mein plan in dubai: „Die eigene psychische Gesundheit priorisieren“
„Letztes Jahr nahm ich als Leiterin der irakischen Jugenddelegation an der COP teil. Ich weiß bereits, wie anstrengend diese Veranstaltung ist. Dieses Jahr bin ich besser vorbereitet.
Bei der COP ist man ständig in Bewegung. Man steht früh auf und geht spät ins Bett. Man muss auf den eigenen Körper und die geistige Gesundheit achten. Das werde ich in diesem Jahr priorisieren.
Meine Tage werden wahrscheinlich wie folgt aussehen: Ich wache um 6 Uhr auf, verrichte mein Morgengebet, dusche und frühstücke. Dann werde ich wahrscheinlich eine Morgenbesprechung mit der Greenpeace-Delegation haben, bevor wir zur COP fahren.
Weil bei der COP so viel los ist, ist sie sehr groß. Im Durchschnitt läuft man zehn Kilometer pro Tag. Du musst deine bequemsten Turnschuhe tragen. Man sollte nie mit hohen Absätzen oder schicken Schuhen anreisen.
Man muss auch darauf achten, dass man etwas isst. Letztes Mal haben mich alle ausgelacht, weil ich mir morgens beim Frühstück den Teller so vollgepackt habe. Aber ich wusste einfach, dass ich das Essen vergessen würde. Ich weiß, wie ich funktioniere, und deshalb versuche ich, die Dinge, die ich tue, nachhaltig zu tun, ohne meine Gesundheit zu beeinträchtigen.
Reem Al Saffar
ist Biologin und aktiv beim Mena-Jugendnetzwerk.
Für mich ist es keine Option, nicht teilzunehmen oder die Hoffnung zu verlieren. Es wird der fossilen Brennstofflobby leichter fallen, die Änderungen durchzusetzen, die sie wollen und die Bewegung zurückzuwerfen, wenn ich nicht dabei bin. Es ist ein Kampf – und man kann nicht nicht zu einem Kampf erscheinen.“ Protokoll: Franziska Betz
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen