, ihre humanitäre Hilfe abzuliefern! Der israelischen Regierung geht es hier schon längst nicht mehr nur um die Hamas, sondern um den Gaza-Streifen selbst, den Israel gerne für sich haben möchte – die Palästinenser sollen verschwinden! Ich halte das Vorgehen des israelischen Militärs und der Regierung für falsch, und Deutschland sollte dieses Vorgehen nicht auch noch weiter beflügeln und Waffen liefern. Oder nimmt es hin, dass man selbst Blut an den Händen hat? Berechtigte Kritik an der israelischen Regierung und dem Militär ist in meinen Augen kein Antisemitismus.
René Osselmann, Magdeburg
Welche Zukunft soll Gaza haben?
„Die Unterstützung der israelischen Kriegsführung ist nicht mehr zu rechtfertigen“, wochentaz vom 3. 5. 25
Wie ist es möglich, einen so engagierten Beitrag zu schreiben, ohne an die (hoffentlich) noch lebenden 24 israelischen Geiseln zu erinnern? Sie sind der Grund für diese Militäraktion. Es geht um deren Befreiung und die Verfolgung der Hamas-Terroristen, die sich wie Fische im Wasser der Zivilbevölkerung bewegen. Der bis jetzt unterstellte Genozid wird dann Gestalt annehmen, wenn die Geiseln getötet werden. Und dabei ist es egal, ob durch die Hand der Hamas oder als „Kollateralschaden“ durch die israelische Armee. Damit wäre ein palästinensischer Staat ohne Zukunft. Und die palästinensische Zivilbevölkerung wird den Weg der Juden von vor 2.000 Jahren gehen, sie werden in alle Winde zerstreut. Man kann nur hoffen, dass der Widerstand in der palästinensischen Bevölkerung wächst und sie die Gefahr erkennen.
Klaus-Peter Klauner, Brühl
Ich bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis hier in Deutschland auch der Dümmste kapiert, dass es nicht nur mit den Rosinenbombern, sondern auch mit der deutschen Staatsraison für Israel vorbei ist. Im Übrigen hat das, was Israel veranstaltet, langfristig gesehen suizidalen Charakter. Heinz Mundschau, Aachen
+++ Liveticker zur Kanzlerwahl +++ Merz scheitert im ersten Wahlgang +++ An diesem Dienstag wollten die Bundestagsabgeordneten den nächsten Bundeskanzler wählen. Doch Merz verfehlt die Mehrheit – und es herrscht Ratlosigkeit“, taz.de, Liveticker vom 6. 5. 25
Der geschäftsführende deutsche Ampel-Bundeskanzler Scholz wurde gerade mit dem „Großen Zapfenstreich“ der Bundeswehr verabschiedet, aber, frei nach Wilhelm Busch: Dieses war nur der erste Streich, der zweite folgt sogleich: Einen Tag später scheitert im Bundestag sein möglicher Nachfolger Merz als Bundeskanzler der „Mini-GroKo 5.0“ kläglich im ersten Wahlgang.
Anscheinend sind sich die Bundestagsabgeordneten von CDU, CSU und SPD ihrer politischen und wirtschaftlichen Verantwortung für Deutschland in absoluten Kriegs- und Krisenzeiten nicht bewusst. Das stärkt natürlich die als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestufte AfD.
Roland Klose, Bad Fredeburg
Liebe taz, ich erinnere mich, dass ihr es vor einigen Monaten als mögliche Option dargestellt habt, dass zwar die CDU gewinnt, aber Merz nicht Kanzler wird. Und ich habe immer gehofft, dass ihr Recht habt. Jetzt könnte das eintreten. Herzlichen Glückwunsch für eure Vorhersagefähigkeit! Ihr hattet auch der Linken schon 5–7 Prozent zugetraut, als alle von weit unter 3 Prozent sprachen. Und wie sehr wünsche ich euch, mir und uns allen, dass ihr Recht behaltet mit Merz. Es wird ja wohl hoffentlich nicht Söder werden …
Stephan Dietrich, Bonn
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen